17. Dezember 2018 / 18:47 Uhr

Sechs Viertelfinalisten stehen fest - SV Dallgow revanchiert sich (mit Galerien)

Sechs Viertelfinalisten stehen fest - SV Dallgow revanchiert sich (mit Galerien)

Hartmut Domagala
Märkische Allgemeine Zeitung
Fußball-Kreispokal, Achtelfinale: Eintracht Falkensee – SV Dallgow 47 Foto: Tanja M. Marotzke
Der SV Dallgow (grüne Trikots) hat sich bei Eintracht Falkensee den Viertelfinaleinzug gesichert. © Tanja M. Marotzke
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Kreispokal Havelland: Das Achtelfinale in der Zusammenfassung.

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Am 3. Advent stand auf dem Spielplan das Achtelfinale im Kreispokal Havelland, es konnten auf Grund von Terminüberschneidungen nur sechs Spiele stattfinden. Die beiden direkten Landesklasse-Duelle werden am 9. Februar 2019 nachgeholt, die nächste Runde wird am 16. und 17. Februar 2019 gespielt. Die Auslosung dazu findet voraussichtlich bei einem der zahlreichen Hallenturniere statt.

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In den sechs Spielen gab es keine Verlängerungen, alle Spiele wurden in der normalen Spielzeit entschieden. Auch blieben Überraschungen aus, sieht man von dem klaren Erfolg der Saarmunder mit 5:0 gegen die Spargelstädter ab. Auch das Weiterkommen von Fortuna Babelsberg III kam nicht völlig unerwartet, so kann der Verein des Pokalverteidigers zumindest im Wettbewerb überwintern. Erfolgreiche späte Revanche nahm der SV Dallgow beim 2:0-Erfolg in Falkensee beim Herbstmeister der Kreisoberliga und steht so als einer von fünf Kreisoberligisten im Viertelfinale.

Eintracht Falkensee – SV Dallgow 0:2 (0:0). Tore: 0:1 Daniel Knetsch (81.), 0:2 Patrick Kossmann (85.). Schiedsrichter: Jan Basener (Brandenburg), Zuschauer: 80.

Eine Spitzenansetzung in der Kreisoberliga in dieser Saison. Erst vor einer Woche gab es diese Paarung, allerdings in Dallgow. Dort hatte die Eintracht mit 2:0 das bessere Ende für sich und sicherte sich die inoffizielle Herbstmeisterschaft. Auch das Pokalspiel war lange offen, begegneten sich beide doch mit Respekt. Torlos ging es in die Pause zum wärmenden Tee und auch nach Wiederanpfiff ging es ohne Tore weiter. Mit zunehmender Spielzeit wurde es immer klarer: Wer das erste Tor erzielt, gewinnt. Dies gelang in der 81. Minute Daniel Knetsch, danach setzten die Gastgeber alles auf eine Karte und fingen sich so den entscheidenden Konter zum 0:2 durch Patrick Kossmann ein. Basierend auf einer konzentrierten Abwehrleistung gelang dem SV Dallgow nicht nur die sofortige Revanche, sondern auch der Einzug ins Viertelfinale.


In Bildern: Eintracht Falkensee unterliegt SV Dallgow im Kreispokal mit 0:2 (0:0).

Eintracht Falkensee (orangene Trikots) verliert im Achtelfinale des Kreispokals mit 0:2 (0:0) gegen den SV Dallgow (grüne Trikots). Zur Galerie
Eintracht Falkensee (orangene Trikots) verliert im Achtelfinale des Kreispokals mit 0:2 (0:0) gegen den SV Dallgow (grüne Trikots). © Tanja M. Marotzke

FSV Babelsberg 74 II – Empor Schenkenberg 1:5 (0:2). Tore: 0:1 Daniel Meyer (5.), 0:2 Max-Bennet Säger (11.), 0:3 Florian Strehlau (53.), 1:3 Tony Manuel Lerbs (68.), 1:4 Säger (80.), 1:5 Chris Mahnke (90.). Schiedsrichter: Wilko Witte (Nauen), Zuschauer: 45.

Vor dem Anpfiff gab es Hoffnungen auf eine Überraschung im Lager der Gastgeber gegen eine der stärksten Mannschaften der Kreisoberliga. Diese waren jedoch schon nach elf Minuten deutlich geschwunden. Die Schenkenberger beschäftigten sich nicht mit dem kleinen Platz im Vorfeld, sondern setzten gleich deutliche Zeichen. Daniel Meyer und Max Säger sorgten mit ihren Toren eigentlich schon für eine Entscheidung, danach gab der Vorsprung ausreichend Sicherheit. In der 53. Minute dann das endgültige Aus für die 74-er mit dem 0:3 durch Florian Strehlau. In der letzten halben Stunde war die Luft raus, die weiteren Treffer waren nur noch von statistischem Wert. In dieser Form ist der SV Empor Schenkenberg ein ernsthafter Kandidat in dem diesjährigen Pokalwettbewerb. Bemerkenswert: Schiedsrichter Wilko Witte kam ohne Karten aus.

Optik Rathenow II – Blau Gelb Falkensee 0:1 (0:0). Tor: 0:1 Yavuz Cakmak (53.). Schiedsrichter: Falko Kampf (Lehnin), Zuschauer: 10.

