18. November 2019 / 10:39 Uhr

Formel 1: Internationale Pressestimmen zum Brasilien-GP - "Crash der roten Rivalen"

Formel 1: Internationale Pressestimmen zum Brasilien-GP - "Crash der roten Rivalen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sebastian Vettel zeigte sich nach dem Rennen sichtlich geknickt - so reagierte die internationale Presse auf den kuriosen Ausgang des GP in Brasilien.
Sebastian Vettel zeigte sich nach dem Rennen sichtlich geknickt - so reagierte die internationale Presse auf den kuriosen Ausgang des GP in Brasilien. © 2019 Getty Images
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Der Große Preis von Brasilien hatte es in sich. Kurz vor dem Ende crashten die beiden Ferrari-Piloten Sebastian Vettel und Charles Leclerc ineinander - und schieden beide aus. Die italienischen Medien schreiben nun sogar von einer "Explosion" der Rivalität bei Ferrari.

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Kurz vor dem Ende war es geschehen. Die beiden Ferrari-Piloten Sebastian Vettel und Charles Leclerc lieferten sich einen spannenden Fight im Großen Preis von Brasilien. Dann aber crashten die beiden Teamkameraden fünf Runden vor Schluss ineinander und schieden aus. Red-Bull-Fahrer Max Verstappen gewann das Rennen. Insbesondere die italienischen Medien beschreiben die Stimmung bei Ferrari nun als "explosiv". Der SPORTBUZZER hat die internationalen Pressestimmen nach dem furiosen Rennen zusammengestellt.

Formel 1: Internationale Pressestimmen zum Brasilien-GP

Sebastian Vettel zeigte sich nach dem Rennen sichtlich geknickt - so reagierte die internationale Presse auf den kuriosen Ausgang des GP in Brasilien. Zur Galerie
Sebastian Vettel zeigte sich nach dem Rennen sichtlich geknickt - so reagierte die internationale Presse auf den kuriosen Ausgang des GP in Brasilien. ©

Ferrari-Chef will Streit in Maranello aufklären

Ferraris Teamchef Mattia Binotto will den Crash seiner Fahrer erst in Maranello klären. Das kündigte er am Sonntagabend im Formel-1-Fahrerlager des Großen Preises von Brasilien an. Wenn man es noch mit erhitztem Gemüt mache, würde man die falschen Schlussfolgerungen ziehen, erklärte Binotto. "Den Fahrern sollte in erster Linie das Team leidtun. Es war ein kleiner Crash mit großen Folgen." Es gehe aber nicht darum, jemanden zu bestrafen oder zuerst dafür verantwortlich zu machen, meinte der 50-Jährige.

Der viermalige Weltmeister aus Deutschland hatte den Wagen des Monegassen beim Überholen berührt, dabei war dessen Vorderrad fast abgerissen worden. Vettel schlitzte sich bei der Aktion einen Hinterreifen auf. "Mein Gott, muss das sein", fluchte Vettel unter anderem auf deutsch. Das anschließende Schimpfwort wurde von der Formel-1-Regie weggepiept. Leclerc wütete: "Was zur Hölle." Die Rennkommissare werteten die Aktion als gewöhnlichen Rennunfall. Die Schuldfrage blieb offen.

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Binotto: "Das war für mich eine dumme Aktion"

Binotto hörte sich beide Fahrer zu dem Vorfall an. Da der zweite Platz in der Konstrukteurswertung sicher gewesen war, hatten sie frei fahren dürfen. "Frei fahren heißt aber nicht, sich dumme Aktionen zu erlauben unter zwei Teamkollegen. Und das war für mich eine dumme Aktion", betonte Binotto.

Zu einer Anmerkung, dass Mercedes-Teamchef Toto Wolff zu Hochzeiten des Stallzoffs zwischen Lewis Hamilton und seinem damaligen deutschen Teamkollegen Nico Rosberg einen Verhaltenskatalog erstellt hatte, sagte Binotto: "Ich weiß nicht, was Toto gemacht, ich will es nicht beurteilen und es interessiert mich auch nicht." Das Gute daran sei, dass man es nun für die nächste Saison klären könne, meinte Binotto.