01. Mai 2022 / 16:36 Uhr

"Es ist sehr unfair": Nadal äußert Kritik am Wimbledon-Ausschluss von Russland und Belarus

"Es ist sehr unfair": Nadal äußert Kritik am Wimbledon-Ausschluss von Russland und Belarus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Rafael Nadal äußerte scharfe Kritik an der Entscheidung der Wimbledon-Verantwortlichen.
Rafael Nadal äußerte scharfe Kritik an der Entscheidung der Wimbledon-Verantwortlichen. © IMAGO/ZUMA Wire
Anzeige

Nach dem Ausschluss von den Tennis-Profis aus Russland und Belarus für das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon meldet sich nun Tennis-Star Rafael Nadal zu Wort. Im Zuge des Master-Turniers in Madrid kritisiert Nadal die Organisatoren für Entscheidung.

Der spanische Tennis-Weltstar Rafael Nadal hat den Ausschluss von Profis aus Russland und Belarus beim diesjährigen Grand-Slam-Turnier in Wimbledon scharf kritisiert. Die Entscheidung der Organisatoren sei "sehr unfair", sagte Nadal am Sonntag bei einer Pressekonferenz in Madrid vor dem Masters-1000-Turnier in der spanischen Hauptstadt. Dabei tritt der Weltranglisten-Dritte Alexander Zverev (25) als Titelverteidiger an. Wimbledon schließt Tennisprofis aus Russland und Belarus wegen der russischen Invasion in die Ukraine aus.

Anzeige

Nadal hat dafür überhaupt kein Verständnis: "Es ist sehr unfair gegenüber meinen Kollegen. Was können die Armen denn dafür?", sagte der 35 Jahre alte Weltrangliste-Vierte. Die Profis treffe keine Schuld, "an dem, was passiert". Vor Nadal hatten unter anderem Zverev, der Russe Andrej Rubljow und der Serbe Novak Djokovic die Maßnahme kritisiert.

Vom Ausschluss ist unter anderem auch der russische Weltranglisten-Zweite Daniil Medwedew betroffen - ein Rivale von Nadal, Djokovic und Zverev im Kampf um Titel und den ersten Platz in der Weltrangliste.

Die Organisatoren des englischen Rasen-Klassikers hatten dieser Tage versichert, aufgrund der Vorgaben der britischen Regierung habe es "keine realisierbare Alternative" gegeben. Falls Profis aus Russland und Belarus mit einer Erklärung gegen den Krieg die Teilnahme erlaubt worden wäre, "hätten wir riskiert, dass ihr Erfolg zum Vorteil der Propagandamaschine des russischen Regimes genutzt worden wäre", sagte am Dienstag der Vorsitzende des All England Lawn Tennis Clubs (AELTC), Ian Hewitt. Das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres findet vom 27. Juni bis zum 10. Juli statt.

[Anzeige] Kein Bundesliga-Spiel verpassen: Checke hier die aktuellen Streaming-Angebote von WOW/Sky und DAZN.