22. September 2020 / 16:10 Uhr

"Sehr schade": NHL-MVP Draisaitl macht sich Sorgen um deutsches Eishockey

"Sehr schade": NHL-MVP Draisaitl macht sich Sorgen um deutsches Eishockey

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der deutsche NHL-Profi Leon Draisaitl macht sich Sorgen über die Zukunft des Eishockey in seiner Heimat.
Der deutsche NHL-Profi Leon Draisaitl macht sich Sorgen über die Zukunft des Eishockey in seiner Heimat. © imago images/ZUMA Wire
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Leon Draisaitl wurde in der Nacht auf Dienstag zum wertvollsten Spieler der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL gekürt. Der 24-Jährige sorgt sich derzeit um den Eishockey-Sport in seiner Heimat.

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Der gerade zum wertvollsten Spieler der NHL gekürte Eishockey-Nationalspieler Leon Draisaitl sorgt sich um seine Sportart in Deutschland. „Das deutsche Eishockey braucht dringend Hilfe, das hat es sich verdient“, sagte der 24 Jahre alte Weltklasse-Stürmer der Edmonton Oilers am Dienstag. Zuvor war er von Fach-Journalisten und Spielern der nordamerikanischen Profiliga NHL zum MVP (Most Valuable Player) der weltbesten Liga gekürt worden.

Von seinem aktuellen Aufenthaltsort Mallorca aus verfolgt Draisaitl auch die Probleme der Deutschen Eishockey Liga (DEL), der nach eigenen Aussagen derzeit 60 Millionen Euro fehlen, um sorgenfrei in die neue Saison starten zu können. Die 20 Prozent der eigentlichen Zuschauer-Kapazitäten, die aktuell in den Hallen zugelassen wären, sind für die meisten Clubs zu wenig, um einen wirtschaftlichen Spielbetrieb durchführen zu können.

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„Es ist sehr, sehr schade, dass Eishockey in Deutschland so im Hintergrund steht, es hat halt nicht so die finanziellen Mittel“, sagte Draisaitl, der laut Medienberichten bald bei seinem Heimatclub Kölner Haie mittrainieren könnte, bis die nächste Spielzeit in der NHL im Winter beginnt. „Da habe mir noch gar keine Gedanken drum gemacht“, sagte Draisaitl da.

Ob Draisaitl per Leihgeschäft auch in der DEL für die Haie spielen könnte, ist ohnehin ungewiss. Die DEL debattiert wegen der wirtschaftlichen Not gerade darüber, den bereits auf den 13. November verschobenen Saisonstart erneut zu verlegen. Trotz der Abhängigkeit von den Zuschauer-Einnahmen der deutschen Clubs gab Draisaitl indes auch zu bedenken: „Die Gesundheit der Menschen steht im Vordergrund. Ich hoffe auf eine gute Lösung.“