12. September 2019 / 16:25 Uhr

Sebastian Polter will bei Union Berlin verlängern: "Es gilt, den Verein zu überzeugen"

Sebastian Polter will bei Union Berlin verlängern: "Es gilt, den Verein zu überzeugen"

Ronny Müller
Märkische Allgemeine Zeitung
Fußball 1. Bundesliga 02. Spieltag FC Augsburg - Union Berlin am 24.08.2019 in der WWK Arena in Augsburg Jubel, Torjubel, Torschuetze, Torschütze Sebastian Polter (Union Berlin) jubelt ich dem tor zum 1:1. *** Football 1 Bundesliga 02 Matchday FC Augsburg Union Berlin on 24 08 2019 at the WWK Arena in Augsburg Jubilee, goal jubilation, goal scorers, goal scorer Sebastian Polter Union Berlin I cheer the goal to 1 1 MH
Union Berlins Sebastian Polter jubelt nach dem 1:1 in Augsburg, das der Stürmer vorbereitete. © imago
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Bundesliga: Der Stürmer will sich gegen Werder Bremen wieder für die Startelf empfehlen.

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In dieser Woche stand Sebastian Polter wieder in der ersten Reihe. Der Stürmer des Fußball-Bundesligisten Union Berlin besuchte mit der Mannschaft die Technikmesse Ifa unter dem Funkturm und gehörte zu den Kickern, die sich einer Computerspiel-Herausforderung stellten. Am Wochenende sitze er auch zuhause gerne mal an der Spielekonsole, sagte der 28-Jährige.

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Am Samstag (15.30 Uhr, Alte Försterei) gegen Werder Bremen kann Polter die Startelf nicht selbst bestimmen. Vermutlich wird er sich wieder zunächst mit der Wechselbank anfreunden müssen. Der Publikumsliebling hat seinen Status als Abteilungsleiter Attacke verloren. In den ersten drei Bundesligapartien kam er nur 40 Minuten zum Einsatz. Neuzugang Anthony Ujah kommt immerhin auf 196 Minuten. Sebastian Andersson, der nun auch wieder in der schwedischen Nationalmannschaft zum Zuge kommt, kann immerhin auf 178 Minuten und zwei Tore verweisen. In den Relegationsspielen gegen den VfB Stuttgart hatte Polter schon einen Vorgeschmack bekommen: Trainer Urs Fischer verzichtete komplett auf den wuchtigen Angreifer und vertraute Andersson, der in der vordersten Reihe mehr Abwehrarbeit leistet und deshalb gegen stärkere Gegner den Vorzug erhält.

Keine Gedanken an Vereinswechsel

Durch die Verpflichtungen von Ujah und Marcus Ingvartsen hat Polter weitere Konkurrenz bekommen. Trotzdem habe er „keine Sekunde daran gedacht, den Verein zu verlassen. Nur weil Konkurrenz dazugekommen ist? Ich bin hierhergekommen, um mit Union in der Bundesliga zu spielen. Genau das habe ich jetzt“, unterstreicht Polter. Im Januar 2017 war er von den Queens Park Rangers nach Köpenick zurückgekehrt, um mit Union in die Bundesliga aufzusteigen.

Klar ist aber, dass er sich einen anderen Status erhofft hat. „Damit muss man als Fußballer kurzzeitig umgehen können. Ich versuche, alles daranzusetzen, Stürmer Nummer eins zu sein oder der Stürmer zu sein, der von Anfang an spielt.“ Beim 1:1 in Augsburg hat der gebürtige Wilhelmshavener mit der Vorlage für Anderssons Ausgleich Pluspunkte gesammelt, als er den Ball uneigennützig ablegte. „Ich definiere mich schon über Tore, aber in dem Moment war es richtig, den Ball rüberzuspielen.“ Polters ekstatischer Jubel wirkte, als fiele eine Last von ihm ab. „Ich pushe mich dann gern, um den Schwung für mich mitzunehmen. Deshalb habe ich das gefeiert wie mein Tor.“ Coach Fischer lobte prompt Wucht und Präsenz. Polter: „Ich versuche, die Spielzeit, die ich habe, effizient zu nutzen. Das ist mir in der Vergangenheit bei Union immer wieder gelungen.“ In 88 Zweitligaspielen für die Eisernen traf er 42 Mal.

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Aus dieser Erfahrung schöpft Polter, der für Wolfsburg, Nürnberg und Mainz bereits 51 Bundesligaspiele bestritt, Selbstbewusstsein für diese Spielzeit. „Ich weiß, dass ich diese Saison wichtig sein werde. Wenn ich gebraucht werde, dann muss ich auf den Punkt genau da sein.“ Und dann will er sich für eine längere Perspektive bei dem Verein empfehlen, den er ins Herz geschlossen habe. Der Kontrakt läuft bis Ende Juni 2020. „Es ist das letzte Jahr. Es gilt, den Verein zu überzeugen, dass man längerfristig mit mir planen kann“, sagt Polter. „Ich bin im besten Alter mit 28 und würde gerne verlängern. Aber das liegt nicht nur an mir. Was der Verein plant, weiß man nie.“

Anmeldung für Trainerlizenz

Polter plant zumindest mit Union. Für die Zeit nach der aktiven Karriere kann er sich offenbar den Trainerjob vorstellen. Im Mai hatte sich der ehemalige U-Nationalspieler für einen Trainerlizenz-Lehrgang in der Sportschule Malente (Schleswig-Holstein) angemeldet. Doch wegen der Relegation musste er seine Teilnahme absagen. Im kommenden Jahr will er einen neuen Anlauf nehmen. Da der Termin anders liegt, kann ihm auch eine eventuelle Relegation keinen Strich durch die Rechnung machen. Im besten Fall schafft Union den Klassenerhalt direkt. Sebastian Polter will seinen Beitrag leisten – am liebsten sogar in der Startelf.

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