22. September 2020 / 11:05 Uhr

"Verletzungen hinter mir lassen": Drei Tage nach dem 0:2 bei Hannover 96 kommt Sebastian Jung in Karlsruhe unter

"Verletzungen hinter mir lassen": Drei Tage nach dem 0:2 bei Hannover 96 kommt Sebastian Jung in Karlsruhe unter

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Von rot zu blau: Geschäftsführer Sport Oliver Kreuzer und Neuzugang Sebastian Jung.
Von rot zu blau: Geschäftsführer Sport Oliver Kreuzer und Neuzugang Sebastian Jung. © Karlsruher SC
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Ob da ein Zusammenhang bestanden hat? Drei Tage nach der 0:2-Niederlage zum Auftakt der 2. Bundesliga bei Hannover 96 hat der Karlsruher SC den ehemaligen 96er Sebastian Jung verpflichtet. Damit sind nur noch fünf ehemalige Profis der Roten ohne Job.

In Hannover zählte Sebastian Jung zu den Auslaufmodellen, mit denen 96 die Verträge nicht verlängerte. Der 30-Jährige war sicherlich der spielerisch stärkste von ihnen.

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Nur zehn Spiele in Hannover

Der Körper spielte dem rechten Verteidiger immer wieder Streiche – ohne diese Zwischenfälle hätte 96 ihn vor einem Jahr gar nicht vom VfL Wolfsburg bekommen. Aber auch in Hannover brachte er es wegen muskulärer Problemen nur auf zehn Spiele. Und musste wie viele andere auch gehen.

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Untergekommen ist der langjährige Bundesliga-Profi nun beim Karlsruher SC. Der Rechtsverteidiger kommt entsprechend ablösefrei zum Zweitligisten und unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021 mit Option auf Verlängerung, wie der Verein, vor drei Tagen noch in Hannover mit 0:2 unterlegen, am Dienstag mitteilte.

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"Sebastian ist ein Puzzleteil"

„Mit Sebastian Jung haben wir unser Puzzleteil für die Rechtsverteidigerposition gefunden, sodass wir nun auch hier ausreichend und sehr gut besetzt sind“, sagte Karlsruhes Sportchef Oliver Kreuzer. „Sebastian kann uns mit seiner jahrelangen Bundesligaerfahrung weiterhelfen.“

In der Bundesliga spielte Jung für Eintracht Frankfurt und den VfL Wolfsburg, zudem absolvierte er im Mai 2014 ein Länderspiel für die deutsche Nationalmannschaft. Während seiner Karriere wurde er allerdings immer wieder von Verletzungen ausgebremst.

"Mehr auf dem Platz als in der Reha"

„Ich will die Verletzungen aus der Vergangenheit hinter mir lassen, nach vorne blicken und wieder mehr auf dem Platz stehen als in der Reha zu sein“, sagte er.

Christian Eichner kennt den Neuzugang sogar noch aus seiner aktiven Zeit als Gegenspieler. "Nach seinem Verletzungspech will er sich nun nochmal bei uns beweisen", sagt der Cheftrainer des KSC. "Mit Marco Thiede und ihm sind wir jetzt auch hinten rechts komplett,. Ich hoffe, dass dadurch eine ähnlich positive Konkurrenzsituation wie auf der linken Seite entsteht und sich die beiden so gegenseitig anspornen.“