04. Oktober 2021 / 14:28 Uhr

Serie geht weiter: MTV Ahrensbök schlägt auch den SV Azadi Lübeck

Serie geht weiter: MTV Ahrensbök schlägt auch den SV Azadi Lübeck

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
Nach dem wichtigen 4:2-Sieg gegen Konkurrent SV Azadi Lübeck feierten die Spieler des MTV Ahrensbök ausgelassen.
Nach dem wichtigen 4:2-Sieg gegen Konkurrent SV Azadi Lübeck feierten die Spieler des MTV Ahrensbök ausgelassen. © MTV Ahrensbök
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Die zuverlässigen Routiniers und drei Platzverweise für den SV Azadi Lübeck führen den MTV Ahrensbök zum Sieg im Spitzenspiel. ATSV Stockelsdorf gelingt Überraschungscoup gegen den Türkischen SV. Vier Spiele ohne Niederlage: TuS Lübeck 93 setzt Aufwärtstrend auch gegen den FC Dornbreite II weiter fort. Kronsforder SV führt gegen den SV Fortuna St. Jürgen zwei Mal mit zwei Toren - am Ende heimsten die Gäste fast den Auswärtssieg ein, doch ein Elfmeter in der Nachspielzeit landete im dritten Stock. TSV Schlutup gegen TSV Kücknitz ein Spiel der Kategorie "Not gegen Elend".

Die zuverlässigen Routiniers und drei Platzverweise für den SV Azadi Lübeck führen den MTV Ahrensbök zum Sieg im Spitzenspiel

MTV Ahrensbök - SV Azadi Lübeck 4:2

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Die Super-Serie des MTV Ahrensbök geht weiter: Zwar rangiert man aktuell hinter dem Türkischen SV noch auf Platz Zwei, jedoch hat man gegenüber dem Konkurrenten noch drei Partien in der Hinterhand, um vorbeizuziehen. Das Ganze bei nur einem Punkt Rückstand. Der MTV behält dank eines 4:2-Heimerfolgs im Spitzenspiel des siebten Spieltags gegen den SV Azadi Lübeck seine weiße Weste. Routinier Sascha Woelki war es, der die Roten schon in der dritten Minute in Front schoss. Nach der glatt roten Karte für Marios Chatziou, der eine Tätlichkeit beging, schien eine Wende in diesem Spiel möglich. Zwar egalisierte Azadi durch den frisch eingewechselten Halo Ali (55.) auf 1:1, doch es dauerte nur acht Minuten, da waren die Ostholsteiner durch einen Strafstoß von Sascha Woelki wieder vorne. Die Ereignisse überschlugen sich in diesem hitzigen Topspiel. Ganze drei Spieler der Gäste wurden mit gelb-rot des Feldes verwiesen. Dies betraf Azad Meran, Aschty Sindy sowie Alend Khalil. Für die Vorentscheidung sorgte Patrick Bernier mit seinem Tor in der 80. Minute. Khalil war es, der sein Team kurz vor seinem Platzverweis nochmal auf 2:3 heranbrachte. Kein Halten gab es dann jedoch mehr, als Torjäger Danny Cornelius das vierte MTV-Tor kurz vor dem Ende machte.

Patrick Bohnsack (Ahrensbök): "Wow, was ein Spiel. Wir kriegen die glatt rote Karte und machen es auch in Unterzahl weiterhin gut. Kurz nach der Halbzeit kriegen wir das Gegentor. Danach schwächt sich Azadi mit den drei gelb-roten Karten selbst und wir konnten wieder in Führung gehen. Am Ende spielen wir es richtig gut aus. Ein krasses Kreisliga-Spiel mit vielen Fouls und Emotionen. Es gibt einen verdienten Sieger - und das sind wir."


