14. Februar 2022 / 21:06 Uhr

Sechs Wolfsburg-Tore in zwei Spielen: Für Schmadtke liegt's auch an den Neuen

Sechs Wolfsburg-Tore in zwei Spielen: Für Schmadtke liegt's auch an den Neuen

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Endlich wieder Tore: VfL-Manager Jörg Schmadtke (l.) macht's auch an Max Kruse und Jonas Wind fest.
Endlich wieder Tore: VfL-Manager Jörg Schmadtke (l.) macht's auch an Max Kruse und Jonas Wind fest. © Roland Hermstein
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Der VfL Wolfsburg hat in den vergangenen zwei Liga-Spielen sechs Tore geschossen und damit seine Offensivpower wiedergefunden. Manager Jörg Schmadtke macht das auch an beiden Neuzugängen Max Kruse und Jonas Wind fest.

4:1 gegen Fürth, 2:0 in Frankfurt - der VfL kämpft sich Schritt für Schritt aus dem Abstiegskampf und hat auch das Toreschießen wieder für sich entdeckt. War der Wolfsburger Fußball-Bundesligist vor der Partie gegen die Kleeblätter in vier Partien ohne Treffer geblieben, erzielte er in den vergangenen beiden Duellen insgesamt sechs Tore. Manager Jörg Schmadtke macht die wiedergewonnene Offensivpower auch an den Neuzugängen fest.

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Sechs Tore in zwei Partien nacheinander - das hat der VfL in dieser Saison noch nicht geschafft. Gegen Fürth waren Aster Vranckx (2), Maximilian Arnold und Maximilian Philipp erfolgreich, in Frankfurt erzielte Wolfsburg-Rückkehrer Max Kruse per Foulelfmeter die Führung, ehe Dodi Lukebakio in der Nachspielzeit für die Entscheidung sorgte. "Die Anfangsphase fand ich nicht so gut", sagt Schmadtke über das Spiel bei der Eintracht kritisch, lobte aber auch: "Dann haben wir uns gesteigert und einen guten mannschaftlichen Auftritt hingelegt. Viele unserer Tugenden aus der Vergangenheit haben wir auf den Platz gebracht."

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Defensiv standen die Wolfsburger gut, offensiv zeigten sie sich treffsicher. Nach den Abgängen von Wout Weghorst (FC Burnley) und Daniel Ginczek (Fortuna Düsseldorf) harmoniert der neu formierte Angriff immer besser. Kruse und auch Jonas Wind haben sich gut eingefügt. "Sie tun unserem Spiel gut, weil sie sich anders bewegen. Sie erkennen die Räume", freut sich Schmadtke. Und beide arbeiten für das Team, in Frankfurt beispielsweise gewann Wind 19 Zweikämpfe - die zweitmeisten aller Akteure auf dem Platz. "Das ist ungewöhnlich für einen Stürmer, zeigt aber seine Qualitäten", betont der erfahrene Manager.

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Dass Kruse sich schnell zurechtfinden wird, war zu erwarten, aber "wenn du recht spät in einer Winterpause einen Ligen-Wechsel hast und in einer fremden Umgebung bist, ist es schon überraschend, dass du dich in deinen ersten beiden Spielen so gut präsentierst", sagt Schmadtke in Richtung Wind. Und der Däne kommt seinem ersten Bundesliga-Treffer immer näher. In Frankfurt hatte er drei gute Gelegenheiten - eine setzte er per Kopf daneben (Schmadtke: "Die Flanke war ein Stück zu weit vorn und zu hoch"), eine andere knallte er ans Außennetz und bei der dritten legte er per Hacke auf Kruse ab, statt selbst zu schießen. "Auf der einen Seite ist es gut, dass er den Mitspieler sieht", sagt Schmadtke. "Wenn er sich aber umdreht, steht er zentral vorm Tor und kann abschließen. Das zeigt er im Training immer wieder."

Wind hat seine Chancen ungenutzt gelassen, Lukebakio hingegen feierte in der Nachspielzeit seine Tor-Premiere. Ist der Knoten bei dem technisch versierten und pfeilschnellen Offensivmann jetzt endlich geplatzt? Schmadtke: "Wir hoffen, dass er sich mit dem Tor selbst ein bisschen Rückenwind verleiht. Wichtig ist, dass er dran bleibt und seine Qualitäten einbringt. Ich hoffe, dass ihm das Tor ein bisschen Wind unter die Segel bringt." Ob der von Hertha BSC bis Sommer ausgeliehene Belgier nach der Saison fest verpflichtet wird oder zurück in die Hauptstadt geht, ist noch offen.

Weiter geht's für die Wolfsburger am Samstag (15.30 Uhr) gegen 1899 Hoffenheim, das am Samstag mit 2:0 gegen Bielefeld gewann, beim VfL aber auf die beiden Mittelfeldspieler Dennis Geiger und Florian Grillitsch (beide fünfte Gelbe Karte) verzichten muss. Allerdings: Die vergangenen beiden Duelle mit den Kraichgauern hatte der VfL verloren (1:3, 1:2). Daher brauche es diesmal "eine bessere Leistung als in den vergangenen Spielen", betont Schmadtke, der aber auch weiß: "Hoffenheim gehört momentan zu den stärksten Mannschaften. Sie stehen gut, bringen Tempo mit und haben Selbstvertrauen."