14. November 2016 / 17:10 Uhr

Sechs Tore in sechs Minuten - Tauchas D-Junioren in Torlaune

Sechs Tore in sechs Minuten - Tauchas D-Junioren in Torlaune

Kai Rachner
SPORTBUZZER-Nutzer
Sechs Tore in sechs Minuten - Tauchas D-Junioren in Torlaune USER-BEITRAG
Sechs Tore in sechs Minuten - Tauchas D-Junioren in Torlaune © Christian Modla
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Nach torloser erster Hälfte ballern sich die Saewe/Pörtzel-Jungs zum 9:0-Kantersieg.

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Ein spektakuläres Torfestival bekamen die treuen Fans der D-Junioren der SG Taucha 99 am Samstag geboten. Gegner Tapfer 06 Leipzig wurde am Ende mit einem Neunerpack gedemütigt. Doch bis zur Pause sah es nicht nach einem solch deutlichen Resultat aus. Wir starteten mit einem Elferkader. Fynn im Kasten, die Stammabwehr aus Anton, Jonas H. und Louis, das Mittelfeld besetzt mit Paul, Noah und Simon F. und im Sturmzentrum Jonas G. Die winterlichen Temperaturen zogen uns die latente Müdigkeit aus den Knochen und nach respektabler Erwärmung ging es pünktlich los. Wir rissen die Spielkontrolle sofort an uns und liessen den Gegner laufen. Tapfer verteidigte von Beginn an mit Mann und Maus und machte das Zentrum mit sechs Mann dicht. Trotzdem stürzten wir die Gäste von einer Verlegenheit in die andere. Anton setzte schon nach zwei Minuten einen Direktschuss an. Jedoch liess der Torhüter der Tapfer-Kicker den Torschrei der Zuschauer im Halse ersticken, als er das Geschoss aus dem Winkel fischte.

Das sollte richtungsweisend für die erste Spielhälfte sein, denn der Goalie schien seinen Kasten vernagelt zu haben. Im Stile eines Klassemannes machte er ein Dutzend bester Chancen zunichte. Wir staunten nicht schlecht und schossen ihn nun noch richtig on fire, in dem wir die Präzision im Abschluss vermissen liessen. So zielte Jonas G. in Minute elf völlig freigespielt knapp daneben. Dann parierte der Schlussmann einen Paulschuss aus Nahdistanz, bevor er einen Kopfball von Noah, der gegen die Laufrichtung angesetzt war, mit Reflex entschärfte. Zwischenzeitlich traf Paul noch den Innenpfosten und Simon scheiterte mit zwei Versuchen aus der Distanz am Mann mit den Tausend Händen und Füssen. Als auch Noah kurz vorm Pausentee aus Nahdistanz nicht erfolgreich war, zeichnete sich langsam Verzweiflung in unseren Augen ab. Aber es war je erst Halbzeit und bekanntlich ist die Ente hinten fett. Noch nie zuvor hatten wir so viele Chancen in einer Spielhälfte kreiert. Das machte uns Mut für den weiteren Spielverlauf.

In den ersten fünf Minuten nach Wiederanpfiff das gleiche Bild. Wir rennen wild an und nageln die Gäste an deren Strafraum fest. Teilweise sah es aus wie Grossfeldhandball, aber Tapfer machte seinem Namen alle Ehre und kämpfte mit Allem, was sie hatten. Unsere Defensive war an diesem Tage beschäftigungslos, die Gäste schossen nicht ein einziges Mal auf unseren Kasten. Somit schalteten sich auch die Abwehrspieler verstärkt in unsere Offensivbemühungen ein und Anton leitete mit Ballgewinn und exaktem Pass auf Simon F. die Führung ein. Mit straffem Flachschuss konnte er zur stürmisch gefeierten Führung ein netzen. Das war der Dosenöffner, denn danach war es um die Tapfer – Mannschaft geschehen. In einem wahren Offensivfeuerwerk erzielten wir in den anschliessenden fünf Minuten weiter fünf Treffer. Wie ein Tornado fegten wir über den Gegner hinweg und völlig konträr zur ersten Hälfte, war nun jeder Schuss ein Treffer.

Die bemitleidenswerten Gäste ergaben sich in ihr Schicksal und schlichen nun mit hängenden Köpfen über das Kunstrasengeläuf. Paul erhöhte nach Traumkombination über Simon F. und Marvin aus kurzer Entferung zum 2:0. Das 3:0 machte Marvin nach Ballgewinn direkt vom gegnerischen Anstoss weg. Dann war Noah dran, der wieder nach Anstoss von Tapfer und Ballgewinn durch Simon F. plötzlich vollkommen frei stand und per Schlenzer zum 4:0 erhöhte. Den nächsten Treffer steuerte der überaus agile Simon F. selbst bei, mittels humorlosem Flachschluss. Dann war wieder Marvin dran, der einen Ballgewinn erfolgreich in den Treffer zum 6:0 ummünzen konnte. Auch das nächste Tor zum 7:0 war sehenswert. Erneut nahm sich Simon F. ein Herz und drosch die Pille mit Gewaltschuss in die Maschen. Zwischenzeitlich konnte sich auch der Schlussmann der Gäste nochmals auszeichnen, als er weitere Möglichkeiten unsererseits vereitelte. In den letzten Minuten erhöhte auch noch Simon H. sein stattliches Torekonto um zwei weitere Treffer, als er jeweils unter Begleitschutz der Gäste erfolgreich einnetzen durfte.  Dann hatten es die Tapferkicker überstanden und durften froh sein, keine zweistellige Schmach erlitten zu haben.

Fazit: Schon in Halbzeit eins zogen wir ein wahnsinniges Powerplay auf und erspielten Chancen im Minutentakt. Jedoch klebte uns das Schusspech an den Stiefeln und die Gäste hatten einen wahren Hexer im Tor. Nach dem Wechsel spielten wir uns in einen Rausch und überrannten den Gegner gnadenlos. Mit diesem turmhohen Sieg haben wir auch unsere Tordifferenz beachtlich aufgemöbelt. Wir etablieren uns weiter in der Spitzengruppe unserer Liga. Damit hätte wohl vor der Saison ein Mutiger bei einem asiatischen Onlinewettanbieter ordentlich Kohle machen können. Unter der Woche wollen wir ins Viertelfinale des Stadtpokals einziehen. Gegner ist auswärts die Spielgemeinschaft aus Thekla und Plaussig. Dort müssen wir unserer Favoritenrolle ohne Wenn und Aber gerecht werden.  Vielleicht können wir auch etwas Kraft sparen für das nächste Auswärtspunktspiel am Sonntag bei der Zweitvertretung von Olympia. Diese kämpft um den Klassenverbleib und trotzte beim 0:1 dem Spitzenreiter LSC am letzten Wochenende beinahe einen Punkt ab. Wir sollten gewarnt sein.

Taucha mit:  Fynn –Anton, Jonas H., Louis – Paul (Maximilian), Noah, Simon F.  – Jonas G. (Simon H., Marvin)

Tore:  1:0 (37.) Simon F., 2:0 (39.) Paul, 3:0 (40.) Marvin, 4:0 (41.) Noah, 5:0 (42.) Simon F., 6:0 (43.) Marvin, 7:0 (49.) Simon F., 8:0 (58.) Simon H., 9:0 (60.) Simon H.

Zuschauer: 33