24. November 2020 / 09:23 Uhr

Segeberger Landesliga-Trio mit durchwachsener Zwischenbilanz

Segeberger Landesliga-Trio mit durchwachsener Zwischenbilanz

Jürgen Brumshagen
Kieler Nachrichten
Ole Schneemann (links) war im Angriff des SV Henstedt-Ulzburg oft auf sich alleine gestellt, während Marcel Boldt die Defensive des SSC Phoenix Kisdorf bisher noch nicht stabilisieren konnte.
Ole Schneemann (links) war im Angriff des SV Henstedt-Ulzburg oft auf sich alleine gestellt, während Marcel Boldt die Defensive des SSC Phoenix Kisdorf bisher noch nicht stabilisieren konnte. © Markus Weber
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TuS Hartenholm, SSC Phoenix Kisdorf und SV Henstedt-Ulzburg haben es in der Staffel Holstein der Fußball-Landesliga schwer. Allerdings kommt es nicht unerwartet, dass sich das Segeberger Trio am Klassenerhalt orientieren muss. Wunderdinge konnten von keiner dieser Mannschaften erwartet werden.

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Neuling SV Henstedt-Ulzburg feierte noch keinen Sieg, holte aus vier Partien bis zur Saisonunterbrechung aber immerhin drei Unentschieden. „Ich bin nicht unzufrieden“, betont Trainer Dominik Fseisi. „Das 0:5 im ersten Spiel gegen den TSV Lägerdorf mal ausgenommen, steht die Abwehr stabil. Nach vorne drückte der Schuh, dass war aber dem ständig wechselnden Personal geschuldet.“ Mitunter war Ole Schneemann der einzige Angreifer auf dem Platz, Fseisis Truppe konnte erst zwei Treffer bejubeln. Bestnoten verteilt der SVHU-Coach an Torwart Fin Drews, der nach dem Ausfall von Marco Peter die klare Nummer Eins ist, und Max Wessel. „Ich habe Max, der im Sommer vom SV Wasbek gekommen ist, aus dem Mittelfeld in die Innenverteidigung gestellt. Das macht er klasse“, schwärmt Fseisi, der dem weiteren Verlauf der Runde positiv entgegen blickt: „Wir werden uns weiter stabilisieren und in der Klasse bleiben. Vor der Saison 2021/22 wissen wir, an welchen Stellschrauben wir drehen müssen, um eine deutlich erfolgreichere Rolle spielen zu können.“

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Der TuS Hartenholm startete mit dem 3:1 gegen den TSV Lägerdorf verheißungsvoll. In den folgenden fünf Spielen kam aber nur noch der Zähler vom 1:1 gegen den SVHU hinzu. „Wir wussten, dass wir nach dem Umbruch im Kader einen langen und schwierigen Weg vor uns haben“, betont Trainer Essmet Omid. „Ärgerlich ist, dass wir aus den beiden Kreisderbys gegen Kisdorf und den SVHU nur einen von sechs möglichen Punkten holen konnten.“ Dass die Punkteausbeute nicht besser ist, hat auch mit den Leistungsschwankungen der Leistungsträger zu tun. Jan Sievers (33 / im Sommer von Regionalliga-Aufvsteiger Phönix Lübeck gekommen), Guilherme de Oliveira (32 / zuletzt FC Elmshorn / früher SV Schackendorf) und auch Maximilian Kokot (24) prägten das TuS-Spiel nicht immer so, wie es sich Omid erhofft hatte. Dicke Pluspunkte beim Trainer sammelten die beiden Abwehrspieler Jannis Schülke und Fabian Linek. „Diese beiden unerfahrenen Spieler machen bombastische Fortschritte!“, schwärmt der Bad Oldesloer. „Wenn die Saison fortgesetzt wird, werden wir alles dafür tun, um den Abstieg zu verhindern“, verspricht Omid. „Wir müssen den Standort Hartenholm attraktiv halten.“

Diese Spieler haben Holstein Kiel in der Vergangenheit geprägt:

Verteidiger Henning Hardt kann eine beeindruckende Leistungsbilanz im Trikot der Störche vorweisen: 276 Spiele, sieben Tore. Zur Galerie
Verteidiger Henning Hardt kann eine beeindruckende Leistungsbilanz im Trikot der Störche vorweisen: 276 Spiele, sieben Tore. ©

Bei einem Spiel weniger als die Hartenholmer hat der SSC Phoenix Kisdorf ebenfalls vier Punkte auf der Habenseite. Bisheriges Highlight der Elf von Trainer Boris Völker war das 4:2 im Nachbarbarschaftsderby in Hartenholm. Aber 18 Gegentore – die meisten aller Landesligisten – sind zu viel, um in sicherem Fahrwasser zu schwimmen. Und dies, obwohl die Kisdorfer mit Danny Schramm (kam vom SV Todesfelde) einen überdurchschnittlich guten Keeper besitzen. „Wenn ich meiner Mannschaft eine Schulnote geben würde, wäre es eine 3 mit einem Minus“, sagt Coach Boris Völker. „Wir haben häufig sehr ordentlich gespielt und hätten drei, vier Punkte mehr holen müssen. Mehrfach haben wir uns mit groben Fehlern selbst um den Lohn für den Aufwand gebracht, den wir betrieben haben.“ Spieler, die ihn positiv überrascht hätten, würde es geben. „Aber ich sage das den Jungs intern“, behält Völker die Namen dieser Akteure für sich.