13. September 2020 / 15:09 Uhr

Sensation im Sachsenpokal: Dresdner SC wirft Oberligist Neugersdorf raus

Sensation im Sachsenpokal: Dresdner SC wirft Oberligist Neugersdorf raus

Jürgen Schwarz
Dresdner Neueste Nachrichten
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So sehen Sieger aus: Überschwänglich feierten die DSC-Kicker am Sonnabend ihren 8:7-Erfolg nach Elfmeterschießen über Oberligist FCO Neugersdorf. © Steffen Manig
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Am Samstag gab es im Sachsenpokal eine große Überraschung. Der Dresdner SC konnte den FC Oberlausitz Neugersdorf mit 8:7 nach Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb kegeln. In den weiteren Partien gewann die SG Weißig mit 6:0 gegen Tapfer Leipzig, Borea Dresden ließ beim 4:0 Motor Wilsdruff keine Chance, die SG Striesen holte einen 2:0-Heimsieg gegen Markkleeberg und der FC Grimma konnte sich nur knapp mit 4:2 nach Verlängerung gegen den SC Freital durchsetzen.

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Dresden. Am Wochenende wurde die zweite Runde um den Fußball-Landespokal ausgespielt und es gab einige faustdicke Überraschungen. Insgesamt standen 23 Paarungen an. Erstmals waren auch die sächsischen Oberligisten am Start, von denen der FC Oberlausitz Neugersdorf beim Landesklasse-Team des Dresdner SC antrat und sensationell mit 7:8 nach Elfmeterschießen unterlag.

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Die 275 Zuschauer im Heinz-Steyer-Stadion sahen ein rassiges Duell. Tim Cellarius brachte den FCO in Führung (22.), aber Hannes Müller (28.) und Olaf Sieradzki (32.) später den DSC in Vorhand. Benjamin Wendschuh glich für den Oberligisten noch vor der Pause aus (41.).

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Ralph Schouppe jubelt nach seinem gehaltenen Elfmeter. Zur Galerie
Ralph Schouppe jubelt nach seinem gehaltenen Elfmeter. ©

Robert Thomas sorgte nach dem Wechsel erneut für eine DSC-Führung (78.), aber Eric Merkel rettete Neugersdorf die Verlängerung (83.) – dort fielen keine weiteren Treffer. Im Elfmeterschießen verwandelten alle fünf DSC-Schützen, während Torhüter Ralph Schouppe gegen FCO-Kicker Sebastian Berg der Sieger blieb.

Überzeugender Auftritt von Borea

Als Hecht im Karpfenteich fühlt sich der Dresdner Stadtpokalsieger SG Weißig offenkundig pudelwohl, denn Tapfer Leipzig aus Landesklasse Nord wurde mit sage und schreibe 6:0 (4:0) eliminiert. Zuvor waren mit Possendorf (1:6) und Rotation Dresden (2:3) bereits zwei höherklassige Teams in Weißig gescheitert. Mann des Tages war Leonard Schreiber mit drei Treffern (5., 6., 48.). William Schult (27.), Ion Cuculas (40.) und Luis Schwarzenberger (54.) vervollständigten das halbe Dutzend.

Überzeugend verlief auch der Auftritt des SC Borea. Landesligist Motor Wilsdruff war im Jägerpark ohne Chance (0:4). „Uns haben zwar einige Leistungsträger gefehlt, aber das ist keine Entschuldigung für unsere Leistung. Nach dem 0:1 haben wir nicht mehr ins Spiel gefunden“, ärgerte sich Gäste-Coach Paul Rabe. Kevin Urbanek (10.), Markus Jens Mai (41.), Christopher Griebsch (45.) und Richard Schöne (60.) markierten die Dresdner Tore.

Die SG Striesen erreichte die dritte Runde durch einen 2:0-Heimsieg über Liga-Kontrahent Kickers Markkleeberg. „Uns haben einige Leistungsträger gefehlt, daher sind wir mit der Vorstellung schon zufrieden“, so Matthias Müller, der zusammen mit Jens Frenzel die Sportgemeinschaft trainiert.

SC Freital verliert nach Verlängerung

Maximilian Dietze /12.) und Maximilian Koch (61.) schlossen jeweils Konter des Landesliga-Neulings erfolgreich ab. „Wir haben am Anfang sehr geordnet gespielt, hatten später aber zu viele Ballverluste. Daran werden wir arbeiten, denn nach solchen Fehlern müssen wir zu viel Kraft investieren“, analysierte „Lotte“ Müller. „Mal schauen, was am Montag gelost wird. Ich wünsche mir ein Heimspiel gegen einen attraktiven Gegner.“

Landesliga-Aufsteiger SC Freital verpasste gegen Oberligist FC Grimma eine Überraschung nur knapp, verlor nach Verlängerung mit 2:4 (1:2, 2:2). Philip Weidauer und Michael Heera trafen vor 220 Zuschauern für den Sportclub.

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In einer engen Partie konnte sich der FC Grimma im Sachsenpokal gegen den SC Freital nach Verlängerung mit 4:2 durchsetzen. Zur Galerie
In einer engen Partie konnte sich der FC Grimma im Sachsenpokal gegen den SC Freital nach Verlängerung mit 4:2 durchsetzen. ©

In der Verlängerung hatten die Muldestädter den längeren Atem, auch weil der Freitaler Philipp Schmidt in der 98. Minute die Rote Karte sah. Sogar drei Treffer gelangen Stahl Riesa gegen Inter Leipzig, aber der Oberligist setzte fünf Tore dagegen. „Drei individuelle Fehler brechen uns das Genick. Zu packen waren die Leipziger schon“, meinte Stahl-Coach Karsten Oswald.

Weixdorf sorgt für dicke Überraschung

Am Sonntag zogen auch die Laubegaster in Runde drei ein. Beim Landesklässler HFC Colditz setzten sich die Ostdresdner mit 3:2 (1:1) durch. Maksymilian Drobniak und Toni Bunzel (86.) trafen für den HFC, Christian Richter (23./Strafstoß), Mohamed Djahdou (76.) und Kapitän Philipp Wappler (88.) für die Laubegaster.

Für eine weitere faustdicke Überraschung sorgte die SG Weixdorf auf dem heimischen Forstsportplatz: Sachsenligist FSV Neusalza-Spremberg wurde mit einem 3:0 (2:0) nach Hause geschickt. Die Torschützen beim Landesklasse-Vertreter hießen Luka Maxuimilian Pecher, Maximilian Groß und Pierre Baldauf.