15. Dezember 2021 / 23:07 Uhr

"Sehr bitter, wenn du so dominant bist": Stimmen zu RB Leipzigs 1:1 in Augsburg

"Sehr bitter, wenn du so dominant bist": Stimmen zu RB Leipzigs 1:1 in Augsburg

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Tyler Adams und Nordi Mukiele verlassen nach dem Abpfiff enttäuscht den Rasen.
Tyler Adams und Nordi Mukiele verlassen nach dem Abpfiff enttäuscht den Rasen. © Picture Point
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RB Leipzig muss weiter auf den ersten Saisonsieg in der Fremde warten. Beim 1:1 in Augsburg dominiert die Mannschaft des neuen Trainers Domenico Tedesco. Doch vergeben die Sachsen zu viele Chancen. Das rächt sich. Wir haben nach dem Abpfiff erste Reaktionen von Spielern, Trainern und Experten gesammelt.

Augsburg. Auch mit dem neuen Trainer Domenico Tedesco kann RB Leipzig in der Fußball-Bundesliga auswärts nicht gewinnen. Nach dem gelungenen 4:1-Einstand gegen Borussia Mönchengladbach musste sich der Nachfolger von Jesse Marsch am Mittwochabend trotz eines dominanten Auftritts über ein 1:1 (1:0) beim weiter in der Abstiegszone steckenden FC Augsburg ärgern. Damit verpasste Leipzig erneut den ersten Sieg in der Fremde in dieser Saison.

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Mittelstürmer André Silva (19. Minute) hatte die Sachsen nach einem feinen Spielzug mit seinem fünften Saisontor in Führung geschossen. Einziges Leipziger Manko in der leeren Augsburger Geisterspiel-Arena war die fahrlässige Torausbeute. Das rächte sich mit dem verwandelten Handelfmeter durch Daniel Caligiuri (86.). Alleine Silva hätte aus der Vielzahl an guten Leipziger Angriffen und Möglichkeiten zwei weitere Tore erzielen können: Einmal schoss der Portugiese Gikiewicz an (10.), einmal köpfte er drüber (24.). Und die Augsburger? Liefen ständig hinterher, der starke Innenverteidiger Reece Oxford klärte mehrmals in höchster Not.

DURCHKLICKEN: Das sagen Spieler und Trainer

Jeffrey Gouweleeuw (FC Augsburg, in der Halbzeitpause): Der Sieg in Köln war extrem wichtig für uns, hat uns Selbstvertrauen gegeben. Wir haben davor auch gegen Bayern München gewonnen, dann geht auch was gegen Leipzig. Wir hatten aber unsere Schwierigkeiten und kamen am Anfang nicht so in die Zweikämpfe wie gewohnt. Beim 1:0 waren wir nicht ganz auf unseren Positionen, haben nicht genug Druck gemacht. Und dann hat Angelino natürlich eine unglaubliche Qualität. Zur Galerie
Jeffrey Gouweleeuw (FC Augsburg, in der Halbzeitpause): "Der Sieg in Köln war extrem wichtig für uns, hat uns Selbstvertrauen gegeben. Wir haben davor auch gegen Bayern München gewonnen, dann geht auch was gegen Leipzig. Wir hatten aber unsere Schwierigkeiten und kamen am Anfang nicht so in die Zweikämpfe wie gewohnt. Beim 1:0 waren wir nicht ganz auf unseren Positionen, haben nicht genug Druck gemacht. Und dann hat Angelino natürlich eine unglaubliche Qualität." ©

Der FCA intensivierte nach der Pause seine Angriffsbemühungen. Aber die Gäste hatten das Geschehen weiter im Griff. Der knappe Spielstand aber barg Gefahren, ein Distanzschuss des eingewechselten Augsburgers Arne Maier strich übers Tor (60.). Tedesco verfolgte am Spielfeldrand die Aktionen ohne aufgeregtes Coaching, aber durchaus angespannt. Und er breitete entgeistert die Arme aus, als Silva ein weiteres Mal frei an Gikiewicz scheiterte (72.). Sekunden später köpfte Nordi Mukiele an den Pfosten. Der Chancenwucher blieb Leipzigs große Schwachstelle. Das nutzte Caligiuri mit dem Elfmeter, den Henrichs mit seinem Handspiel verursachte.