26. Juni 2022 / 20:01 Uhr

Sechs schafften es zu Hansi Flick: Das wurde aus den U21-Europameistern von 2021

Sechs schafften es zu Hansi Flick: Das wurde aus den U21-Europameistern von 2021

Tom Vaagt und Timon Zöfelt
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die deutsche U21-Nationalmannschaft kürte sich im vergangenen Jahr zum dritten Mal zum Europameister.
Die deutsche U21-Nationalmannschaft kürte sich im vergangenen Jahr zum dritten Mal zum Europameister. © IMAGO/Sven Simon/MB Media Solutions (Montage)
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Vor rund einem Jahr triumphierte die deutsche U21-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft. Seither tat sich bei den EM-Helden des DFB-Nachwuchses einiges. Für mehrere Profis bedeutete das starke Turnier sogar den Sprung in die A-Auswahl von Bundestrainer Hansi Flick. Der SPORTBUZZER zeigt, was aus den EM-Siegern wurde.

Anfang Juni 2021 krönte sich die deutsche U21-Nationalmannschaft zum dritten Mal nach 2009 und 2019 zum Europameister. Ein verdienter 1:0-Erfolg gegen Portugal setzte das i-Tüpfelchen auf ein starkes Turnier der Auswahl von Trainer Stefan Kuntz. Wer konnte sich bei der U21 für höhere Aufgaben empfehlen? Wer schaffte gar den Sprung in die A-Auswahl von Bundestrainer Hansi Flick? Der SPORTBUZZER, das Sportportal des RedaktionsNetzwerk Deutschlands (RND), zeigt, was aus den Titelträgern von 2021 wurde.

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Tor:

Finn Dahmen
Der Schlussmann stand bei allen sechs Turnierspielen zwischen den Pfosten des DFB-Tores, war besonders beim Sieg im Elfmeterschießen gegen Dänemark, der die deutsche Mannschaft ins Halbfinale hievte, im Mittelpunkt. Gebracht haben ihm die ordentlichen Leistungen im Endrundenverlauf für die nachfolgende Bundesliga-Saison mit Mainz 05 nicht viel. Hinter dem gesetzten Robin Zentner blieb dem 24-Jährigen nur die Rolle des Dauerreservisten. In den letzten beiden Liga-Spielen durfte er dann doch ran – und kassierte drei Gegentore.

Lennart Grill
Ihm blieb hinter Dahmen nur der Platz auf der Bank. Unter Kuntz kam er beim Turnier nicht zum Einsatz, wechselte im anschließenden Transfer-Sommer per Leihe von Bayer Leverkusen nach Norwegen zu SK Brann. Dort erspielte er sich einen festen Platz im Tor, stieg am Ende der Saison jedoch in die 1. Division ab und kam im Januar 2022 zurück nach Leverkusen. Bei der "Werkself" sprang nicht mehr als ein Einsatz gegen Borussia Dortmund am 21. Spieltag heraus, als Stammtorwart Lukas Hradecky coronabedingt passen musste. Nun folgt eine erneute Leihe – diesmal zu Union Berlin.

Markus Schubert
Auch Schalke-Torwart Schubert blieb über den gesamten Turnierverlauf ohne Spielminute. Im Anschluss an die EM ließ ihn der Revierklub in die Niederlande zu Vitesse Arnheim ziehen. Dort stand er in 29 Pflichtspielen zwischen den Pfosten, blieb dabei neun Mal ohne Gegentor.

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Abwehr:

Stephan Ambrosius
Ambrosius blieb unter Kuntz ohne Einsatz, schaffte es nach den Vorrundenspielen nicht mehr in den Kader. Der Grund: Der Defensivspieler zog sich im April 2021 einen Kreuzbandriss zu. An diesem hatte er auch in der abgelaufenen Spielzeit zu knabbern. Erst am 30. Spieltag gab der 23-Jährige sein Kader-Comeback für den Hamburger SV in der 2. Bundesliga, kam jedoch auf keine einzige Pflichtspielminute mehr. Inzwischen denkt er über einen Verbandswechsel nach Ghana nach.