Kordo Mohammad (Azadi): "Auch jetzt ist dieses Spiel noch schwer zu verdauen. Wir liegen nach gefühlt zwei Minuten hinten, haben aber deutlich mehr Spielanteile. Zur Halbzeit sind wir dann in Überzahl, spielen diese aber nicht gut aus und schießen durch Halo Ali doch irgendwie das 1:1 und dann denkst du dir, jetzt geht's los. Aber im Gegenteil. Am Ende verlierst du 2:4 und kassierst drei mal gelb-rot. Heute wurde uns deutlich gemacht, dass zwischen Anspruch und Realität einiger Spieler Welten liegen. Wir gratulieren Ahrensbök zum verdienten Sieg und wünschen ihnen alles Gute. Wir werden versuchen, die richtigen Schlüsse aus diesem Spiel zu ziehen. Ich möchte nochmal anmerken, dass es trotz insgesamt vier Platzverweisen im Spiel zu keiner Zeit unfair oder unsportlich von irgendeiner Mannschaft war. Da war einfach die gewisse Härte eines Topspiels mit drin, aber alles trotzdem sportlich."

ATSV Stockelsdorf gelingt Überraschungscoup gegen den Türkischen SV

ATSV Stockelsdorf - Türkischer SV 3:0

Die wohl größte Überraschung an diesem Wochenende gelang dem ATSV Stockelsdorf. Die Blau-Weißen, besiegten mit dem Türkischen SV ein Spitzenteam dieser Spielklasse glatt mit 3:0 und verbesserten sich dadurch auf Platz Sechs. Tobias Schöning erzielte nach sechs Minuten Tor Nummer Eins für die Heimelf. Schon vor der Pause musste Gästetrainer Mustafa Bayrak zweifach verletzungsbedingt wechseln. Weder für Marco Urban, noch für Ahmet Erenkaya konnte es weitergehen. Das eminent wichtige 2:0 für den ATSV markierte der eine Viertelstunde zuvor eingewechselte Ruben Stelljes (74.). In der Schlussminute traf mit Aiman Ahmed Latif sogar noch ein Spieler, der gerade einmal wenige Sekunden auf dem Feld stand.

Enad Salih (Stockelsdorf): "Ich denke, dass die geschlossene Mannschaftsleistung heute der Schlüssel zum Erfolg war und natürlich hat uns auch unser Torwart den Rücken frei und die wichtige Null festgehalten. Durch unser effektives und leidenschaftliches Zweikampfverhalten haben wir das Spiel für uns gestalten können und haben die Fehler des Tabellenführers gnadenlos ausgenutzt. Unterm Strich ein verdienter Sieg, die Mannschaft hat sich das verdient. Wir wünschen unserem Gegner weiterhin viel Erfolg und gute Besserung für die verletzten Spieler."

Mustafa Bayrak (TüSV): "Wie in den letzten Spielen, stand auch der heutige Gegner sehr tief. Zurzeit lassen wir zu viele Chancen einfach aus, aber trotz dessen ist die heutige Niederlage trotzdem verdient. Die Arbeit bei uns hört halt nicht auf und jetzt muss es weitergehen."

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Vier Spiele ohne Niederlage: TuS Lübeck 93 setzt Aufwärtstrend auch gegen den FC Dornbreite II weiter fort

TuS Lübeck 93 - FC Dornbreite II 5:3

Eine sehr kurzweilige Partie mit acht Buden bekamen die Zuschauer am Sonntag im Marli-Stadion zu sehen. TuS klettert dank des 5:3-Sieges gegen den FC Dornbreite II nun schon auf Platz Vier. Seit vier Partien ist die Elf von Kevin Berens nun schon unbesiegt. Dass es eine recht enge Partie werden könnte, danach sah es schon im ersten Abschnitt aus. Zwar brachte Bendt Heickmann die Gäste in Führung, doch schon nach 18 Minuten stand es durch Tore von Robert Straube und Björn Jaworski 2:1 für TuS. Dieser Vorsprung hielt jedoch nicht mal 60 Sekunden, denn Bendt Heickmann netzte erneut ein. Quasi mit dem Pausenpfiff stand es dank des Tores von David Janzen 3:2. Dem wichtigen 4:2 von Björn Jaworski folgte der Anschluss durch Liga-Trainer Sascha Strehlau, der aushalf. Den Schlusspunkt setzte Joker Edmund Dalmeida mit der letzten Aktion.

