01. April 2021 / 21:02 Uhr

Sebastian Scholz: Im Dienste der Seepferdchen

Sebastian Scholz: Im Dienste der Seepferdchen

Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
Engagiert im Hintergrund: Sebastian Scholze - hier mit den Seepferdchen des RSV Mellensee beim Kila-Cup.
Engagiert im Hintergrund: Sebastian Scholze - hier mit den Seepferdchen des RSV Mellensee beim Kila-Cup. © privat
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Treue Seele: Ehrenamtler kam durch seinen Sohn zum RSV Mellensee und engagiert sich als Elterntrainer.

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Es hatte eine Weile gedauert, bis Sebastian Scholz den Weg in die Betreuerriege gefunden hatte – dann aber sollte aus einer Stippvisite beim Regionalen Sport-Verein 08 ein Dauereinsatz werden. „Frank Henschel, der Trainer des RSV Mellensee, hatte damals gefragt, ob mein Sohn nicht in die Leichtathletik-Trainingsgruppe eintreten wollte. Und wenn du Lust hast, hat er gesagt, kannst du auch gleich mitmachen“, erinnert sich der 44-Jährige.

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„Mein ältester Sohn hat nach etwas Wartezeit beim RSV begonnen und auch ich habe mal reingeschnuppert. Es hat mir sofort Spaß gemacht – und es ist längst eine Herzensangelegenheit geworden. Ich finde es sehr wichtig, sich ehrenamtlich einzubringen, nicht zu kritisieren, was alles besser sein könnte, sondern mit anzupacken.“ Seit neun Jahren packt Sebastian Scholz, der als Geschäftsführer einer Firma in Berlin tätig ist, die Lüftungsgeräte und Wärmepumpen produziert, nun schon mit an bei der Leichtathletik-Fraktion. Parallel begannen auch seine beiden Töchter Tabea (12) und Pia (9), beim RSV zu trainieren. Auch sein ältester Sohn Maximilian, inzwischen 13 Jahre alt, kämpft weiter um Bestleistungen in Mellensee.

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Viel Verantwortung, viel zu tun für Sebastian Scholz, der in Kummersdorf-Alexanderdorf lebt und sich auch bei der Freiwilligen Feuerwehr engagiert: Er zeichnet seit einigen Jahren für die jüngste Trainingsgruppe (erste bis sechste Klasse) mitverantwortlich, die sich beim Kila-Cup unter dem Namen Seepferdchen im vergangenen Herbst Rang eins bei der Wettkampfserie sicherte. Den Brandenburger Kinderpokal, eine Art Einstiegs-Wettkampfserie für den Nachwuchs, gibt es seit dem Jahr 2012. Neben dem Gesamtsieger werden auch die Tagessieger mit geehrt – auch in der Dahme-Fläming-Region werden regelmäßig Wettkämpfe des Cups ausgetragen – im vergangenen Jahr beispielsweise in Mahlow.

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Sechs Stunden pro Woche steht der vierfache Familienvater bei den Übungseinheiten auf dem Trainingsplatz, dazu kommen Wettkämpfe und die Vorbereitungszeit. „Er ist ein sehr guter Motivator und einfach immer da, wenn man ihn braucht. Er hilft auch außerhalb seines eigentlichen Wirkungsbereiches, wenn es nötig ist – inzwischen ist er eben eine richtige treue Seele“, lobt Frank Henschel, „wir sind sehr froh, dass wir ihn haben.“ Ein großes Plus als Coach bei Sebastian Scholz: Er kennt sich als früherer Leistungssportler bestens aus im Metier. Seine Laufbahn begann bei Dynamo Berlin als Leistungsschwimmer in Ost-Berlin – seiner Heimat – bevor bereits mit Mitte zwanzig mehrere Bandscheibenvorfälle für das Ende sorgten.

Schon als Kind verbrachte er viel Zeit in der Dahme-Fläming-Region auf dem Wochenendgrundstück seiner Eltern in Alexanderdorf. Auch Fußball spielte Sebastian Scholz, zuletzt beim KSV Sperenberg – da war er bereits nach Kummersdorf-Alexanderdorf, einem Ortsteil der Gemeinde Am Mellensee, in den Landkreis Teltow-Fläming gezogen. Schon aus familiären Gründen dürfte Sebastian Scholz dem RSV noch lange erhalten bleiben: Auch die jüngste Tochter Lea (5) steht bereits in den Startlöchern. Auf eines legt der Ehrenamtler – wie eigentlich alle treuen Seelen des Vereins – besonderen Wert: „Es gibt sehr viele engagierte Eltern beim RSV und auch anderswo, es ist mir sehr wichtig, dass rüberkommt, dass ich nicht der einzige bin, der sich einbringt. Es ist ein gemeinsames Projekt, bei dem sehr viele mit anpacken. Schreiben Sie das bitte unbedingt mit rein.“