14. Dezember 2019 / 20:19 Uhr

Sechster Sieg in Serie: RB Leipzig holt lockeres 3:0 gegen schwache Düsseldorfer

Sechster Sieg in Serie: RB Leipzig holt lockeres 3:0 gegen schwache Düsseldorfer

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
dpa
Patrik Schick bejubelt mit seinen Teamkollegen das 1:0. © dpa
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Sie bleiben oben dran. Zumindest für einen Tag hat sich RB Leipzig mit einem souveränen Auftritt die Tabellenführung zurückgeholt. Beim 3:0 (1:0) bei Fortuna Düsseldorf hatten die Hausherren nie eine Chance auf einen Punktgewinn.

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Düsseldorf. RB Leipzig hat sich auch von Fortuna Düsseldorf nicht stoppen lassen und das zehnte Pflichtspiel in Folge ungeschlagen. Beim 3:0 (1:0)-Sieg gegen aufopferungsvoll kämpfende aber spielerisch klar unterlegene Rheinländer hätte der Erfolg deutlich höher ausfallen können. Neuzugang Patrik Schick traf bereits nach zwei Minuten zur Führung. Für die Vorentscheidung sorgte Nationalstürmer Timo Werner in Halbzeit zwei per Strafstoß. Joker Nordi Mukiele setzte per Kopf den Schlusspunkt.

Nagelsmann rotiert erneut

Nach dem mehr oder weniger geglückten Rotations-Versuch gegen Lyon setzt Nagelsmann gegen die Fortuna wieder weitgehend auf angestammtes Personal. Im Vergleich zum Champions-League-Spiel rücken Marcel Halstenberg, Konrad Laimer und Marcel Sabitzer zurück in die erste Elf. Auch Neuzugang Patrik Schick ist dabei.

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Sechster Bundesliga-Sieg in Serie: RB Leipzig setzte sich nach einer souveränen Vorstellung mit 3:0 bei Fortuna Düsseldorf durch. Zur Galerie
Sechster Bundesliga-Sieg in Serie: RB Leipzig setzte sich nach einer souveränen Vorstellung mit 3:0 bei Fortuna Düsseldorf durch. ©

Und wie schon bei seinem ersten Einsatz von Beginn an – beim 3:2-Gegen den SC Paderborn vor zwei Wochen – erwischt der Tscheche einen Traumstart. Laimer zündet kurz hinter der Mittellinie den Turbo und ist für die Fortuna-Defensive auch mit Ball am Fuß viel zu schnell unterwegs. Der Österreicher bringt seine Flanke punktgenau von rechts in den Strafraum, wo der anrauschende Schick das Spielgerät ins Tor jagt – die 1:0-Führung nach etwas mehr als einer Minute.

Führung ist Gold wert

Wie wichtig ein früher Treffer an diesem Tag in der Merkur-Spiel-Arena ist, zeigt sich in den folgenden Minuten. Düsseldorf ist trotz des Rückstands in erster Linie darum bemüht, RB in der eigenen Hälfte die Luft zum Atmen zu nehmen. Die Roten Bullen versuchen mit Flankenläufen und Kombinationsspiel einen Weg durch das Bollwerk finden.

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(1) Peter Gulacsi: Friert sich den Ast ab, guckt einen Kownacki-Schlenzer mit Kennerblick an den Pfosten, hat nicht viel zu tun. Note 3. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Friert sich den Ast ab, guckt einen Kownacki-Schlenzer mit Kennerblick an den Pfosten, hat nicht viel zu tun. Note 3. ©

Die größte Chance hat dann Stefan Ilsanker, dem nach einem Halstenberg-Freistoß aus dem Halbfeld nach 21. Minuten der Ball vor die Füße fällt. Doch der Routinier zeigt, warum er nach 78 Spielen immer noch kein Bundesliga-Tor vorweisen kann und feuert aus drei Metern den Ball über den Kasten.

RB mit Glück

Hinten hat die Nagelsmann-Elf derweil alles im Griff. Vor allem die beiden Sechser Konrad Laimer und Diego Demme machen den Düsseldorfern mit ihrem bissigen und lauffreudigen Auftritt das Leben schwer. Kommt doch mal ein Ball durch, sind "Upa" und "Ilse" mit klugem Stellungsspiel die Herren der Lage. Kurz vor der Pause gibt es dann fast noch das 2:0. Wieder tritt "Halste" von rechts zum Freistoß an. Der Schuss wird von der Fortuna-Mauer abgefälscht und rauscht nur knapp am linken Pfosten vorbei.

