23. Dezember 2021 / 16:45 Uhr

Senatsbeschluss: Hertha und Union dürfen auch nach Weihnachten vor Zuschauern spielen

Senatsbeschluss: Hertha und Union dürfen auch nach Weihnachten vor Zuschauern spielen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
In Berlin und Hamburg dürfen jetzt doch wieder Fans in die Stadien.
In Berlin und Hamburg dürfen jetzt doch wieder Fans in die Stadien. © IMAGO/Contrast/Philipp Szyza/Montage
Anzeige

Am Dienstag beschlossen Bund und Länder, dass Großveranstaltungen spätestens ab 28. Dezember ohne Zuschauer stattfinden müssen. Berlin, Hamburg und Schleswig-Holstein gehen aber einen Sonderweg. Hier werden Zuschauer unter bestimmten Voraussetzungen weiter zugelassen.

Gute Nachrichten für Hertha, Union, Füchse, Eisbären und Co. Trotz Gefahren wegen der sich rasch verbreitenden Corona-Virusvariante Omikron bleiben Kultur- und Sportveranstaltungen in Berlin vorerst mit Zuschauern erlaubt. Allerdings werden die zulässigen Obergrenzen für die Teilnehmerzahl nach unten korrigiert. Das teilte die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) am Donnerstag nach einer Senatssitzung mit. Bund und Länder hatten am Dienstag vereinbart, dass „überregionale Großveranstaltungen“ spätestens ab 28. Dezember ohne Zuschauer stattfinden müssen. Allerdings wurde nicht definiert, was genau unter diesen Begriff fällt.

Anzeige

In Berlin sind laut den Senatsbeschlüssen Veranstaltungen im Freien vom 28. Dezember an nur noch mit bis zu 3000 Personen sowie in geschlossenen Räumen mit bis zu 2000 Personen zulässig. Voraussetzung ist ein von den Behörden vorgegebenes Hygienerahmenkonzept, das mindestens eine maschinelle Belüftung in geschlossenen Räumen vorsieht. Außerdem müssen solche Veranstaltungen grundsätzlich nach 2G-plus-Regeln stattfinden: Sie stehen also nur Geimpften und Genesenen offen, die obendrein einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen müssen. Auch das Tragen einer FFP2-Maske ist verpflichtend.

Mehr zu Corona im Sport

Für alle anderen Veranstaltungen gilt wie bisher: Im Freien sind sie mit mehr als 1000 zeitgleich Anwesenden verboten, in Innenräumen mit mehr als 200 zeitgleich Anwesenden. Hierbei gilt weiterhin die 2G-Regelung. „Wir haben uns entschlossen, hier maßvoll vorzugehen in Abwägung der Risiken und Schutzmaßnahmen“, sagte Giffey. Ziel sei, Aktivitäten in Kultur, Sport oder Wirtschaft soweit wie möglich aufrechtzuerhalten, wenn auch unter eingeschränkten Bedingungen. „Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass das immer noch besser ist, als eine komplette Absage.“

Auch Hamburg und Schleswig-Holstein machen Zuschauer in Stadien und Hallen möglich

Auch Sportfans an der Elbe dürfen sich freuen. In Hamburg dürfen unter freiem Himmel und unter 2G-Bedingungen auch weiterhin Sportveranstaltungen mit weniger als 5000 Teilnehmern stattfinden. Das sieht die neue Corona-Eindämmungsverordnung des rot-grünen Senats vor, die am Donnerstagnachmittag unterzeichnet wurde, wie der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich, der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Das gelte auch für Fußballstadien. In Innenräumen sind demnach unter 2G-Regeln, also nur für Geimpfte und Genesene, Veranstaltungen mit bis zu 2500 Teilnehmern möglich.

Die Ministerpräsidentenkonferenz hatte am vergangenen Dienstag beschlossen, dass Großveranstaltungen von überregionaler Bedeutung ab dem 28. Dezember ohne Publikum stattfinden müssen. In der Hamburger Eindämmungsverordnung werden Großveranstaltungen als Veranstaltungen ab 5000 Teilnehmern definiert. Sie tritt am Freitag in Kraft. Inwieweit die Vereine von der neuen Regel Gebrauch machen werden, war zunächst noch unklar und damit auch, ob ein Heimspiel der Hamburg Towers gegen die Gießen 46ers in der Basketball-Bundesliga am zweiten Weihnachtsfeiertag und ein Handballspiel des HSV Hamburg gegen den Bundesliga-Rivalen Bergischer HC einen Tag später vor Publikum stattfinden.

In Schleswig-Holstein sind bei Sport-Großveranstaltungen künftig drinnen und draußen noch 1000 Zuschauer erlaubt, allerdings haben in nächster Zeit weder die Handball-Topklubs THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt sowie Zweitligist Holstein Kiel Heimspiele. Die Verordnung gilt bis zum 18. Januar.