Kevin Berens (TuS): "Nach vier Minuten bekommen wir direkt die kalte Dusche und gehen in Rückstand. Glücklicherweise können wir die Partie vor der Halbzeit zu unseren Gunsten drehen und gehen mit einer 3:2-Führung in die Pause. Das 4:3 fangen wir uns durch eine Unachtsamkeit, in der wir nicht wach sind und uns das Leben dadurch wieder schwer machen. In der 96. machen wir dann endgültig den Deckel drauf. Wir haben uns heute häufig das Leben selbst schwer gemacht und können von Glück reden, dass uns diese maximal durchschnittliche Leistung heute drei Punkte beschert hat. Alles in allem ein verdienter Sieg für uns."

Klaudius Michalsky (Dornbreite, in Vertretung für den abwesenden Hakan Temnur): "Ein Spiel, wo man als Trainer nach dem Spiel doppelt bedient ist. Einmal, weil wir dem Gegner wieder drei Tore schenken durch individuelle Fehler im Spielaufbau und die zahlreichen Torchancen von uns nicht nutzen. Und als zweites, wo man nur noch den Kopfschütteln kann über die Schiedsrichterleistung. Klar kann man auf der einen Seite froh sein, dass man Schiedsrichter hat, aber es kann nicht sein, dass man als Trainer Angst haben muss um die Gesundheit der Spieler. Unseren Torwart hat es dann auch erwischt, nachdem er zum zweiten Mal gefoult wurde. Und wenn ein Spieler mit beiden Beinen reingrätscht, obwohl der Torwart den Ball schon in den Händen hat, dann ist der Schiedsrichter in der Pflicht, den Torwart zu schützen und muss hart durchgreifen. Dazu kommt noch, dass anstatt wir einen klaren Elfmeter bekommen, unserer Spieler gelb bekommt wegen angeblicher Schwalbe. Trotzdem haben wir das Spiel nicht wegen dem Schiedsrichter verloren, sondern weil wir wieder uns selber das Leben schwer machen, durch individuelle Fehler und vorne nicht zielstrebig genug sind."

Kronsforder SV führt gegen den SV Fortuna St. Jürgen zwei Mal mit zwei Toren - am Ende heimsten die Gäste fast den Auswärtssieg ein, doch ein Elfmeter in der Nachspielzeit landete im dritten Stock

Kronsforder SV - SV Fortuna St. Jürgen 4:4

Keineswegs weniger langweilig, sondern sogar noch spannender, wurde es an der Krummesser Landstraße, wo sich Kronsforde und Fortuna 4:4 trennten und sich somit die Punkte teilten. Anfang sah es nach einem Heimsieg für den KSV aus. Erst sorgte Torjäger Maurice Karro für das 1:0, dann erhöhte Jeremy Giering in der 21. auf 2:0. Fortuna bewies jedoch eine starke Moral und war nach den Treffern von Benjamin Günther-Schriewer und Jannes Hagen noch vor dem Seitenwechsel plötzlich wieder mittendrin statt nur dabei. Das gleiche Bild wie schon in den ersten 45 Minuten zeigte sich auch nach der Halbzeit. Wieder waren es Giering und Karro, die die Siegchancen der Kronsforder erhöhten. Doch aus dem erhofften Dreier wurde nichts. Viktor Verovenko erzielte in der 73. Minute das 4:3 und Paul Grewecke - Fortuna bestem Schützen - verwertete sogar noch zum 4:4. Für die Jungs vom Kalkbrenner wäre sogar ein Sieg drin gewesen, doch in der Nachspielzeit setzte man einen Elfmeter meilenweit über den Querbalken.