Am Ende von Halbzeit eins hat RB sogar Glück, dass es nicht mit einem Unentschieden in die Kabinen geht. Timo Werner verliert in der Fortuna-Hälfte den Ball. Dann geht es über die rechte Seite ganz schnell. Dawid Kownacki bekommt kurz vor dem Strafraum ans Leder und schlenzt traumhaft an den Pfosten. Da hätte der bis dahin ungeprüfte Peter Gulacsi keine Chance gehabt.

Gelegenheit für Werner

Ohne Wechsel geht es zurück auf den Platz. Und wieder legt RB los wie die Feuerwehr. Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte geht Lukas Klostermann die rechte Außenbahn entlang. Der Verteidiger flankt kurz nach der Mittellinie zum Elfmeterpunkt, wo Werner aus vollem Lauf den Ball aufs Tor köpft. Der etwas zu weit vorgerückte Steffen kommt mit einer starken Flugeinlage noch gerade so ran.

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Konrad Laimer (RB Leipzig): Wir hatten 90 Minuten das Spiel unter Kontrolle. Wir hätte höher führen können, treffen aber ein paar mal aus vier Metern nicht das Tor. Ein verdienter Sieg auch in der Höhe. Im Fußball ist es immer harte Arbeit angesagt. Man bekommt in der Bundesliga nie etwas geschenkt. Aktuell bringen wir unsere Stärken und unser Spiel auf den Platz und das ist was uns auszeichnet. Zur Galerie
Konrad Laimer (RB Leipzig): "Wir hatten 90 Minuten das Spiel unter Kontrolle. Wir hätte höher führen können, treffen aber ein paar mal aus vier Metern nicht das Tor. Ein verdienter Sieg auch in der Höhe. Im Fußball ist es immer harte Arbeit angesagt. Man bekommt in der Bundesliga nie etwas geschenkt. Aktuell bringen wir unsere Stärken und unser Spiel auf den Platz und das ist was uns auszeichnet." ©

In Minute 58 hat der Keeper dann bei einem platzierten Strafstoß des Nationalstürmers keine Chance mehr. Vor dem hochverdienten 2:0 hatte Kaan Ayhan im Strafraum einen Gewaltschuss Klostermanns mit den Händen vor dem Körper abgewehrt. Schiri Hartmann ließ zunächst weiterlaufen, entschied nach Hinweis vom Videoassistenten aus Köln aber doch auf Elfmeter. Für Werner ist es der 16. Treffer im 15. Ligaspiel.

Ungefährdeter Sieg

Mit der klaren Führung im Rücken schaltet RB einen Gang zurück. Nagelsmann bringt erst Nordi Mukiele für Klostermann und für die letzten 20 Minuten Matheus Cunha für Patrik Schick. Die beiden Joker machen sich direkt bezahlt. Cunha passt nach einem Ballgewinn an der Düsseldorfer Strafraumkante quer zu Mukiele. Der Franzose schickt Marcel Sabitzer zur Grundlinie, bekommt den von rechts Ball halbhoch zurück und köpft zum 3:0 ein. Das Spiel entschieden.

Durch den am Ende zu keinem Zeitpunkt gefährdeten Sieg springt RB Leipzig zumindest über Nacht auf den ersten Tabellenplatz. Mönchengladbach könnte am Sonntag mit einem Dreier in Wolfsburg noch vorbeiziehen. Für die Roten Bullen geht es am Dienstagabend im Topspiel gegen Borussia Dortmund weiter.

RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann (65. Mukiele), Upamecano, Ilsanker, Demme (80. Wolf) , Laimer, Sabitzer, Nkunku, Werner, Halstenberg, Schick (70. Cunha).

Fortuna Düsseldorf: Steffen – Hoffmann, Ayhan, Kownacki (70. Tekpetey) , Bozel, Thommy, Gießelmann, Zimmermann, Ampomah, Sobottka (75. Baker, Bormuth.

Tore: 0:1 Schick (2.), 0:2 Werner (58.), 0:3 Mukiele (75.)

Zuschauer: 35.387