05. Dezember 2021 / 20:00 Uhr

Serie gerissen: Fiedler-Tor bei Chemie Leipzig reicht für Eilenburg nicht

Serie gerissen: Fiedler-Tor bei Chemie Leipzig reicht für Eilenburg nicht

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
Von links: Pascal Sauer, Adam Fiedler, Noah Baumann und Dongmin Kim zelebrieren den zwischenzeitlichen Eilenburger Ausgleich.
Von links: Pascal Sauer, Adam Fiedler, Noah Baumann und Dongmin Kim zelebrieren den zwischenzeitlichen Eilenburger Ausgleich. © Christian Modla
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Wenn Adam Fiedler trifft, verliert Fußball-Regionalligist FC Eilenburg eigentlich nicht. Eigentlich. Gegen Chemie Leipzig war das am Samstag anders.

Eilenburg/Leipzig. Eilenburgs bester Torschütze stellte zwischenzeitlich zwar auf 1:1, doch am Ende hieß es 1:2 aus Sicht des FCE. „Wir haben den Punkt auf dem Tablett serviert bekommen und nicht zugegriffen“, ärgerte sich FCE-Trainer Nico Knaubel nach dem Flutlichtkick. Es wäre ein Bonuspunkt gewesen. Keiner, der eingeplant war, aber im Bereich des Möglichen lag, weil Chemie Leipzig von seiner Bestform meilenweit entfernt ist und nach vier Niederlagen zuletzt alles andere als selbstbewusst daherkam. Am Ende entschied ein vermeidbarer Standard das Spiel.

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„Wir hätten den Zähler verdient gehabt“

Fünf Minuten vor dem Ende bekam Chemie nach einem abgefälschten Schuss von Brügmann eine Ecke. Diese verlängerte Eilenburgs Alex Vogel unglücklich auf den zweiten Pfosten, wo Tom Müller freistehend einköpfte. Es war der Nackenschlag und ein Tor, das sich in einem chancenarmen Spiel nicht wirklich angedeutet hatte. Nach dem Remis im Hinspiel – damals noch vor tausenden Zuschauern und bei bestem Sommerwetter – schien alles auch diesmal auf eine Punkteteilung hinauszulaufen. Doch im trostlosen leeren Alfred-Kunze-Sportpark setzte es die dritte Pleite in Folge. Alle auswärts.

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Große Erleichterung bei der BSG Chemie Leipzig: Die Jagatic-Elf setzte sich mit 2:1 gegen den FC Eilenburg durch und beendete damit eine Durststrecke von vier sieglosen Ligapartien. Zur Galerie
Große Erleichterung bei der BSG Chemie Leipzig: Die Jagatic-Elf setzte sich mit 2:1 gegen den FC Eilenburg durch und beendete damit eine Durststrecke von vier sieglosen Ligapartien. ©

Kein Wunder, dass das gesamte Team dem nächsten Heimspiel entgegenfiebert. Am Samstag ist es endlich so weit. Dann kommt Luckenwalde. Der FSV begeisterte zu Saisonbeginn, mischte die Liga auf und punktet mit einem der schönsten Stadien. Es wird schwer für die Eilenburger, aber nicht unmöglich. Man ist angekommen und war gegen Chemie – zumindest in der zweiten Halbzeit – spielerisch sogar besser. „Wir hätten den Zähler verdient gehabt“, sagt Knaubel überzeugt und bedauert, „dass es uns wieder nicht gelungen ist, im letzten Drittel richtig gefährlich zu werden.“ So blieb der Zettel mit den Topchancen fast leer.


„Hatten aber nicht den Punch“

Auch die Leipziger hatten kaum etwas Gefährliches zu bieten, waren aber in der ersten Hälfte deutlich mehr im Ballbesitz. Ausgerechnet Philipp Wendt, einst in Eilenburg geboren, sorgte dann entscheidend mit für die Führung der Gastgeber. Der Linksfuß schlug eine traumhafte Flanke direkt auf den Kopf von Brügmann, der via Bogenlampe einköpfte. Mit dem 0:1 aus Eilenburger Sicht ging es in die Pause. Man hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn Chemie unmittelbar nach dem Wechsel auf 2:0 gestellt hätte. Sie taten es nicht und kassierten stattdessen den Ausgleich.

Nach einer Flanke von Vogel legte Branden Stelmak herrlich für Fiedler auf, der aus elf Metern überlegt einschob: 1:1 (55.). Das Tor gab Selbstvertrauen und Schwung. „Das Momentum lag klar auf unserer Seite, wir hatten aber nicht den Punch“, so Knaubel. Und leider auch nicht die Wechsler, die neuen Schwung brachten. So blieb das hitzige Gefecht lange ohne weiteren Höhepunkt – bis zur Ecke fünf Minuten vor dem Ende.

FC Eilenburg: Naumann - Vogel, Majetschak, dos Santos, Michael (89. Assaf) - Nathe (65. Moutsa), Baumann (78. Rücker), Kim (89. Wadewitz), Pa. Sauer (78. Möbius) – Fiedler - Stelmak.