Paul Jaeckel
Der Innenverteidiger wurde lediglich beim Viertelfinal-Erfolg gegen Dänemark für eine knappe halbe Stunde gebraucht. Sein an den EM-Coup anschließender Wechsel von Bundesliga-Aufsteiger Greuther Fürth zu Union Berlin bedeutete für ihn einen Sprung auf Klubebene: Bei den Köpenickern trat er als verlässliche Stütze in der Defensive auf, absolvierte wettbewerbsübergreifend 32 Pflichtspiele und war als Stammkraft an Platz fünf und dem Europa-League-Einzug der Berliner beteiligt.

Ismail Jakobs
Vom Leistungsträger beim 1. FC Köln zum Backup auf der Linksverteidigerposition bei der U21: Kuntz bot Jakobs im Turnierverlauf nur einmal von Beginn an auf, insgesamt kam der Defensivmann aber auf fünf Einsätze und hatte seinen Anteil am EM-Triumph. Der Lohn: Ligue-1-Klub AS Monaco sicherte sich die Dienste des 22-Jährigen für 6,5 Millionen Euro. Obwohl er noch in Frankreich nicht vollends als Stammkraft etabliert ist, sammelte er regelmäßig Einsatzminuten. 39 Pflichtspiele standen am Saisonende zu Buche. Als Dritter darf er mit Monaco in die Champions-League-Qualifikation.

Maxim Leitsch
Der Bochum-Verteidiger blieb in der EM-Gruppenphase ohne Einsatz, musste die Reise zur K.o.-Phase dann auch noch verletzungsbedingt absagen. Auch zu Saisonbeginn machten ihm Oberschenkelprobleme massiv zu schaffen, wodurch er bei den ersten zwölf Bundesliga-Spiele zum Zuschauen verdammt war. Ab dem zweiten Drittel der Spielzeit war der 24-Jährige unter Trainer Thomas Reis aber gesetzt, kam noch auf 22 Pflichtspiele (ein Tor) und wechselt nach einem starken zehnten Platz mit dem VfL zur neuen Saison zu Mainz 05 – Kostenpunkt drei Millionen Euro.

Lars Lukas Mai
Der 22-Jährige profitierte von der Leitsch-Absage, wurde von Kuntz für die Endrunde nachnominiert und durfte immerhin einmal ran. Im Viertelfinale gegen Dänemark legte der 1,90m-Hüne auch gleich einen Treffer vor. Werder Bremen wurde auf den Verteidiger des FC Bayern München aufmerksam und sicherte sich dessen Dienste auf Leihbasis. Zunächst als Stammspieler gut angekommen, verlor er seinen Platz im Ensemble der Hanseaten in der zweiten Saisonhälfte – kam am Ende auf 17 Pflichtspiele für den Aufsteiger. Nach seiner FCB-Rückkehr folgte der endgültige Abschied zum FC Lugano in der Schweiz.

Amos Pieper
Kein Weg führte für Trainer Kuntz in der Abwehrzentrale an Pieper vorbei. Der Verteidiger von Arminia Bielefeld verpasste auf dem Weg zum Titel keine einzige Spielminute. Auch in Bielefeld gab es in der Folge an seinem Stammplatz nichts zu rütteln. Bitter: Mit den Ostwestfalen musste Pieper den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Der Bundesliga bleibt der 24-Jährige dennoch erhalten: Liga-Neuling Werder Bremen holte ihn ablösefrei in die Hansestadt.

David Raum
Für David Raum war die U21-EM ein geeignetes Schaufenster, um sich in den Fokus der A-Auswahl zu spielen. Und das gelang: Der Außenverteidiger stand in jedem Spiel auf dem Platz und feierte rund drei Monate nach dem Triumph sein Debüt unter Bundestrainer Hansi Flick. Der 24-Jährige kam gegen Armenien (6:0) zu seinem ersten A-Länderspiel, acht weitere folgten bislang. Der Defensivmann von der TSG Hoffenheim gilt als heißer Kandidat für die WM in Katar, wird zudem nachdrücklich mit einem Transfer zu Borussia Dortmund in Verbindung gebracht.

