15. Februar 2019 / 18:50 Uhr

Ferrari greift wieder an: Kann Sebastian Vettel mit diesem Auto Weltmeister werden?

Ferrari greift wieder an: Kann Sebastian Vettel mit diesem Auto Weltmeister werden?

Karin Sturm
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sebastian Vettel will mit dem SF90 Weltmeister werden. Das Auto wurde am Freitag in Maranello vorgestellt, Vettels neuer Teamkollege Charles Leclerc postete das kleine Bild mit den Worten Ciao Bella.
Sebastian Vettel will mit dem "SF90" Weltmeister werden. Das Auto wurde am Freitag in Maranello vorgestellt, Vettels neuer Teamkollege Charles Leclerc postete das kleine Bild mit den Worten "Ciao Bella". © dpa/Twitter/@Charles_Leclerc
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Mit dem "SF90" wollen Sebastian Vettel und Ferrari endlich die Mercedes-Dominanz in der Formel 1 durchbrechen. Auch Red Bull startet einen Angriff auf Weltmeister Lewis Hamilton.

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Ginge es nach der Show, dann hätte Ferrari seine Mitkonkurrenten Mercedes und Red Bull erst einmal ausgestochen: Während die auf eine echte Präsentation ihrer neuen Autos verzichteten und nur Infos und Daten der ersten kurzen „Ausfahrten“ verschickten, ließ Ferrari am Stammsitz in Maranello Laserstrahlen blitzen, Eisnebel wabern – und die Welt per Internet daran teilhaben: „Essere Ferrari” – „Ferrari sein”. Mit diesem Motto betonte das italienische Traditionsteam bei der Präsentation des neuen Autos, des SF90, mit dem Sebastian Vettel 2019 endlich wieder Weltmeister werden will, nicht nur die Verbundenheit mit der eigenen großen Geschichte, sondern neuen Teamgeist und den Aufbruch in eine noch erfolgreichere Zukunft.

Nach dem Abgang des zuletzt immer umstritteneren Teamchefs Maurizio Arrivabene und der Beförderung des früheren Technikchefs Mattia Binotto zum neuen Boss soll mit dem in einer auffällig mattroten Lackierung daherkommenden neuen Ferrari nun alles besser werden, die internen Spannungen und Probleme der letzten Saison der Vergangenheit angehören. Das Ziel kann nur der WM-Titel sein. „Das Auto ist zwar keine Revolution, aber ein Beweis für viele Detailverbesserungen, die insgesamt einen großen Fortschritt darstellen können“, so Binotto optimistisch.

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Unter anderem Mercedes, Red Bull und Haas haben ihre neuen Autos für die Saison 2019 präsentiert. Hier findet ihr die Autos im Überblick. ©
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Ferrari soll bei der Motorleistung ein Sprung nach vorne gelungen sein

Offenbar soll im Bereich Motorleistung noch mal ein Sprung nach vorne gelungen sein – und trotz der durch das Reglement bedingten aerodynamischen Einschränkungen im Flügel- und Heckbereich sollen die Antriebswerte sogar besser sein als noch im Vorjahr.

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Auffällig sind die „scharfen Kurven“ von Vettels neuem Dienstfahrzeug: Die Seitenkästen sind nach hinten extrem weit eingezogen und sorgen für den Eindruck einer sehr „schlanken Taille“. Auch Binotto betonte die schmale Heckpartie des Autos und die darunter liegenden Fortschritte bei der noch effizienteren Anordnung der Elemente des Antriebsstrangs.

Vettel steigt am kommenden Wochenende erstmals in sein neues Auto

Vettel kann es kaum erwarten, beim offiziellen Testbeginn am kommenden Wochenende in Barcelona endlich in seinen neuen Wagen einzusteigen. Entgegen einiger in Italien aufgekommener Gerüchte wird er auch 2019 weiterhin mit seinem Renningenieur Ricardo Adami zusammenarbeiten, allerdings sollen wohl die Mechaniker-Crews getauscht werden: Vettel bekommt wohl die Truppe, die letztes Jahr noch für Kimi Räikkönen arbeitete, seine alte Mannschaft soll in Zukunft für seinen neuen Teamkollegen Charles Leclerc arbeiten. Kein ungewöhnliches Vorgehen bei Topteams, um zu stark festgefahrene Strukturen immer mal wieder aufzubrechen – auch Mercedes praktizierte vor zwei Jahren so einen Tausch.

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Dort, bei „Silber“, sieht man vor allem die Änderungen im Aerodynamik-Reglement als neue große Herausforderung: „Wir beginnen bei null und müssen uns erneut beweisen. Es gibt absolut keinen Grund dafür, automatisch anzunehmen, dass wir erneut vorne liegen werden“, sagt Teamchef Toto Wolff – auch wenn Lewis Hamilton nach den ersten Kilometern von seinem neuen Arbeitsgerät begeistert war. James Allison, technischer Direktor der Silbernen, sieht das ähnlich: „Regeländerungen stellen stets sowohl eine Chance als auch eine Gefahr dar. Wer schnell reagieren und clever damit umgehen kann, erhält die Gelegenheit, sich besser als alle anderen Teams anzustellen.“

Red Bull startet mit einem Tarnlook ins neue Jahr

Darauf hofft man auch bei Red Bull, wo man mit einem aggressiven Tarnlook ins Jahr startet und vor allem mit Max Verstappen ebenfalls nach dem Titel greifen will. Der neue RB15 ist dunkelblau mit vielen roten Akzenten. Wichtig zur Abwehr von Spionen: Die Farbe verdeckt gekonnt die neuen technischen Details, von denen es viele gibt – bis hin zu einem horizontalen Steg, der die Vorderradaufhängung und die seitlichen Luftleitbleche verbindet – was man so in der Formel 1 noch nie gesehen hat.

Red-Bull-Motorsportkoordinator Helmut Marko glaubt auch an den großen Wurf mit dem neuen Motorenpartner Honda: „Das Auto lief von Anfang an tadellos. Es herrscht Aufbruchsstimmung. Der Honda-Motor liegt derzeit schon etwas über dem Renault-Motor. Die Zahlen, die da gekommen sind, machen uns echt optimistisch.“

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