12. Mai 2021 / 09:17 Uhr

Serie: Vor wem Grizzly-Verteidiger Armin Wurm den Hut zieht

Serie: Vor wem Grizzly-Verteidiger Armin Wurm den Hut zieht

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Riesenerleichterung: Ein paar Tage vor Weihnachten gab's für Armin Wurm und die Grizzlys Wolfsburg das erste DEL-Spiel.
Riesenerleichterung: Ein paar Tage vor Weihnachten gab's für Armin Wurm und die Grizzlys Wolfsburg das erste DEL-Spiel. © Britta Schulze
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Eine Serie riss und die Grizzlys Wolfsburg befanden sich mal wieder im Tal der Tränen. Zum vierten Mal im Finale, zum vierten Mal deutscher Eishockey-Vizemeister. Über die Saison berichtet in einer SPORTBUZZER-Serie Armin Wurm, der für die Grizzlys in jedem Finale spielte.

"Der Magenta-Cup, der im November begonnen hatte, war ganz gut, um wieder Tritt zu fassen. Es war natürlich nicht schön, dass man die Leistung noch nicht bringen konnte, die man bringen wollte, aber mir war klar, dass der eine oder andere noch Zeit brauchen würde. Aber wir haben das Potenzial gesehen, waren ja nicht so weit entfernt von besseren Ergebnissen.

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Ein paar Tage vor Weihnachten war das erste DEL-Spiel. Das war eine Riesenerleichterung, auch deshalb, weil lange in den Sternen gestanden hatte, mit welchem Modus wir spielen, mit welchem Spielplan wir in die Saison gehen. Endlich hatten wir etwas Konkretes.

Weiter Teile der Grizzlys-Serie

Die Corona-Testungen, oft dauerhaft die FFP2-Masken zu tragen, das war erst ungewohnt, anfangs auch anstrengend, aber irgendwann hatte man sich dran gewöhnt.

Im Teamhotel hatte nun jeder ein Einzelzimmer, das war einerseits gut, denn da konnte man sich ohne Maske bewegen, das war natürlich eine Erleichterung. Auf der anderen Seite hat man ja sonst immer einen Zimmergenossen, manchmal jahrelang den gleichen, mit dem man sich auch oft über Privates unterhalten hat. Das habe ich natürlich manchmal auch vermisst. Ich war über Jahre mit Christoph Höhenleitner auf einem Zimmer. So gesehen war das für mich jetzt kein Bruch durch Corona. Der stand ja ohnehin an, denn ich hätte nach Höhis Karriere-Ende mit Gerrit Fauser ja einen neuen Zimmergenossen bekommen.

Wir hatten viele Nationalitäten im Kader. Dänemark, Finnland, Schweden, Norwegen, Frankreich, Nordamerika. Ich glaube, so viele Nationalitäten wie noch nie. Charakterlich hatten wir die unterschiedlichsten Typen, vom Spielwitz her auch, die waren alle auf ihre Art stark und gut drauf. Wir sind ja nicht umsonst ins Finale gekommen. Ich fand das interessant und gut. Eine gute Mischung, nicht nur Kanadier und Amerikaner auf den Importpositionen. Mir hat das Riesenspaß gemacht, auch mal mit ein paar Skandinaviern im Team zu agieren. Dann war noch Julian Melchiori gekommen. Unglaublich, was der an Eiszeit abgespult hat, So etwas hat man ganz selten, dass Spieler das über eine ganze Saison können und dann auch noch verletzungsfrei bis zum Ende durchhalten. Da ziehe ich meinen Hut. In der Kabine ist er auch wichtig, menschlich auch, ihn muss ich hervorheben."

In der nächsten Folge:


Die Neun-Siege-Serie, aber ich war eingesperrt

  • Armin Wurm war 2009 vom EV Füssen zu den Grizzlys gestoßen, der Allgäuer ist längst ein Wolfsburger geworden, mit einer Vorsfelderin verheiratet und seit knapp einem Jahr Familienvater. Der kampfstarke Verteidiger hat inzwischen 589 DEL-Partien, davon 95 in Play-Offs, für die Grizzlys absolviert.