Nico Schlotterbeck
Bei Schlotterbeck dauerte es mit der Flick-Berufung zwar etwas länger, im März 2022 gegen Israel durfte sich der Innenverteidiger dann aber doch zum ersten Mal das Trikot der A-Nationalmannschaft überstreifen. Auch er wird wohl zum WM-Kader gehören, war in der Nations League zuletzt gesetzt und hat inzwischen vier Länderspiele absolviert. Auch mit dem SC Freiburg gelang ihm mit Platz sechs in der Bundesliga sowie dem Erreichen des DFB-Pokalfinals eine starke Saison. Im Sommer führt ihn der Weg zum BVB. Die Westfalen zahlen für ihn 20 Millionen Euro.

Malick Thiaw
Bei der U21-EM wurde Thiaw nicht gebraucht, bekam keine einzige Spielminute und war bei der K.o.-Phase schon gar nicht mehr dabei. Bei seinem Jugendklub Schalke 04 ist das Eigengewächs jedoch kaum wegzudenken: Auch in der abgelaufenen Saison spulte der 20-Jährige 32 Pflichtspiele ab und zählt zu den absoluten Leistungsträgern im Team. Zur kommenden Spielzeit darf er sich mit dem Revierklub nach dem gelungenen Aufstieg wieder in der Erstklassigkeit beweisen.

Josha Vagnoman
Während des Turniers wurden Vagnoman die körperlichen Strapazen zu viel. Halbfinale und Endspiel verpasste die vorherige Defensivstütze angeschlagen. Im Anschluss setzte ihn zunächst ein Muskelfaser- und kurz darauf ein Sehnenriss lange außer Gefecht. Im letzten Saisondrittel kämpfte sich der 21-Jährige zurück und war beim Hamburger SV schnell wieder ein wichtiger Mann. Nach dem abermals verpassten Aufstieg könnte seine Zeit beim HSV nach zwölf Jahren vorbei sein: Der VfB Stuttgart soll kurz vor einem Transfer des Rechtsverteidigers stehen.


Mittelfeld/Sturm:

Karim Adeyemi
Der Offensivallrounder zählt zu den größten Durchstartern des EM-Kaders – obwohl er während des Turniers nur auf drei Joker-Einsätze kam und ohne Tor blieb. Rund zwei Monate nach dem Gewinn des Titels debütierte Adeyemi in der A-Nationalmannschaft, bringt es inzwischen auf vier Länderspiele und ist heißer Kandidat für einen Platz im WM-Aufgebot von Flick. Auch auf Vereinsebene ging es für den 20-Jährigen rasant weiter. Bei RB Salzburg brachte er es auf 23 Tore in 43 Pflichtspielen. Künftig stürmt er für Borussia Dortmund. Ablöse: 30 Millionen Euro.

Shinta Appelkamp
Der gebürtige Japaner blieb während der EM ohne Einsatz und wartet noch auf den großen Durchbruch. Beim Zweitligisten Fortuna Düsseldorf zählt der offensive Mittelfeldspieler zum Stammpersonal und wurde in der vergangenen Saison einzig durch Corona und Verletzungen ausgebremst. Am Ende der vergangenen Saison standen für ihn 26 Pflichtspiel-Einsätze und drei Tore zu Buche.

Ridle Baku
Baku bestritt schon vor der U21-EM sein erstes von inzwischen insgesamt vier A-Länderspielen und hatte eigentlich darauf gehofft, mit den "Großen" zur Europameisterschaft zu fahren. Der damalige Bundestrainer Joachim Löw verzichtete jedoch auf den Wolfsburger. Bei Kuntz nahm er dann aber eine tragende Rolle ein, spielte jede Partie und trug mit zwei Toren und drei Vorlagen zum Titelgewinn bei. Danach wurde er mit verschiedenen Top-Klubs in Verbindung gebracht, blieb jedoch beim VfL und stand in der vergangenen Saison in jedem Bundesliga-Spiel auf dem Feld. Bei Flick blieb er zuletzt aber außen vor.

