17. Oktober 2019 / 12:51 Uhr

Hoffenheim-Trainer Schreuder adelt Serge Gnabry und Leroy Sané: "Weltklasse-Dribbler"

Hoffenheim-Trainer Schreuder adelt Serge Gnabry und Leroy Sané: "Weltklasse-Dribbler"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Serge Gnabry und Leroy Sané: Für Hoffenheim-Trainer Alfred Schreuder sind die beiden Deutschen Weltklasse-Dribbler.
Serge Gnabry und Leroy Sané: Für Hoffenheim-Trainer Alfred Schreuder sind die beiden Deutschen Weltklasse-Dribbler. © imago images / Moritz Müller
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Serge Gnabry und Leroy Sané: Für Hoffenheim-Trainer Alfred Schreuder haben sie sich mit ihrer Dribbel-Stärke das Prädikat "Weltklasse" verdient. Für den Holländer steht fest: Sie werden beim Neuaufbau des DFB-Teams eminent wichtig - den der Coach mit dem Umbruch der Holländer vor einigen Jahren vergleicht.

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Spielerische Lösungen werden gesucht im deutschen Fußball - und Profis, die im direkten Duell den Unterschied ausmachen können, scheinen rar gesät zu sein. Nur wenige Stars können ein Spiel heute mit spektakulären Dribblings noch im Alleingang entscheiden. In der Bundesliga muss man lange suchen, um eine solchen Spieler zu finden - und selbst in der Nationalmannschaft kommen kaum Spieler als potenzielle Matchwinner in Frage.

Für den neuen Hoffenheim-Trainer Alfred Schreuder gibt es im DFB-Team nur zwei Spieler, die in dieser Kategorie das Prädikat "Weltklasse" verdient haben - und beide fehlten zumindest teilweise in den vergangenen Länderspielen gegen Argentinien (2:2) und Estland (3:0). Die Rede ist vom aktuell wohl formstärksten deutschen Spieler, Serge Gnabry vom FC Bayern München (der sich beim Argentinien-Spiel verletzte und ausfiel), und dem langzeitverletzten ManCity-Profi Leroy Sané. Alternativen sind rar gesät - weiß auch Schreuder. "Deutschland hat eigentlich zwei Weltklasse-Dribbler, Sané und Gnabry", sagte der 46-Jährige dem Kicker. "Die deutsche Ungeduld kenne ich mittlerweile."

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Ungeduldig waren im Sommer auch die Fans des FC Bayern, denn beinahe wäre Sané zu seinem Freund Gnabry und dem FC Bayern gewechselt. Doch im englischen Supercup verletzte der Ex-Schalker sich schwer am Kreuzband. Gnabry hätte Sané "liebend gern" als neuen FCB-Teamkollegen gesehen. "Wir kennen uns schon lange und ich spiele sehr gern mit ihm zusammen. Wir verstehen uns auch abseits des Platzes gut. Er wäre eine Bereicherung für den FC Bayern", schwärmte Gnabry, bevor der Transfer im August platzte. Bayern-Präsident Uli Hoeneß stellte für den Januar einen neuerlichen Versuch in Aussicht.

Gnabry bleibt so der einzige deutsche Weltklasse-Dribbler in der Bundesliga - aus Sicht von Schreuder. Als Profis, die ein direktes Duell spielerisch lösen können, nennt der TSG-Coach im deutschen Fußball-Oberhaus neben dem 24-Jährigen noch BVB-Juwel Jadon Sancho und Gnabrys Teamkollegen Kingsley Coman. Schreuder: "Es ist wichtig, ihnen in der Jugend die Freiheit zu geben, damit sie sich ins Eins-gegen-Eins trauen." Das wurde vielerorts in den vergangenen Jahren vernachlässigt - dafür stand die taktische Erziehung im Vordergrund.

Alfred Schreuder über Kritik in Hoffenheim: "Nehme es, wie es ist"

Schreuder ist seit Beginn der Saison Trainer der TSG Hoffenheim und feierte vor der Länderspielpause mit dem Sieg beim FC Bayern München einen überraschenden Coup in der Bundesliga. Zuvor waren die Kraichgauer nach dem Weggang von Trainer-Youngster Julian Nagelsmann und dem Wechsel auf den einstigen Co-Trainer Schreuder nur schwer in die Saison gekommen.

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Man müsse sehen, "wie viele Spieler den Klub verlassen haben und unserem Weg Zeit geben", erklärte Schreuder, über dessen Ablösung vor dem Spiel gegen die Bayern bereits spekuliert worden war. Der Sieg in München soll das Blatt nun wenden. Schreuder: "Ich nehme es, wie es ist und arbeite ruhig weiter. Es gibt Schwierigeres im Leben." Sein eigenes Auftreten am Spielfeldrand habe sich nach dem Fehlstart verändert, berichtete der 46-Jährige: "Während des Spiels bin ich jetzt etwas präsenter, als ich es gewohnt war.“ Die Hoffenheimer treffen zum Abschluss des achten Spieltags an diesem Sonntag (18 Uhr/Sky) auf den FC Schalke 04.

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Neben seiner TSG hat der Holländer auch das Geschehen im DFB-Team im Blick - und sieht die Mannschaft trotz der aktuellen Verletzungsprobleme auf einem guten Weg. "Man muss ruhig bleiben", sagt Schreuder und erklärt, wie er das meint. Neben Sané, dessen möglicher Wechsel zum FC Bayern von einer schweren Kreuzbandverletzung und dem Unwillen von ManCity vereitelt wurde (Schreuder: "Er wird wieder fit") und Gnabry habe die deutsche Mannschaft genügend Alternativen in der Hinterhand, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.

Namentlich sieht Schreuder vor allem Timo Werner und Kai Havertz ("Er ist extrem gut") als künftige Leistungsträger im Team von Bundestrainer Joachim Löw. Schreuder: "Es ist ein Umbruch, das braucht Zeit. So war es bei uns (Holland, d. Red.) auch nach Robben und van Persie. Über die deutsche Mannschaft wird zu Unrecht so negativ geredet."

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