Nur zehn Zuschauer belohnten den bisher guten Pokalauftritt der zweiten Mannschaft von Optik. Mit Blau-Gelb Falkensse kam eine Spitzenmannschaft der Kreisoberliga nach Rathenow und tat sich als Favorit sehr schwer. Die Gastgeber standen hinten sicher und hatten auch das nötige Spielglück, so dass es torlos in die Pause ging. Trainer Thomas Achterberg muss dann die richtigen Worte gefunden haben, Yavuz Cakmak gelang dann der beruhigende Führungstreffer. Dass dies das Tor des Tages bedeutete, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. Die Ratehnower Bemühungen endeten zumeist am Strafraum, die möglichen Konter zur Entscheidung wurden nicht konzentriert genug ausgespielt.

In Bildern: Optik Rathenow II scheidet im Achtelfinale des Kreispokals aus.

Die Rathenower (in orange) und das Team aus Falkensee boten sich ein enges Spiel. Zur Galerie
Die Rathenower (in orange) und das Team aus Falkensee boten sich ein enges Spiel. © Christoph Laak

SV 71 Busendorf – Alemania Fohrde 2:3 (2:2). Tore: 1:0 Lucas Regel (4.), 1:1 Maximilian Albrecht (14.), 2:1 Timo Schrödel (20.), 2:2 Marco Jahn (27.), 2:3 Philipp Mangelsdorf (80.). Schiedsrichter: Andreas Schmidt (Potsdam), Zuschauer: 30.

Kreisliga gegen Kreisoberliga, das ist eigentlich ein Wunschlos im Kreispokal, der „Kleinere“ kann sich beweisen. Dies gelang den Busendorfern über weite Teile des Spiels sehr ordentlich, beim Abpfiff stand man aber mit leeren Händen da. Lucas Regel erzielte nach vier Minuten bereits die Führung für den Außenseiter, dadurch war von Beginn an Musik im Spiel. Es entwickelte sich sofort eine packende Partie mit Möglichkeiten auf beiden Seiten, nach einer halben Stunde stand es 2:2, danach beruhigte sich das Spiel. In der zweiten Hälfte hatten beide Möglichkeiten zum Sieg, letztendlich brachte Philipp Mangelsdorf den Favoriten zehn Minuten vor dem Abpfiff eine Runde weiter und sorgte so für mehr Freude bei der Weihnachtsfeier.

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Fortuna Babelsberg III – Caputher SV 2:1 (2:0). Tore: 1:0 Philipp Zimmermann (9.), 2:0 Justus Kautz (34.), 2:1 Riccardo Piazza (60.). Schiedsrichter: Denny Müller (Potsdam), Zuschauer: 75.

Eine völlig offene Partie von der ersten Minute bis zum Abpfiff von zwei Mannschaften, die gleichwertig waren. Der Zwei-Klassenunterschied war kaum erkennbar, auch weil der Gastgeber sich regelkonform verstärken konnte. Zur Pause schien das Spiel schon entschieden, nach dem Tunneltor von Philipp Zimmermann und dem haltbar erscheinenden Freistoß von Justus Kautz aus gut 25 Metern. Nach einer Stunde reagierte Riccardo Piazza am schnellsten und erzielte per Kopf den Anschluss. Die Fortuna-Abwehr stand aber sicher und so konnte der knappe Vorsprung über die Zeit gebracht werden, nun wartet in der kommenden Runde ein erneutes Heimspiel gegen sicher ein anderes Kaliber.

In Bildern: Fortuna Babelsberg III zieht gegen den Caputher SV ins Pokalviertelfinale ein.

Fortuna Babelsberg III (orangene Trikots) hat sich im Kreispokal 2:1 (2:0) gegen den Caputher SV (grüne Trikots) durchgesetzt. Zur Galerie
Fortuna Babelsberg III (orangene Trikots) hat sich im Kreispokal 2:1 (2:0) gegen den Caputher SV (grüne Trikots) durchgesetzt. © Benjamin Feller

SG Saarmund – Blau Weiss Beelitz 5:0 (2:0). Tore: 1:0, 2:0 Mircea Popa (3., 21.), 3:0 Marc Schmandke (59.), 4:0 Popa (60.), 5:0 Edwin Dresler (86.). Schiedsrichter: Marc Kreissl (Ziesar), Zuschauer: 45.

Das Jahr 2018 geht für die Saarmunder nun noch versöhnlich zu Ende. Im Sommer konnte man sich am letzten Spieltag vor dem Abstieg retten und in den letzten Punktspielen wurde man stabiler. Nun folgt der erste Einzug ins Viertelfinale, in einem Spiel, das man von Beginn an dominierte. Der junge Mircea Popa avancierte zum Spieler des Spiels, mit insgesamt drei Treffern, konnte er doch bereits nach drei Minuten die Führung erzielen, die natürlich Sicherheit gab. Basierend auf einer starke Abwehr wartete man immer wieder geduldig auf die Möglichkeiten, das Spiel war spätestens nach dem Doppelschlag von Marc Schmandke und Mircea Popa nach einer Stunde endgültig entschieden. Für die Spargelstädter traf genau das Gegenteil zu, in Beelitz heißt es jetzt, die Kräfte zu sammeln und im Februar den Abstiegskampf in der Kreisoberliga anzunehmen.

SG Michendorf – Potsdamer Kickers und VfL Nauen – Eintracht Glindow: 9. Februar 2019.