21. März 2020 / 13:39 Uhr

Medien: Serie A will Gehälter von Ronaldo, Ibrahimovic und Co. wegen Corona-Krise kürzen

Medien: Serie A will Gehälter von Ronaldo, Ibrahimovic und Co. wegen Corona-Krise kürzen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Cristiano Ronaldo könnte mit einem Gehaltsverzicht dazu beitragen, dass die italienische Liga die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise weniger hart treffen würde. 
Cristiano Ronaldo könnte mit einem Gehaltsverzicht dazu beitragen, dass die italienische Liga die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise weniger hart treffen würde.  © imago images/PanoramiC/dpa
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Die italienische Serie A will angesichts der finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise die Profis dazu bewegen, auf einen Teil ihres Gehalts zu verzichten. Die Fußballer-Gewerkschaft AIC gibt sich jedoch zurückhaltend. Am Ende müssten die Spieler selbst darüber entscheiden. 

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Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise auf den Profi-Fußball hat die Serie A laut übereinstimmenden italienischen Medienberichten vorgeschlagen, die Spielergehälter der Profis wie Juve-Star Cristiano Ronaldo oder auch Milan-Profi Zlatan Ibrahimovic um 30 Prozent zu reduzieren. Ein entsprechender Vorschlag soll nun der Fußballer-Gewerkschaft AIC gemacht werden, die die Interessen der Profis vertritt.

Die AIC gibt sich jedoch zurückhaltend, was eine Reduzierung der Gehälter angeht. "Die Spieler sind die Ersten, die in dieser Phase am Erhalt des Fußballsystems interessiert sind, doch zuerst müssen die Schäden für die Klubs beziffert werden", erklärte AIC-Präsident Damiano Tommasi. "Dies kann man erst dann tun, wenn wir wissen, ob die Meisterschaft zu Ende ausgetragen wird, oder nicht", ergänzte er.

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Profis entscheiden darüber, auf wie viel Gehalt sie verzichten wollen

Doch am Ende entscheiden die Profis selbst, ob sie auf Teile ihres Gehalts verzichten wollen. "Wir können zwar den Weg weisen, über Einschnitte entscheidet der einzelne Spieler selber", so Tommasi. Die 20 Serie-A-Klubs überweisen pro Jahr rund 1,3 Milliarden Euro an die Spieler. Sollte die Saison wegen der Corona-Krise nicht zu Ende gespielt werden können, so drohen Verluste in Höhe von rund 720 Millionen Euro.

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Gehaltsverzicht: Gladbach-Profis machen es vor

Es kommt also auf die Spieler selbst an, ob sie sich in Zeiten der Krise solidarisch mit ihrem Verein zeigen. In der Bundesliga geht Borussia Mönchengladbach mit gutem Beispiel voran. Die Spieler werden freiwillig auf einen Teil ihres Gehalts verzichten. "Der Trainerstab hat sich dem angeschlossen, genau wie unsere Direktoren und Geschäftsführer", erklärte Sportchef Max Eberl am Donnerstag.

Nach Informationen der Rheinischen Post soll der Klub monatlich deutlich mehr als eine Million Euro pro Monat einsparen. Spieler und führende Angestellte wollen angesichts der Corona-Krise und der Spielpause in der Bundesliga anderen Angestellten des Klubs Jobs und Einkommen sichern.

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