24. September 2017 / 11:44 Uhr

SCW weiterhin nicht landesligatauglich

SCW weiterhin nicht landesligatauglich

Mark Bambey
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
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Quo vadis? "Nicht landesligatauglich" urteilt Trainer Zimmermann - So ist der SCW auf dem Weg in die Bezirksliga. © Schneemann
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Landesliga: Schwarz-Weiße unterliegen zu Hause dem MTV Wolfenbüttel 3:8 (1:3) und bleiben vieles schuldig

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Der SCW Göttingen hat in der Fußball-Landesliga erneut eine bittere Pleite hinnehmen müssen. Das Team von Trainer Marc Zimmermann verlor vor gut 50 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz in Weende gegen den Tabellenzweiten MTV Wolfenbüttel mit 3:8 (1:3). Der Vizemeister ist weiter im Sturzflug Richtung Bezirksliga.

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„Wir sind aktuell einfach nicht landesligatauglich. So einfach ist das. Da fehlen uns zwei Klassen. Wolfenbüttel hat gut gespielt, doch wir kennen diese Mannschaft. Im Vorjahr haben wir noch 1:0 und 4:0 gewonnen. Spielen wir heute gegen die auf dem größeren Rasenplatz, bekommen wir gar keinen Zugriff und verlieren zweistellig“, versuchte Zimmermann erst gar nicht das Geschehene schönzureden. Vor allem das Umschaltspiel nach Ballverlusten und die Unterstützung für die Außenverteidiger-Positionen waren gegen stark agierende Wolfenbütteler die Schwachpunkte. Zimmermann war allerdings mit der Leistung seiner Schwarz-Weißen in der ersten Hälfte zufrieden. Einstellung und Kampfgeist seien vorhanden gewesen. „Wir hatten da ja auch Pech. Die schießen viermal aufs Tor und erzielen drei Treffer. Das war schon brutal“, so der SCW-Coach.

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Fakt ist aber auch: Die Chancen waren allesamt Hundertprozenter. So hätte der Rückstand zur Halbzeit bei drei weiteren Halbchancen der Gäste durchaus höher sein können. Besonders über die rechte Angriffsseite sorgte der MTV mit den athletisch stärkeren und technisch versierteren Timur Abali und Joscha Plünnecke immer wieder für Gefahr. Linksverteidiger Sascha Kuhlemkamp war oft auf sich allein gestellt. Für das 1:0 benötigte der MTV allerdings einen Strafstoß (15.). Der SCW hatte bei Chancen von Florian Berg (7.) und Julian Kratzert (33.) Pech. Dafür erzielte Psotta mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:2 ein Traumtor (30.). Nach einer coolen Finte schlenzte der Außenangreifer das Leder millimetergenau in den rechten Winkel.



Im zweiten Durchgang fegte Wolfenbüttel dann allerdings über die Weender hinweg wie ein Orkan. Die Schwarz-Weißen wurden so in den ersten 20 Minuten zum Spielball des MTV. Angetrieben vom überragend agierenden Garrit Golombek wurde jeder Angriff für den SCW zur höchsten Gefahr. Defensiv-Arbeit ist bei zahlreichen SCW-Akteuren offensichtlich ähnlich beliebt wie der WC-Dienst in der Wohngemeinschaft. MTV-Chancen gab es so im Zwei-Minuten-Takt. Alle fünf Minuten erspielte sich der Tabellenzweite einen Hundertprozenter.

Nach dem 6:1 stellte Wolfenbüttel auf ein 4:2:3:1-System um (64.). Die Ordnung ging ein wenig verloren, was auch an den drei Auswechslungen begründet sein konnte. So kamen die Weender zwar noch zu eigenen Treffern, die Partie war da allerdings schon längst verloren. „Wir haben jetzt noch zwei weitere Top-Teams vor der Brust. Kommende Woche kehren zum Glück fünf Stammkräfte zurück. Doch das wird nicht reichen. Es wird wohl die nächsten Packungen für uns geben. Unsere Punkte müssen wir gegen andere Teams holen“, sieht Zimmermann die Wende noch in weiter Ferne.

SCW: Kahlstorf - König, Weide, Ravindran, Kuhlenkamp - Obermann, Bussmann (85. Nazal), Hertrampf, Kratzert, Psotta
Berg. – Tore: 0:1 Golombek (FE/16.), 0:2 Frank (25.), 1;2 Psotta (31.), 1:3 Golombek (41.), 1:4 Frank (51.), 1:5 Wolf (61.), 1:6 Reiswich (64.), 2:6 Weide (72.), 2:7 Errico (82.), 2:8 Kühle (85.), 3:8 Psotta (90.).