Mergim Berisha
Der Stürmer brachte es bei der EM zwar nur auf einen Treffer, bestritt aber jedes Spiel und war ein wichtiger Faktor beim Gewinn des Titels. Nach dem Turnier wechselte er für fünf Millionen Euro von RB Salzburg zu Fenerbahce Istanbul – und verschwand ein wenig aus dem Fokus der deutschen Öffentlichkeit. In seiner ersten Saison in der Süper Lig lief es für Berisha nicht immer wie erhofft, gerade zum Ende der Spielzeit nahmen seine Einsatzzeiten immer mehr ab. In 31 Pflichtspielen gelangen ihm sieben Tore.

Die WM-Kandidaten der DFB-Elf im Chancen-Check

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Jonathan Burkardt
Burkardt war in allen sechs EM-Spielen dabei und steuerte jeweils ein Tor und eine Vorlage zum Titelgewinn bei. Anschließend spielte er eine gute Bundesliga-Saison bei Mainz 05 (34 Einsätze, elf Tore) und erlebte dabei einen goldenen Herbst: Im Oktober und November gelangen ihm in fünf Partien fünf Treffer. Die erhoffte Einladung von Flick blieb jedoch aus. Stattdessen ist Burkardt weiter eine feste Größe in der U21 und dort inzwischen Kapitän.

Niklas Dorsch
Der Mittelfeldspieler kehrte im Anschluss an die EM, wo er seinem Team einzig im Viertelfinale gegen Dänemark wegen einer Gelbsperre fehlte, nach einem einjährigen Gastspiel bei KAA Gent in Belgien nach Deutschland zurück. Dorsch wechselte für sieben Millionen Euro zum FC Augsburg und etablierte sich dort mit 30 Einsätzen als Bundesliga-Profi. Trotz des Klassenerhalts nahm die Saison für den 24-Jährigen ein unschönes Ende. Beim 2:1 am letzten Spieltag gegen die SpVgg Greuther Fürth brach er sich das Schlüsselbein.

Vitaly Janelt
Janelt spielte bei der EM keine tragende Rolle und kam lediglich auf vier kurze Einsätze – dafür startete er in der vergangenen Saison bei Premier-League-Aufsteiger FC Brentford mächtig durch. Der Mittelfeldspieler brachte es in der stärksten Liga der Welt auf 31 Spiele und schraubte seinen Marktwert laut transfermarkt.de auf 14 Millionen Euro. 2020 hatte Brentford für Janelts Dienste lediglich 600.000 Euro an den VfL Bochum überwiesen. Zuletzt galt der 24-Jährige auch als Kandidat für Flick, blieb bislang aber ohne Einladung.

Mateo Klimowicz
Der gebürtige Argentinier und Sohn des früheren Bundesliga-Stürmers Diego Klimowicz geriet nach der EM, wo er viermal zum Zuge kam, ein wenig ins Stocken. Beim VfB Stuttgart setzte er sich nicht wie erhofft durch und spielte in der Rückrunde der vergangenen Saison kaum noch eine Rolle in den Planungen der Schwaben. Insgesamt bestritt er 15 Bundesliga-Partien, in denen er ohne Torerfolg blieb. Nun gilt der Offensivallrounder als Verkaufskandidat und wurde zuletzt unter anderem mit Sampdoria Genua in Verbindung gebracht.

Florian Krüger
Für den Stürmer ging es nach einem Einsatz in der EM-Vorrunde von Erzgebirge Aue zu Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld. Die Ostwestfalen überwiesen eine Million Euro und erhofften sich von Krüger vor allem Torgefahr. Eine Hoffnung, die nicht erfüllt wurde. In 27 Partien traf der Angreifer nur einmal ins Schwarze und stieg mit dem Klub am Ende in die 2. Liga ab.

Arne Maier
Der EM-Kapitän war der vielleicht wichtigste Fixpunkt in der Mannschaft von Kuntz, dirigierte das Spiel umsichtig und ging als Führungspersönlichkeit voran. Qualitäten, die der 23-Jährige in der Bundesliga bislang noch nicht konstant abrufen konnte. Nach einer Leihe bei Arminia Bielefeld wurde Maier nach der Europameisterschaft von Hertha BSC an den FC Augsburg weitergereicht. In einer schwierigen Saison brachte es Maier dort in 29 Einsätzen auf ein Tor und immerhin sieben Vorlagen. Der FCA verpflichtete ihn für fünf Millionen Euro schließlich fest.

