01. Juli 2021 / 13:30 Uhr

Scorpions statt Indians: Grizzlys Wolfsburg mit neuem Kooperationspartner

Scorpions statt Indians: Grizzlys Wolfsburg mit neuem Kooperationspartner

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Haben einen neuen Kooperationspartner: Die Grizzlys Wolfsburg.
Haben einen neuen Kooperationspartner: Die Grizzlys Wolfsburg. © City-Press / Grizzlys Wolfsburg
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Die Grizzlys Wolfsburg kooperieren wieder mit Hannover - doch zur neuen Eishockey-Saison heißt der Partner nicht mehr Hannover Indians, sondern Scorpions.

Neuer Partner für die neue Saison: Die Grizzlys Wolfsburg arbeiten in der kommenden Eishockey-Spielzeit mit den Hannover Scorpions zusammen - und damit mit dem Lokalrivalen des bisherigen Partners Hannover Indians. Der Austausch mit dem Oberligisten soll vor allem der Talentförderung dienen.

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Die Scorpions lieferten sich bis zum Verkauf der DEL-Lizenz an die Schwenninger Wild Wings 2013 regelmäßig DEL-Duelle mit den Grizzlys, wurden im Anschluss als Oberligist wiedergegründet. In der Nord-Staffel wurde das Team 2014, 2015 und in der abgelaufenen Saison Erster, im Anschluss gab's den Oberliga-Vizetitel. Dass die Grizzlys nun mit dem Rivalen des bisherigen Partners Hannover Indians kooperieren, ist laut Grizzlys-Manager Charly Fliegauf "keine Entscheidung gegen die Indians, sondern für die Scorpions. Die Bedingungen sind einfach noch etwas besser."

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Die Hannoveraner sind ambitioniert, der Aufstieg in die DEL2 wird angepeilt. Durch die Kooperation hoffen beiden Organisationen, von kurzen Wegen zwischen Wolfsburg und Hannover sowie der Talent-Entwicklung profitieren zu können. "Die Distanz als Faktor ist nicht zu unterschätzen", betont Fliegauf.

"Wir sind uns in den sehr konstruktiven Gesprächen schnell über die Rahmenbedingungen einig geworden", sagen Fliegauf und Scorpions-Geschäftsführer Eric Haselbacher unisono in einer Pressemitteilung zur Kooperation. "Beide Parteien sollen gleichermaßen von der Zusammenarbeit profitieren." Zusätzliche Details zur Förderung junger Spieler sollen in den kommenden Wochen ausgearbeitet werden.

Fliegauf freut sich auf die Kooperation: "Die Rahmenbedingungen bei den Scorpions sind schon zweitligareif, und sie haben eine Mannschaft zusammen, die in der Oberliga eine gute Rolle spielen kann." Zudem sei der Austausch zwischen den Teams wichtig - "so können gerade junge Spieler, die auch für uns interessant werden können, bei uns im Training dabei sein."

Umgekehrt sieht Fliegauf in den Scorpions eine gute Umgebung, um Akteure nach Verletzungen wieder aufzubauen oder ihnen Spielpraxis zu geben, wenn im Grizzlys-Kader kein Platz ist. "Steven Raabe hatte beispielsweise ein verlorenes Jahr, für ihn wären die Scorpions sicher eine Möglichkeit, zu spielen", sagt Fliegauf. "Und Jan Nijenhuis kommt von einer Gehirnerschütterung zurück, da muss man sehen, wie es läuft."


Die Grizzlys profitieren übrigens schon in der Vorbereitung von der Zusammenarbeit: In der Scorpions-Halle in Wedemark wurde das Eis nicht abgetaut, "da haben wir im Juli also die Möglichkeit, mit aufs Eis zu gehen", freut sich Fliegauf. In Wolfsburg geht es erst ab Anfang August wieder aufs Eis.