16. November 2021 / 08:57 Uhr

Klartext: Scorpions-Angreifer Klöpper warnt davor, "auf die Fresse zu fallen"

Klartext: Scorpions-Angreifer Klöpper warnt davor, "auf die Fresse zu fallen"

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Patrick Klöpper hat nach der Heimniederlage der Scorpions gegen Erfurt kein Blatt vor den Mund genommen.
Patrick Klöpper hat nach der Heimniederlage der Scorpions gegen Erfurt kein Blatt vor den Mund genommen. © Debbie Jayne Kinsey
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Mit dem 11:1 in Krefeld haben die Scorpions zwar schon Wiedergutmachung betrieben, dennoch hat die Heimniederlage zuvor gegen Erfurt Wirkung hinterlassen. Angreifer Patrick Klöpper redete hinterher Klartext: "Wenn wir so weitermachen, dann werden wir gehörig auf die Fresse fallen."

In der Oberliga findet der erste komplette Spieltag an einem Dienstag statt. Die Hannover Scorpions waren am Wochenende im Gegensatz zum Rivalen vom Pferdeturm komplett im Einsatz, die Partie bei den Crocodiles Hamburg (19.30 Uhr) ist das dritte Spiel binnen fünf Tagen.

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Am Sonntag gewannen die Scorpions mit 11:1 beim Krefelder EV. Es war eine Wiedergutmachung – für das 1:3 zwei Tage zuvor gegen die Black Dragons Erfurt. Diese überraschende Heimpleite hatte für Gesprächsstoff gesorgt. Und für deutliche Worte, die man bei den vor allem in der Vorsaison erfolgsverwöhnten und auch in dieser Saison überwiegend gut auftretenden Mellendorfern lange nicht mehr ge­hört hatte.

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Zunächst sprach in der üblichen Pressekonferenz Tobias Stolikowski von einem „verdienten Sieg von Er­furt“ und vom Bestreben, „dass wir in Krefeld ein anderes Gesicht zeigen werden“. Üblich bei den Scorpions ist, dass nach der PK noch zwei Spieler im Interview mit Moderator Jo­chen Haselbacher auf dem Podium sitzen. Nach der schwachen Leistung war aber nur Patrick Klöpper erschienen. „Er ist nach diesem Spiel der Einzige, der die Eier hat“, sagte Haselbacher.

Und Klöpper redete Klartext. „Das erste Drittel war noch okay, im zweiten sind wir ins Rumeiern gekommen. Und der Beginn des letzten Drittels war eine Vollkatastrophe“, sagte er. Einmal in Schwung gekommen, legte der Stürmer nach. „Das ist nicht das erste Mal, dass wir in der Kabine sitzen und nicht wissen, warum uns das passiert ist“, sagte Klöpper – und war immer noch nicht fertig.

Klöpper und Stolikowski werden deutlich

„Was wir für einen Kader haben – da würden sich andere Oberligisten die Finger nach lecken.“ Damit aber genug? Mitnichten! Klöpper entschuldigte sich im Namen der Mannschaft bei den Zu­schau­ern. „Die haben für dieses Spiel Eintritt bezahlt. Wenn wir so weitermachen, dann werden wir gehörig auf die Fresse fallen.“ Nachfragen aus dem Publikum? Keine, auch wenn Ha­sel­ba­cher stets dazu aufruft. Schließlich war ja auch alles gesagt.

Deutlich war zuvor auch Sto­li­kows­ki selbst geworden, nämlich bezüglich der Aufstellung. Dank der Förderlizenzspieler konnte er vier komplette Sturm- und Abwehrreihen aufbieten. „Dadurch sind wir nicht gut in den Rhythmus gekommen. Das nehme ich auf meine Kappe“, sagte der Coach. In Krefeld waren immerhin noch vier „Fölis“ dabei. Für das Spiel in Hamburg stünden zumindest die Talente der Grizzlys Wolfsburg bereit, weil die DEL pausiert.