Youssoufa Moukoko
Deutschlands größtes Sturm-Talent stand als damals noch 16-Jähriger während der EM-Vorrunde im Kader, verpasste die Endrunde dann aber verletzungsbedingt. Körperliche Probleme begleiteten das BVB-Juwel dann auch durch die anschließende Bundesliga-Saison. So kam er bei Borussia Dortmund meist nur zu kurzen Einsätzen und zwei Toren in 16 Spielen. In der aktuellen U21 wies er sein Können konstanter aus, wenn er denn fit war. Seine Bilanz für die DFB-Junioren: Vier Partien, sechs Tore.

Lukas Nmecha
Der Schütze des Siegtores im Finale gegen Portugal brachte es während der EM auf insgesamt vier Treffer und galt als unumstrittener Anführer der Offensive. Nach dem Turnier ging es für ihn von Manchester City, das ihn zuvor an den RSC Anderlecht ausgeliehen hatte, zum VfL Wolfsburg weiter. Die Niedersachsen überwiesen acht Millionen Euro und Nmecha wurde im vergangenen November zum A-Nationalspieler. Insgesamt bringt er es mittlerweile auf sechs Länderspiele. Beim VfL gelangen ihm acht Tore in 25 Bundesliga-Spielen.

Salih Özcan
Der Mittelfeldspieler bestritt auf dem Weg zum Titel vier Spiele und machte anschließend weitere große Entwicklungssprünge. Nachdem er beim 1. FC Köln in der vergangenen Saison zu den unumstrittenen Leistungsträgern zählte, wechselt er zur kommenden Spielzeit für fünf Millionen Euro zu Borussia Dortmund. Flick und die deutsche Nationalmannschaft werden von Özcans Fortschritten allerdings nicht mehr profitieren. Der Profi entschied sich, für die Türkei aufzulaufen. Dort bestritt er unter Kuntz bislang fünf Länderspiele.

Anton Stach
Stach wechselte nach fünf EM-Einsätzen für 3,5 Millionen Euro von der SpVgg Greuther Fürth zu Mainz 05 und entwickelte sich dort durch 29 Spiele (ein Tor, sechs Vorlagen) zum gestandenen Bundesliga-Profi. Mehr noch: Im vergangenen März wurde er von Flick für viele überraschend in die A-Nationalmannschaft berufen und debütierte beim 2:0 gegen Israel. Mitte des Monats bestritt der Mittelfeldspieler gegen Italien (5:2) sein zweites Länderspiel.

Florian Wirtz
Das vielleicht größte deutsche Talent verpasste die EM-Vorrunde, weil es damals bereits im Kader der A-Nationalmannschaft stand. Bei der Endrunde war Wirtz dann aber für das Team von Kuntz im Einsatz und schoss beim 2:1 im Halbfinale gegen die Niederlande beide DFB-Tore. Anschließend ging es rasant weiter: Im September bestritt der Offensivallrounder sein erstes von vier Länderspielen, in der Bundesliga zeigte er bärenstarke Leistungen. In 24 Partien erzielte er sieben Tore und legte zehn Treffer vor. Im vergangenen März zog sich Wirtz dann aber einen Kreuzbandriss zu. Nun kämpft er um sein Comeback und das Ticket für die WM in Katar.

Trainer:

Stefan Kuntz
Für Stefan Kuntz war nach der EM – seinem dritten Finale innerhalb von vier Jahren – und der anschließend verkorksten Olympia-Teilnahme mit einem Rumpfkader Schluss als Trainer der deutschen U21. Denn: Die Türkei klopfte an und bot ihm eine Stelle als Auswahlcoach der A-Nationalmannschaft an. Mit drei Siegen und einem Unentschieden schaffte es Kuntz mit der türkischen Mannschaft noch in die Playoffs für die Katar-WM, scheiterte dort aber an Portugal. In der Nations League besiegten die Türken ihre Gegner Luxemburg (2:0), Färöer (4:0) und Litauen (6:0, 2:0) bislang problemlos und ohne Gegentreffer.

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