19. Oktober 2018 / 11:39 Uhr

Seit vier Wochen Flaute bei den Bayern-Stars: Vorteil für den VfL Wolfsburg?

Seit vier Wochen Flaute bei den Bayern-Stars: Vorteil für den VfL Wolfsburg?

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Kein Sieg in den letzten sechs Spielen: Thomas Müller (v.l.n.r.), Joshua Kimmich und Manuel Neuer.
Kein Sieg in den letzten sechs Spielen: Thomas Müller (v.l.n.r.), Joshua Kimmich und Manuel Neuer. © dpa
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Die deutschen Nationalspieler des FC Bayern München sind seit sechs Spielen ohne Sieg: Weder in der Bundesliga noch in der Nationalmannschaft konnten sie zuletzt Erfolge feiern. Vor der Bundesliga-Partie beim VfL Wolfsburg stellt sich die Frage: Wie sehr spielt den Wölfen das angegekratzte bayerische Selbstbewusstsein in die Hände?

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Vier Spiele ohne Sieg, davon zwei verloren – was anderenorts als kleine Durststrecke gelten mag, ist beim FC Bayern eine handfeste Krise. Für einige FCB-Fußballer sieht es vor dem Spiel am Samstag in Wolfsburg sogar besonders schlimm aus – für sie kommen noch zwei bittere Niederlagen mit der deutschen Nationalmannschaft obendrauf.

Bayern-Profis seit fast einem Monat ohne Sieg

Thomas Müller, Joshua Kimmich und Manuel Neuer standen bei allen sechs Spielen auf dem Platz – sie sind so etwas wie die größten Krisengesichter der Bayern. Mats Hummels, Niklas Süle und Serge Gnabry waren fünfmal dabei, Jerome Boateng und Leon Goretzka aus Verletzungsgründen nur zweimal. Für alle acht, die es als FCB-Profis eigentlich gewohnt sind, immer zu gewinnen, heißt das: Sie sind seit fast einem Monat (seit dem 2:0 am 22. September auf Schalke) ohne Sieg!

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Ryan Adigo verließ die Lohmühle im Sommer 2015, um zum HSV zu wechseln. Für die B-Junioren der Hamburger kam Adigo zu zwei Kurzeinsätzen. Zur Galerie
Ryan Adigo verließ die Lohmühle im Sommer 2015, um zum HSV zu wechseln. Für die B-Junioren der Hamburger kam Adigo zu zwei Kurzeinsätzen. ©
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Ist das für den VfL Fluch oder Segen? „Das werden wir nach dem Spiel sehen“, so Wolfsburg-Trainer Bruno Labbadia, „aber es ist sicherlich schon mal außergewöhnlich. Prinzipiell ist es immer gut, wenn die deutsche Nationalmannschaft und auch der FC Bayern eine gute Rolle spielen – jede Liga braucht Aushängeschilder, braucht Top-Teams. Aber die Situation ist jetzt so, wie sie ist – sie ist sicher nicht normal für die Bayern.“

"Man muss zwischen den letzten Bayern-Spielen differenzieren"

Die bloße Tatsache, dass die Bayern vier (und ein Teil ihrer Spieler sechs) Partien in Folge nicht gewonnen haben, lasse aber nicht unbedingt Rückschlüsse auf die Form zu. Labbadia: „Ich habe mir die letzten Spiele angeschaut, da muss man differenzieren – darüber, was über die Spiele gesprochen wird und wie sie wirklich waren. Da sind außergewöhnliche Dinge passiert. Gladbach etwa hatte gegen sie eine Top-Chancenverwertung – so, wie sie sie auch im Spiel bei uns hatten.“

Sechs Niederlagen: Gleich drei Spieler waren bei allen dabei.
Sechs Niederlagen: Gleich drei Spieler waren bei allen dabei. ©

Bayerisches Selbstbewusstsein angeknackst?

Die sportliche Qualität der Bayern-Stars steht außer Frage – offen ist, ob das „Mia-san-mia“-Selbstbewusstsein, mit dem die Bayern seit Jahren durch die Liga pflügen, angekratzt ist. Verteidiger Hummels meint: „Wir haben alle schon so oft verloren und gewonnen. Ich glaube, dass wir uns nicht verrückt machen lassen.“

VfL-Durststrecke sogar noch länger

Labbadia sieht’s so: „Die Situation jetzt ist sicher ungewohnt für den FC Bayern, wir werden sehen, wie sie damit zurechtkommen. Aber wir wollen uns auch ein Stück weit mehr auf uns konzentrieren.“ Ein guter Ansatz, denn man darf nicht vergessen: Während die Gäste seit vier Spielen ohne Sieg sind, währt die entsprechende VfL-Durststrecke jetzt schon seit fünf Spielen – allerdings sind die Wolfsburger auch nicht so siegverwöhnt wie der Rekordmeister. Zudem, so Labbadia, „hätten wir in den meisten Spielen das Resultat für uns besser gestalten können, wir hätten teilweise sogar gewinnen müssen – die Spielart war gut, aber wir wissen auch, dass wir an bestimmten Dingen noch weiterhin arbeiten müssen.“

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"Wir müssen konstanter werden"

Und darum will der Trainer am Samstag einen Fortschritt sehen – egal, ob der Gegner das Überflieger-Team der Bundesliga ist oder in einer Krise steckt. „Wir müssen konstanter werden, wir müssen lernen, nicht nur wie in Bremen 25 Minuten dominant zu sein, sondern wir müssen auch dann cool bleiben, wenn der Gegner mal ein bisschen stärker aufkommt“, fordert Labbadia. „Da müssen wir dann auch mal gut stehen. Das ist ein Lernprozess, den wir durchlaufen müssen."

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