30. November 2022 / 08:42 Uhr

Sendepause für das DFB-"Radio"? Warum Thomas Müller gegen Costa Rica ein Bankplatz droht

Sendepause für das DFB-"Radio"? Warum Thomas Müller gegen Costa Rica ein Bankplatz droht

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Thomas Müller absolvierte bislang 120 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft.
Thomas Müller absolvierte bislang 120 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft. © Getty (Montage)
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Bei den beiden deutschen WM-Auftritten gegen Japan und Spanien gab Thomas Müller keinen Torschuss ab und strahlte kaum Gefahr aus. Nun droht dem Bayern-Star im entscheidenden Vorrundenspiel gegen Costa Rica ein Bankplatz – weil Bundestrainer Hansi Flick wieder eine Alternative hat.

Wenn "Radio Müller" auf die Bühne tritt, ist beste Unterhaltung garantiert. So war es und so ist es – doch wie lange wird der Entertainer Thomas Müller noch mit dem Bundesadler seine Show abziehen? Auf diese Frage hat selbst er keine Antwort.

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Denn Fakt ist, sollte Deutschland am Donnerstag gegen Costa Rica (20 Uhr, ARD und Magenta TV) tatsächlich den Einzug ins Achtelfinale verpassen, könnte das 121. Länderspiel sein letztes gewesen sein. "Nach der Niederlage gegen Ja­pan kamen diese Gedanken schon mal auf", gab er am Dienstag offen zu. "Aber jetzt bin ich deutlich optimistischer. Man hat gegen Spanien klar gesehen, wie wichtig es uns ist, im Turnier zu bleiben."

Er gehörte zu den Spielern, die sich am Sonntagmittag die Partie zwischen Japan und Costa Rica angeschaut haben. "Danach ging ein Funke durchs Camp", berichtete der DFB-Routinier. "Diese Emotionen konnten wir mit ins Spanien-Spiel nehmen. Da haben wir gezeigt, was möglich ist, wenn wir alle gemeinsam spielen und verteidigen. Wir haben mit einer Intensität gespielt, die wir in den nächsten Wochen brauchen werden, wenn wir hier im Turnier weit kommen wollen."

Thomas Müller strahlt gegen Japan und Spanien nahezu keine Gefahr aus

Auch bei seiner vierten WM zählt der 33-Jährige bislang zur Stammelf von Hansi Flick. Doch auch dem Bundestrainer wird nicht entgangen sein, dass Müller zwar rannte und ackerte und den Gegner immer wieder hoch attackierte – aber nahezu keine Gefahr ausstrahlte. Null Torschüsse stehen nach zwei Einsätzen zu Buche. "Damit bin ich natürlich nicht zufrieden. Auch wenn ich im Training eigentlich ziemlich treffsicher unterwegs bin", so Müller.

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Durchaus möglich, dass der Weltmeister im letzten und alles entscheidenden Gruppenspiel auf die Bank segelt. Zumal neben Superjoker Niclas Füllkrug mit Leroy Sané noch ein weiterer Offensivspieler in die Anfangsformation drängt. Gegen Japan fehlte er noch aufgrund von Kniebeschwerden, kam gegen Spanien wie Füllkrug von der Bank und machte gleich mächtig Alarm. "Wir haben gute Optionen, Hansi hat die Qual der Wahl", findet Müller selbst, der sich auch vorstellen könnte, gemeinsam mit Füllkrug aufzulaufen. "Es geht darum, dass wir die Box gut besetzen. Und da wird nicht nur ein Mann gefragt sein."

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