06. Juni 2021 / 18:18 Uhr

Sebastian Vettel "auf Wolke sieben": Erstes Podium für Aston Martin in Baku "bedeutet uns eine Menge"

Sebastian Vettel "auf Wolke sieben": Erstes Podium für Aston Martin in Baku "bedeutet uns eine Menge"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sebastian Vettel zeigte sich nach seinem zweiten Platz in Aserbaidschan äußert glücklich.
Sebastian Vettel zeigte sich nach seinem zweiten Platz in Aserbaidschan äußert glücklich. © Getty Images
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Sebastian Vettel ist wieder da - und wie: Der viermalige Weltmeister hat sich nach schwachem Saisonstart gefangen und nach dem starken fünften Platz in Monaco nun auch in Aserbaidschan ein Ausrufezeichen gesetzt. Vettel fuhr das erste Podium für das aus Racing Point hervorgegangene Aston-Martin-Team ein - und zeigte sich nach dem Chaos-Rennen überglücklich.

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Comeback-Kid Sebastian Vettel! Mit der Trophäe für Platz zwei in der einen und einer großen Champagner-Flasche in der anderen Hand genoss der viermalige Weltmeister seine überraschende Formel-1-Podiumsrückkehr. "Ich bin jetzt wirklich auf Wolke sieben. Wir haben kein Podest erwartet, das macht es umso besser", sagte der viermalige Weltmeister nach dem Chaos-Grand-Prix in Baku. "Ich hoffe, dass wir jetzt regelmäßiger in die Punkte fahren." Der 33-Jährige profitierte am Sonntag als Zweiter in Aserbaidschan auch von einem dramatischen Crash des bis kurz vor dem Ende klar führenden Max Verstappen und stürmte spektakulär von Startplatz elf noch bis fast nach ganz vorne.

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Vettel, der von einem "verrückten Rennen" sprach, übertraf auf dem Stadtkurs am Kaspischen Meer sein bisher bestes Saisonergebnis als Fünfter von Monaco vor zwei Wochen deutlich. Nach dem Verstappen-Unfall startete der deutsche Top-Fahrer als Dritter beim Restart für die letzten beiden Runden - und wurde durch einen heftigen Verbremser des bis dato zweitplatzierten Rekordweltmeisters Lewis Hamilton noch nach vorne, direkt hinter Sieger Sergio Perez im Red Bull, gespült: "Ein hundsmiserabeles Rennen von uns. Wahrscheinlich haben wir das Ergebnis so verdient", sagte Toto Wolff, der Motorsportchef der Silberpfeile, bei Sky. Hamilton wurde am Ende nur 15., Teamkollege Valtteri Bottas enttäuschte als Zwölfter.

Für Vettel muss sich Platz zwei im Aston Martin wie ein Sieg anfühlen: Noch zu Saisonbeginn fuhr Vettel im Nachfolge-Team von Racing Point nur hinterher, seit Monaco hat es beim Team offenbar "Klick" gemacht. "Wir hatten eine gute Geschwindigkeit, das war der Schlüssel", sagte Vettel, der nach seinem Vertrags-Aus bei Ferrari zum britischen Rennstall gewechselt war, bei Sky: "Ich bin zufrieden nach dem bescheidenen Start ins Jahr und hoffe, wir können das Momentum jetzt mitnehmen." Mit 28 Punkten ist er nun WM-Neunter.

Auch in der Vergangenheit war Vettel gut in Baku zurechtgekommen. Noch nie hatte er den Grand Prix schlechter als auf Rang vier beendet. Bei der letzten Austragung 2019 war er im Ferrari Zweiter geworden, ein Jahr zuvor stand er auf der Pole Position. Neuling Mick Schumacher steuerte seinen unterlegenen Haas auf Platz 13 - drei Plätze fehlten also zum ersten Punkt des Sohns von F1-Legende Michael Schumacher.