10. Februar 2019 / 06:43 Uhr

Ärger über Sebastian Rudy beim FC Schalke 04: "Der Junge ist nicht 18, sondern 28"

Ärger über Sebastian Rudy beim FC Schalke 04: "Der Junge ist nicht 18, sondern 28"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sebastian Rudy wurde schon nach 33 Minuten ausgewechselt - aus taktischen Gründen.
Sebastian Rudy wurde schon nach 33 Minuten ausgewechselt - aus taktischen Gründen. © imago/MIS
Anzeige

Sebastian Rudy und der FC Schalke 04 - das scheint einfach nicht zusammenzupassen. Beim 1:3 gegen seinen Ex-Klub FC Bayern wurde der 28-Jährige früh ausgewechselt und verweigerte noch dazu den Handschlag mit Trainer Domenico Tedesco. Manager Christian Heidel poltert.

Anzeige
Anzeige

Sebastian Rudy und der FC Schalke 04 - dieser Transfer entpuppt sich immer mehr als großes Missverständnis. Nur sechs Spiele machte der Nationalspieler nach seinem 16-Millionen-Transfer vom FC Bayern München über die volle Distanz. Der 28-Jährige ist ein Fremdkörper im Schalker Spiel, schafft es kaum, aus dem Mittelfeld heraus eigene Akzente zu setzen und die Bälle zu verteilen, wie er das bei der TSG Hoffenheim und auch beim FCB teils hervorragend schaffte. Bezeichnend: Gegen Ex-Klub Bayern (S04 verlor das Spiel in München 1:3) nahm Schalkes Trainer Domenico Tedesco Rudy schon nach 33 Minuten wieder vom Platz - eine Demütigung, die der Defensivmann offenbar genau so auffasste.

Rudy reagierte auf den frühen Wechsel an seiner alten Wirkungsstätte stocksauer, verweigerte nach dem Tausch mit dem Ex-Frankfurter Omar Mascarell den Handschlag mit seinem Trainer. Das wiederum brachte Manager Christian Heidel auf die Palme. "Der Junge ist nicht 18, sondern 28 und Profi", meckerte der 55-Jährige, der Rudy im Sommer vom FCB verpflichtet und dabei unter anderem RB Leipzig ausgestochen hatte, laut Bild. "Da muss er durch und einfach besser Fußball spielen."

50 ehemalige Spieler des FC Schalke 04 und was aus ihnen wurde

Einst waren sie für den FC Schalke 04 aktiv. Aber was machen Raúl, Christoph Metzelder, Ivan Rakitic und Emile Mpenza heute? Der <b>SPORT</b>BUZZER hat sich auf Spurensuche begeben. Zur Galerie
Einst waren sie für den FC Schalke 04 aktiv. Aber was machen Raúl, Christoph Metzelder, Ivan Rakitic und Emile Mpenza heute? Der SPORTBUZZER hat sich auf Spurensuche begeben. ©
Anzeige

Rudy-Auswechslung: Tedesco nennt "individualtaktische Gründe"

Ein derart klares Urteil über Rudys Leistung verkniff sich Trainer Tedesco, der "individualtaktische Gründe" für die Auswechslung des indisponierten Nationalspielers angab. "Wir wollten einen aggressiveren Sechser mit Omar Mascarell, das hat den Ausschlag gemacht. Die Begründung ist nicht, dass Basti schlecht war."

Mehr zu Sebastian Rudy

Nicht zum ersten Mal muss Rudy sich auf Schalke herbe Kritik gefallen lassen - die Erwartungen an den Nationalspieler waren groß, er sollte das Schalker Spiel nach dem Abgang von Leon Goretzka (zum FCB) ordnen und ihm Struktur geben. Von einer prägenden Figur ist der 28-Jährige allerdings weit entfernt.

Heidel übte schon Ende November scharfe Kritik an Sebastian Rudy

"Vielleicht haben wir uns alle das ein bisschen zu rosig vorgestellt", sagte Heidel bereits Ende November bei Sky. "Der Spieler muss sich da aber auch ein bisschen anpassen." Pikant: Heidel erwähnte Rudy in folgendem Satz nicht namentlich: "Würde ich heute etwas anders machen? Vielleicht in Nuancen. Aber ich würde immer wieder einen Mark Uth und einen Salif Sané holen und einige andere auch."

Tags drauf forderte der Neuzugang öffentlich mehr Einsatzzeit ein - nennenswert gebessert hat sich seine Situation seither allerdings nicht. "Wenn man nur jedes zweite Spiel zum Einsatz kommt, ist es schwierig. Wenn man wie ich zu einem neuen Verein kommt, ist Spielpraxis umso wichtiger, um rein zu finden", betonte er damals. Immerhin: In der Rückrunde stand der Ex-Hoffenheimer bisher immer in der Startformation. In diesen vier Spielen gab es aber nur vier Pünktchen...

Internationale Pressestimmen zum Titelrennen in der Bundesliga

Der FC Bayern München hat sich im Titelkampf der Bundesliga zurück gemeldet - weil der BVB in letzter Minute patzt. Die internationalen Pressestimmen hier zum Durchklicken. Zur Galerie
Der FC Bayern München hat sich im Titelkampf der Bundesliga zurück gemeldet - weil der BVB in letzter Minute patzt. Die internationalen Pressestimmen hier zum Durchklicken. ©
LESENSWERT

ANZEIGE: Hoodie und T-Shirt mit deinem Vereinsnamen! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus aller Welt