14. Dezember 2020 / 10:33 Uhr

Sebastian Vettel nimmt Abschied von Ferrari: Sechs Jahre mit Pokalen, Pannen und Pleiten

Sebastian Vettel nimmt Abschied von Ferrari: Sechs Jahre mit Pokalen, Pannen und Pleiten

Christian Müller
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sebastian Vettel hat während seiner Zeit bei Ferrari Höhen und Tiefen erlebt. Der SPORTBUZZER zeichnet den Weg des Deutschen beim italienischen Traditionsteam nach.
Sebastian Vettel hat während seiner Zeit bei Ferrari Höhen und Tiefen erlebt. Der SPORTBUZZER zeichnet den Weg des Deutschen beim italienischen Traditionsteam nach. © imago images/Motorsport Images/LAT Images/Etherington/Eibner/Montage
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Nach sechs Jahren verabschiedet sich Sebastian Vettel mit dem letzten Saisonrennen in den Vereinigten Arabischen Emiraten an diesem Sonntag von Ferrari. Der SPORTBUZZER blickt auf die wechselhafte Zeit des viermaligen Formel-1-Weltmeisters bei der Scuderia zurück.

Mit dem letzten Formel-1-Rennen der Corona-Notsaison in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Platz 14 endete am Sonntag die Zeit von Sebastian Vettel bei Ferrari. Was 2015 als Liebesheirat begann, geht nun nach sechs Jahren mit Enttäuschung auf beiden Seiten zuende. Beim Sieg des Niederländers Max Verstappen im Red Bull war Vettel chancenlos und beendete das turbulente Corona-Notjahr als WM-13. so schlecht wie nie zuvor in seiner Karriere in einer kompletten Saison. Zehnmal blieb der Routinier in 17 Rennen punktlos.

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Seinen großen Traum, mit der Scuderia so wie sein großes Idol Michael Schumacher Weltmeister zu werden, konnte sich Vettel mit den Roten nicht erfüllen. Schumacher holte von 2000 bis 2004 fünf seiner insgesamt sieben WM-Titel mit Ferrari. Für Vettel bleibt es vorerst bei den vier Triumphen mit Red Bull von 2010 bis 2013. Der SPORTBUZZER blickt in einer Galerie zurück auf Vettels Jahre bei dem italienischen Traditionsrennstall.

Pokale, Pannen und Pleiten: Die Achterbahn-Jahre von Sebastian Vettel bei Ferrari

Sebastian Vettel hat während seiner Zeit bei Ferrari Höhen und Tiefen erlebt. Der SPORTBUZZER zeichnet den Weg des Deutschen beim italienischen Traditionsteam nach. Zur Galerie
Sebastian Vettel hat während seiner Zeit bei Ferrari Höhen und Tiefen erlebt. Der SPORTBUZZER zeichnet den Weg des Deutschen beim italienischen Traditionsteam nach. ©

Insgesamt fuhr Vettel für die Scuderia 14 Siege ein, den letzten beim Großen Preis von Singapur im Jahr 2019. Bei seinen Vizetiteln 2017 und 2018, als er jeweils fünf Rennen gewann und die Dominanz von Mercedes und Dauer-Weltmeister Lewis Hamilton phasenweise zu brechen schien, war der Hesse einem möglichen WM-Triumph mit Ferrari am nächsten. Doch vor allem im vergangenen und in diesem Jahr häuften sich bei Vettel die Fahrfehler, die ihn Punkte kosteten und bisweilen auch zu Ausfällen führten. Hinzu kamen strategisch ungeschickte Entscheidungen seines Teams, insbesondere 2020 ein nicht konkurrenzfähiges Auto und in Charles Leclerc ein junger Teamkollege, der Vettel nicht nur in der Gunst der Tifosi, sondern auch auf der Strecke zunehmend den Rang ablief.

Schon im Mai, noch vor dem wegen der Coronavirus-Pandemie auf Juli verschobenen Saisonstart, hatten Ferrari und Vettel in einer gemeinsamen Erklärung bekannt gegeben, dass der Deutsche keinen neuen Vertrag bei den Italienern erhalten werde. Nach Monaten der Ungewissheit, ob der viermalige Weltmeister 2021 überhaupt ein Cockpit in der Motorsport-Königsklasse erhalten würde, wurde im September bekannt, dass Vettel künftig für Aston Martin fahren wird. Das Team wird im kommenden Jahr aus dem Racing-Point-Rennstall hervorgehen. Dort wird Vettel versuchen, sich den Traum von seiner fünften WM-Krone doch noch zu erfüllen.