22. September 2019 / 16:13 Uhr

Erster Sieg seit über einem Jahr: Sebastian Vettel gewinnt Grand Prix von Singapur

Erster Sieg seit über einem Jahr: Sebastian Vettel gewinnt Grand Prix von Singapur

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Erster Sieg im Jahr 2019: Sebastian Vettel hat den Grand Prix von Singapur gewonnen.
Erster Sieg im Jahr 2019: Sebastian Vettel hat den Grand Prix von Singapur gewonnen. © Getty Images
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Der Bann ist gebrochen: Sebastian Vettel hat sein erstes Formel-1-Rennen in dieser Saison gewonnen. Beim Großen Preis von Singapur gewinnt der deutsche Ferrari-Pilot vor Teamkollege Charles Leclerc und Max Verstappen. Der WM-Führende Lewis Hamilton wird Vierter.

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Sein erster Sieg im Jahr 2019: Der deutsche Ferrari-Pilot Sebastian Vettel hat den Großen Preis von Singapur gewonnen - und damit eine 392 Tage andauernde Sieg-Durststrecke überwunden. Der vierfache Weltmeister gewann zuletzt im August 2018 den Grand Prix von Belgien. "Ich bin sehr glücklich. Es war ein großartiges Rennen. Ein großes Dankeschön ans Team. Ich bin sehr stolz auf die Arbeit von jedem", sagte ein überglücklich und erlöst wirkender Vettel.

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Vettel fährt fehlerfrei zum Sieg - dank besserer Strategie

Hinter dem in einem turbulenten Rennen (drei Safety-Car-Phasen) fehlerfrei fahrenden Vettel kam sein Teamkollege Charles Leclerc als Zweiter ins Ziel. Der Holländer Max Verstappen im Red Bull wurde Dritter. Lewis Hamilton baute seine WM-Führung auf Teamkollege Valtteri Bottas trotz seines vierten Rangs weiter aus. Vettel bleibt in der WM-Wertung Fünfter. Der zweite Deutsche im Feld, Renault-Pilot Nico Hülkenberg, wurde Neunter - und holte damit noch immerhin zwei WM-Zähler.

Die letzten beiden Rennen in Monza und Spa hatte Leclerc gewonnen - Vettel erlebte unterdessen eine Saison mit zahlreichen Fehlern und Crashs. "Die letzten Wochen waren nicht einfach für mich", resümierte Vettel. Doch der Zuspruch von vielen Menschen, die ihm auch Briefe schrieben, hätten ihm Mut gegeben.

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Vettel siegte auch dank einer cleveren Boxenstopp-Strategie. Der auf Startplatz drei ins Rennen gegangene Deutsche ging als Erster der Führungsgruppe in die Box. Dank der frischen Reifen konnte er dadurch den Rückstand auf den bis dato führenden Leclerc aufholen. "Es ist immer schwierig, einen SIeg auf diese Art zu verlieren", sagte Leclerc nüchtern, war aber trotzdem glücklich über den Doppelsieg. "Wir hatten vor dem Rennen nur auf ein Podium gehofft."

Hamilton fiel durch den späteren Stopp hinter Verstappen zurück. Es war erst das zweite Mal in dieser Saison, dass kein Mercedes-Pilot auf dem Siegerpodest stand.

Bummel-Tempo der Spitzenfahrer nach dem Start

Nach einem Vettel-Sieg hatte es zu Beginn noch nicht ausgesehen. 164 Meter Spannung bis zur ersten Kurve, alles ging glatt. Leclerc verteidigte nach dem Erlöschen der Roten Ampeln souverän seine fünfte Pole Position. Vettel versuchte von Position drei aus Hamilton zu attackieren. Der Brite wehrte die Angriffe aber ab. Weiter hinten demolierte sich Nico Hülkenberg auf dem engen Kurs den Wagen und musste nach den ersten fünf Kilometern an die Box, er bekam dabei gleich die härteste Reifenmischung aufgezogen und machte ordentlich Tempo. Der 32 Jahre alte gebürtige Emmericher, der ohne Cockpit fürs kommende Jahr ist, fuhr teilweise über anderthalb Sekunden schneller als die Spitze.

„Ich kann nicht noch langsamer“, funkte Hamilton genervt an den Kommandostand. Das Problem: Wer zu viel Gas gab, den drohten die Reifen auch schneller im Stich zu lassen. Weil aber alle auf eine Einstopp-Strategie setzten, wollten sie den Reifenwechsel so lange wie möglich hinauszögern. Für Spannung sorgte das Bummeltempo an der Spitze erstmal nicht. Wer würde als erster von den Topfahrern zum Reifenwechseln an der Box vorbeikommen? Vettel war's.

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Leclerc sauer auf Ferrari: "Es war nicht fair"

Auf einmal gab auch Hamilton Gas, verkürzte den Rückstand auf Leclerc, der nun auch zum Reifenwechsel rein- und hinter Vettel wieder rauskam. Absicht von Ferrari? Offen. „Was zum Teufel...“, fluchte Leclerc, nachdem er von seinem Renningenieur zu hören bekommen hatte, Druck zu machen. Der Sieger der beiden vergangenen Rennen war stinksauer.

Beide Mercedes blieben noch auf der Strecke. Vorbei war die Bummelei. Ein paar Runden nach Bottas kam auch Hamilton rein und maßgeschneidert vom Team zumindest vor seinem finnischen Gehilfen wieder auf den Kurs. Zur Rennhälfte lief alles zugunsten von Vettel, der bei einem Kompromisslos-Manöver den Toro Rosso von Pierre Gasly touchierte, Antonio Giovinazzi von Ferraris Partnerteam Alfa Romeo ließ Vettel ohne Gegenwehr vorbeiziehen. In Runde 31 führte der 32 Jahre alte Heppenheimer das Feld an.

Und dann passierte es: Das Safety Car musste kommen, wie in jedem Jahr seit dem ersten Rennen in Singapur 2008. George Russell war mit seinem Williams in die Streckenmauer gefahren. Vettels Vorsprung auf Leclerc war dahin, der auf Hamilton auf Rang vier liegend ebenfalls. 21 Runden vor Schluss ging es wieder zur Sache, Vettel blieb vorn. Doch er war noch nicht durch. Sergio Perez sorgte für den nächsten Safety-Car-Einsatz. Vettel blieb wieder cool, Leclerc erzürnte sich noch immer. „Ich mache keine Dummheiten, es war aber nicht fair“, funkte er an die Box. Er kam an Vettel diesmal nicht ran, auch nach der dritten Safety-Car-Phase nicht.

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