17. Oktober 2021 / 12:57 Uhr

Sekunden vor Schluss: VfB Trebbin ringt den FC 98 Hennigsdorf nieder (mit Galerie)

Sekunden vor Schluss: VfB Trebbin ringt den FC 98 Hennigsdorf nieder (mit Galerie)

Andreas Ramlow
Märkische Allgemeine Zeitung
Jubel beim VfB Trebbin: Zwei Minuten vor dem Ende gelang Nils Schröder das erlösende 1:0.
Jubel beim VfB Trebbin: Zwei Minuten vor dem Ende gelang Nils Schröder das erlösende 1:0. © Andreas Ramlow
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Landesliga Nord: Der VfB Trebbin kann lange Zeit seine Überlegenheit nicht nutzen, bis Nils Schröder und Thomaz Klingl ihr Team in der Schlussphase erlösen.

VfB Trebbin – FC 98 Hennigsdorf 2:0 (0:0). Tore: 1:0 Nils Schröder (88.), 2:0 Thomaz Klingl (90.). Zuschauer: 114.

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Am 8. Spieltag standen sich der gastbebende VfB Trebbin und der FC 98 Hennigsdorf gegenüber. Während das Löbenberg-Team nach zuletzt drei Niederlagen endlich wieder in die Erfolgsspur wollte, hieß es für das Oberhavel-Team, die Mini-Erfolgsserie von fünf ungeschlagenen Partien auszubauen und nicht mit leeren Händen heimzukehren.

In Bildern: Der VfB Trebbin bezwingt den FC 98 Hennigsdorf mit 2:0.

<b>VfB Trebbin – FC 98 Hennigsdorf 2:0 (0:0).</b> Tore: 1:0 Nils Schröder (88.), 2:0 Thomaz Klingl (90.). Zuschauer: 114. Zur Galerie
VfB Trebbin – FC 98 Hennigsdorf 2:0 (0:0). Tore: 1:0 Nils Schröder (88.), 2:0 Thomaz Klingl (90.). Zuschauer: 114. © Andreas Ramlow

Gut 20 Minuten dauerte die Abtastphase, ehe VfB-Routinier Paul van Humbeeck mit einem Flachschuss Hennigsdorfs Torwart Max Falkowski zu einer ersten Parade zwang. Die anschließende Ecke strich knapp über das Tor. Dies war der Wachrüttler für sein Team. Fortan zeigte sich der Gastgeber bissiger und war das spielbestimmende Team. Als erneut van Humbeeck nach einem Eckball das Leder an die Hennigsdofer Latte knallte, platzte FC-98-Coach Niko José der Kragen. „Kommt jetzt mal, Männer! Das ist ja eine Katastrophe, was wir hier anbieten.“ Während die Trebbiner ihre sich bietenden Möglichkeiten nicht nutzten oder am Torwart Falkowski scheiterten, kamen die Gäste im Mittelfeld nicht in die Zweikämpfe. Die Doppelspitze Falko König und Toni Dietrich hing in der Luft und konnte keine nennenswerte Chance vor dem Seitenwechsel kreieren.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit machten die VfB-Kicker da weiter, wo sie in der ersten Hälfte aufgehört hatten. Bei einer Dreierchance konnten sich die Gäste bei ihrem starken Torwart Max Falkowski bedanken, nicht früh in Rückstand zu geraten. Die einzige nennenswerte Möglichkeit hatte Jan-Paul Platte nach einer Stunde, doch sein Flachschuss strich knapp am Trebbiner Tor vorbei. Mit einem Doppelwechsel (Hörster und Muller Tchilepou Tsoupa für Kovacs und Vornholt) und der damit verbundenen taktischen Umstellung (van Humbeeck in die Spitze) gelang Taktik-Fuchs Volker Löbenberg der entscheidende Schachzug. „Paule bindet vorn immer ein, zwei Gegenspieler, besonders gegen Ende, wenn die Kräfte auch mal schwinden“, so Löbenberg später. Doch zunächst wäre die Partie fast auf den Kopf gestellt worden, als Hennigsdorfs Einwechsler Karsten Schäfer fünf Minuten vor dem Ende das Leder frei vor dem leeren Trebbiner Tor über die Latte jagte.

Nils Schröder trifft zwei Minuten vor dem Ende

Das erlösende und längst überfällige 1:0 fiel dann doch noch kurz vor dem Ende. FC-98-Keeper Falkowski konnte einen Schuss von Muller Tchilepou Tsoupa nur zur Seite abwehren, wo van Humbeeck lauerte und seine butterweiche Flanke nur noch von Nils Schröder über die Linie geköpft werden musste (88.). In der Schlussminute bekamen die Hennigsdorfer einen Freistoß zugesprochen. Torwart Falkowski war in den Trebbiner Strafraum aufgerückt. Doch die Flanke wurde abgewehrt, aus dem Strafraum geschlagen, wo Thomaz Klingl mit einem langen Heber ins leere Hennigsdorfer Tor zum umjubelten 2:0 traf (90.).

VfB-Trainer Volker Löbenberg zeigte sich nach dem späten Erfolg zufrieden: „Ich denke, wir hätten schon in der ersten Halbzeit zwei Tore erzielen müssen. Zur Pause haben wir gesagt, dass wir den Druck weiter hochhalten müssen und dann bekommen wir auch unsere Möglichkeiten. Der Riese für Hennigsdorf kurz vor dem Ende hätte ja dann das Spiel fast auf den Kopf gestellt. Wir haben das ganze Spiel über das Tempo hochgehalten und uns belohnt. Ein hochverdienter Erfolg.“


Niko Jose: "Uns hat die spielerische Leichtigkeit gefehlt"

Sein Gegenüber Niko Jose bilanzierte: "Wir sind überhaupt nicht ins Spiel und zum Abschluss gekommen. Es war ein mentales Problem heute, eine Blockade. Das habe ich schon beim Warmmachen gespürt und das hat sich durch das ganze Spiel gezogen. Uns hat heute die spielerische Leichtigkeit der letzten Wochen gefehlt. Machen wir unsere Riesenchance rein, können wir etwas mitnehmen, aber so geht der Sieg für Trebbin völlig in Ordnung."

Für den VfB steht in 14 Tagen ein weiteres Heimspiel gegen Einheit Perleberg auf dem Programm, die Hennigsdorfer empfangen Schwarz-Rot Neustadt.