09. Oktober 2019 / 17:39 Uhr

Arsène Wenger: FC Bayern hat bei Transfer von Serge Gnabry "manipuliert"

Arsène Wenger: FC Bayern hat bei Transfer von Serge Gnabry "manipuliert"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ex-Arsenal-Trainer Arsène Wenger versuchte, den Vertrag mit Serge Gnabry zu verlängert. Der Deutsche wechselte über Werder Bremen jedoch lieber zum FC Bayern.
Ex-Arsenal-Trainer Arsène Wenger versuchte, den Vertrag mit Serge Gnabry zu verlängert. Der Deutsche wechselte über Werder Bremen jedoch lieber zum FC Bayern. © Getty
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Hat der FC Bayern München beim Wechsel von Serge Gnabry vom FC Arsenal zu Werder Bremen nachgeholfen? Davon ist der frühere Arsenal-Trainer Arsène Wenger fest überzeugt - auch wenn die Verantwortlichen in Bremen und beim FCB entsprechende Gerüchte bislang vehement abgestritten haben.

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Vor dem Länderspiel zwischen Deutschland und Argentinien hat Trainer-Legende Arsène Wenger Vorwürfe gegen den FC Bayern München erhoben. Konkret geht es um den Transfer von Serge Gnabry vom damals von Wenger trainierten FC Arsenal zu Bundesligist Werder Bremen im Sommer 2016. Nur eine Saison später wechselte der Nationalspieler aus Bremen zum FCB, wo er sich inzwischen ähnlich wie im DFB-Team als Stammspieler und Leistungsträger fest etabliert hat.

Wengers Plan mit dem einstigen Gunners-Juwel, das 2011 im Alter von 15 Jahren vom VfB Stuttgart nach London gewechselt war, ging in eine andere Richtung. Die französische Trainer-Ikone wollte die Zusammenarbeit mit Gnabry eigentlich verlängern. Doch offenbar funkten die Bayern dazwischen. "Ich denke, dass Bayern hinter den Kulissen manipuliert hat, dass er wenn er nach Bremen geht, danach zu den Bayern gehen würde", erklärte Wenger bei beIN Sports.

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FC Bayern bei Gnabry-Transfer involviert? Werder-Boss Baumann wies Gerüchte zurück

Ein Umstand, der bereits im Sommer 2016 thematisiert wurde. Damals stritten sowohl Werder-Boss Frank Baumann als auch die Bayern vehement ab, dass der FCB beim Wechsel von Gnabry an die Weser involviert war. "Wir waren liquide genug, um diesen Transfer alleine zu stemmen", sagte Baumann damals.

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Der Kicker behauptete dagegen, dass der Rekordmeister "nach einem Jahr einen Zugriff auf Gnabry" habe. Ähnlich war es schließlich gekommen - Gnabry wechselte mit einer Zwischenstation auf Leihbasis in Hoffenheim zum FCB. Zuvor hatte auch Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge Transfer-Gerüchten eine Absage erteilt. "Gnabry ist ein Spieler von Werder Bremen und ich möchte den Kollegen in Bremen keine Probleme bereiten. Natürlich werden wir deutsche Nationalspieler immer beobachten, aber ob wir darüber hinaus etwas machen, weiß ich nicht", erklärte der Vorstandsvorsitzende im Januar 2017, ein halbes Jahr vor dem Wechsel.

Wenger hatte offenbar etwas Ähnliches geahnt. "Er kam von einer sehr schlechten Erfahrung bei West Brom zurück, wo sein Vertrauen zerstört wurde. Ich habe versucht, ihn wieder aufzubauen, weil ich an ihn glaubte", sagte der Franzose über die Situation im Sommer 2016. Für Arsenal kam Gnabry, der lieber nach Deutschland zurückkehrte, als in London zu verlängern, insgesamt 18 Mal zum Einsatz.

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Serge Gnabry: Arsenal zu verlassen "war die schwierigste Entscheidung"

Erst bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro sowie in der Bundesliga bei Werder Bremen und 1899 Hoffenheim, sollte die große Stunde des heutigen Nationalspielers schlagen. Der Wechsel in die Beletage des deutschen Fußballs hat sich für Gnabry als richtig herausgestellt, auch wenn er sich mit diesem Schritt anfangs schwer tat, wie er kürzlich der britischen Daily Mail erklärte: "Es war die schwierigste Entscheidung, die ich je im Fußball treffen musste, einen Klub wie Arsenal zu verlassen, diese Fans, die Mitspieler."

Reporter Tim Lüddecke: Eindrücke vor dem Länderspiel zwischen Deutschland und Argentinien
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