10. Mai 2021 / 08:42 Uhr

Serie: Verteidiger Armin Wurm über die Leere nach Vizemeisterschaft bei den Grizzlys

Serie: Verteidiger Armin Wurm über die Leere nach Vizemeisterschaft bei den Grizzlys

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Armin Wurm
Verteidiger Armin Wurm berichtet über die Saison der Grizzlys. © City-Press / Grizzlys Wolfsburg
Anzeige

Eine Serie riss und die Grizzlys Wolfsburg fanden sich mal wieder im Tale der Tränen. Zum vierten Mal im Finale, zum vierten Mal deutscher Eishockey-Vizemeister. Über die Emotionen danach und die Saison berichtet in einer SPORTBUZZER-Serie Armin Wurm, der für die Grizzlys in jedem Finale spielte.

Eine Serie riss und die Grizzlys Wolfsburg fanden sich wieder im Tal der Tränen. Zum vierten Mal das Finale erreicht, zum vierten Mal deutscher Eishockey-Vizemeister. Das Wörtchen "nur" verbietet" sich. Viele DEL-Klubs haben noch nie das Finale erreicht. Doch Niederlagen im Höhepunkt der Saison schmerzen am meisten. Über die Emotionen danach und die Saison der Grizzlys berichtet in einer SPORTBUZZER-Serie Armin Wurm, der für die Grizzlys in jedem Finale spielte.

Anzeige

Mit 2:1 hatten die Eisbären Berlin am Freitag die Finalserie beendet. In Spiel drei, womit eine Wolfsburger Serie riss, denn die Grizzlys, die Spiel eins mit 3:2 in Berlin gewonnen und Spiel zwei 1:4 verloren, hatten noch nie in ihrer DEl-Geschichte eine Best-of-Three-Serie in den Sand gestzt. Mit der Schlussirene brach für die Wolfsburger eine Welt zusammen. Armin Wurm, der in jedem Finale dabei war berichtet:

"Das war ein ganz, ganz trauriger Moment, als die Sirene ertönte, es vorbei war. Das ist es immer, aber diesmal hatten wir ja das erste Finalspiel gewonnen, hatten eine Hand am Pokal gehabt, hatten am Ende noch alles versucht. Da war die Niederlage sehr, sehr bitter. Für uns alle, für Furchi, Gerrit und Jeff Likens, die genau wie ich schon drei Finals mit den Grizzlys erlebt hatten, war es vielleicht noch schlimmer: Es waren sehr traurige Stunden danach. Wir haben noch ein wenig in der Kabine gesessen. Es war ziemlich still. Das eine oder andere Bier wurde getrunken. Jeff, der sein letztes Spiel für uns und als Profi überhaupt gemacht hat, hat einige Worte an uns gerichtet. Das war auch wieder traurig. Dass er sein letztes Spiel machen würde, daran habe ich in den Tagen zuvor nicht gedacht. Ans Ende denkt man in der Saison nicht. Nur ans nächste Spiel. Und dann ist plötzlich der Moment da... Am Samstagmorgen gegen drei Uhr waren wir wieder in Wolfsburg. Ich bin von der Halle gleich nach Hause. War leer. Wieder verloren. Das gehört auch zu unserem Sport dazu. Aber es wird ein paar Tage dauern, das zu verdauen."

Anzeige

Morgen geht es um:

Unserer Sorgen und die Ungewissheit
Das lange Warten auf den Start

  • Armin Wurm war 2009 vom EV Füssen zu den Grizzlys gestoßen, der Allgäuer ist längst ein Wolfsburger geworden, mit einer Vorsfelderin verheiratet und seit knapp einem Jahr Familienvater. Der kampfstarke Verteidiger hat inzwischen 589 DEL-Partien, davon 95 in Play-Offs für die Grizzlys absolviert.