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Patrick Hempel (Kronsforde): "Wir hatten über 70 Minuten klar Feldvorteile und müssen schon vor der Halbzeit den Deckel drauf machen. So bringt man den Gegner natürlich wieder zurück ins Spiel. Am Ende können wir noch froh über den Punkt sein, da die Gäste einen berechtigten Elfmeter verschossen haben. Das wäre aber auch des Guten zu viel gewesen."

Andre Meese (Fortuna): "Leider haben wir einen relativ schlechten Start ins Spiel erwischt, so dass wir einem Zwei-Tore-Rückstand hinterlaufen mussten und einfach zu wenig Zugriff zum Spiel hatten. Dennoch hat die Moral innerhalb der Mannschaft gestimmt, sodass wir diesen noch in der ersten Halbzeit egalisieren konnten. In der zweiten Halbzeit wurde es dann ein sehr hektisches Spiel, dass gerade auf dem kleinen Spielfeld permanent hin und her ging. Auch wenn wir nochmal einen Zwei-Tore-Rückstand aufholen, fühlt es sich ein wenig nach zwei verlorenen Punkten an, da wir leider in der letzten Sekunde den Siegtreffer verpasst haben."

TSV Schlutup gegen TSV Kücknitz ein Spiel der Kategorie "Not gegen Elend"

TSV Schlutup - TSV Kücknitz 0:0

Das einzige Spiel, bei dem die Zuschauer nicht einen Treffer zu sehen bekam, spielte sich am Palinger Weg ab. In einer qualitativ enttäuschenden Partie hatte sich keine der beiden Mannschaften den Sieg wirklich verdient. Nach dem Pausentee verflachte das Spiel immer weiter und es kam kaum zu aussichtsreichen Gelegenheiten innerhalb des Strafraums. Schlutup steht nach diesem Remis nun weiterhin auf Platz Sieben, während Kücknitz die Rote Laterne an den punktgleichen FC Dornbreite II abgeben konnte.

Mark Seemann (Schlutup): "Ein absolut bodenloser Auftritt und wahrscheinlich das schwächste Spiel, seit ich hier in Schlutup Trainer bin. Zwei nicht kreisliga-taugliche Mannschaften, zumindest an diesem Tag. Es war Not gegen Elend. Vier Chancen vergeben wir teilweise wirklich kläglich. Kücknitz hat nur verteidigt und hat das mit ihren Mitteln gemacht. Spielerisch eine komplette Katastrophe. Da hat heute vieles zusammengespielt. Auch das Gespann hatte nicht wirklich eine Linie. Wir müssen jetzt ein ganz anderes Gesicht zeigen, denn sonst werden wir nächste Woche bitterböse unter die Räder kommen."

Florian Kleinschmidt (Kücknitz): "Es war ein sehr intensives und hektisches Spiel, was von vielen Zweikämpfen geprägt war. Daher kam auch wenig Spielfluss zustande und vor allem in der zweiten Halbzeit war das Spiel denn auf überschaubaren Niveau. Vom Einsatzwillen her können wir den Jungs aber heute keinen Vorwurf machen, leider blieben die spielerische Akzente nach vorne heute deutlich auf der Strecke. Am Ende ein Spiel, was vielleicht auch keinen Sieger verdient hatte, trotzdem nehmen wir den Punkt gerne mit."

Der 8. Spieltag auf einen Blick:

Samstag, 09. Oktober:

FC Dornbreite II - TSV Pansdorf II (18.00 Uhr)

Sonntag, 10. Oktober:

SV Azadi Lübeck - TuS Lübeck (14.30 Uhr)
TSV Kücknitz - Kronsforder SV (15.00 Uhr)
Türkischer SV - TSV Schlutup (15.30 Uhr)
SV Fortuna St. Jürgen - MTV Ahrensbök (15.30 Uhr)

Die besten Torschützen der Kreisliga Süd-Ost:

1.Maurice Karro (Kronsforder SV): 12
2. Danny Cornelius (MTV Ahrensbök): 9
3. Sergen Tarim (Türkischer SV): 8
4. Paul Grewecke (SV Fortuna St. Jürgen): 6