13. Januar 2022 / 13:01 Uhr

Seawolves treffen unter schwierigen Bedingungen auf große Kaliber

Seawolves treffen unter schwierigen Bedingungen auf große Kaliber

Sebastian Lindner
Ostsee-Zeitung
Auf Chris Carter werden am Doppelspieltag gegen Trier und Bremerhaven einige Hoffnungen der Seawolves ruhen. In schweren Phasen übernahm der Kapitän bisher immer Verantwortung.
Auf Chris Carter werden am Doppelspieltag gegen Trier und Bremerhaven einige Hoffnungen der Seawolves ruhen. In schweren Phasen übernahm der Kapitän bisher immer Verantwortung. © Gunnar Rosenow
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Nächster Doppelspieltag, altes Leid: Wieder müssen die Seawolves zunächst eine lange Auswärtsfahrt unternehmen, um keine 48 Stunden später zu Hause erneut ranzumüssen. Die Gegner: beide hinter den Erwartungen zurück.

Und wieder mal machen es die geografische Lage und der Spielplan den Seawolves aus Rostock schwer. Am nächsten Doppelspieltag der Saison müssen die Wölfe am Freitagabend (19.30 Uhr) bei den Gladiators Trier antreten, um keine 48 Stunden später in der heimischen Stadthalle die Eisbären aus Bremerhaven zu empfangen (16.30 Uhr).

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Hießen die Gegner beim letzten Doppelpack noch Itzehoe (auswärts) und Hagen, sind die Kaliber nun andere. Das bezieht sich nicht nur auf die mehr als achtstündige Busfahrt, die die Wölfe am Donnerstagvormittag nach einer frühmorgendlichen Trainingseinheit angetreten haben, sondern auch auf die sportliche Qualität der Gegner.

Trainerwechsel in Trier macht Situation für Rostock nicht einfacher

Trier, das sagte Seawolves-Coach Christian Held schon vor dem Hinspiel, das Rostock mit 91:81 gewann, sei für ihn eine Top-4-Mannschaft. Am Donnerstag wiederholte er seine Aussage, die allerdings nicht ganz zur Tabellensituation passt. Dort sind die Gladiators nur Zehnter – einen Platz vor den Eisbären, die in der Vorsaison noch Dritter der Hauptrunde waren. „Von der Qualität der Spieler und der Kadertiefe gehören sie definitiv weiter nach oben“, funkte Held aus dem Mannschaftsbus, der sich gerade in Bewegung gesetzt hatte. „Warum es nicht läuft, kann ich aber nicht beurteilen.“ Dabei hat er auf das Team von der Mosel immer noch einen besseren Blick als den Rest der Liga, schließlich verbrachte er dort bis vor seinem Wechsel nach Rostock den Großteil seiner bisherigen Trainerkarriere.

Die Verantwortlichen in Trier sahen das Problem offenbar bei Helds Nachfolger auf dem Trainerstuhl, Marco van den Berg. Nach einer knappen Niederlage am 2. Januar gegen den Tabellendritten Tübingen wurde der Niederländer entlassen und durch seinen Assistenten Pascal Heinrichs ersetzt. „Das wird es uns nicht leichter machen“, so Held. „Wir wissen nicht, was er ändert, was er beibehält. Zudem wird die Mannschaft nach dem Trainerwechsel hochmotiviert sein um zeigen wollen, dass die Spieler nicht der Grund ist, warum Trier steht, wo es steht.“

Nach Trier ist vor Bremerhaven

An der eigenen Herangehensweise werde das allerdings nichts ändern, sagte Held. Zudem werde Trier vom grundlegenden Vorgehen, die Größenvorteile zu nutzen und den Ball häufig unter den Korb zu bringen, kaum abrücken. Und so zeigte sich der 33-Jährige vorsichtig optimistisch. „Wir waren im Saisonverlauf immer gut darin, uns auf den Gegner einzustellen und ihm seine Stärke zu nehmen.“

Nach Trier ist dann unmittelbar vor Bremerhaven. Direkt nach dem Spiel werden sich die Seawolves auf den Weg zurück nach Rostock machen, nach der Ankunft Samstagmorgen vielleicht nochmal kurz ruhen und anschließend trainieren. Das Hinspiel bei den Eisbären gewannen die Wölfe mit elf Punkten Vorsprung (95:84) eine Woche vor Weihnachten. Im Gegensatz zu den Trierern "kamen die in erster Linie über ihre Guards, weniger über die Großen“, erinnerte sich Held. Innerhalb kürzester Zeit wird sich sein Team also auf ein ganz anderes Spiel einstellen müssen.