02. November 2018 / 15:22 Uhr

Serientäter RB Leipzig vor 50.000 Zuschauern bei Favoritenschreck Hertha BSC gefordert

Serientäter RB Leipzig vor 50.000 Zuschauern bei Favoritenschreck Hertha BSC gefordert

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
Diego Demme und Kevin Kampl sind rechtzeitig fit geworden für das Spiel bei Hertha BSC.
Diego Demme und Kevin Kampl sind rechtzeitig fit geworden für das Spiel bei Hertha BSC. © imago/MIS
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RB Leipzig trifft im Olympiastadion am Samstag nicht nur auf einen direkten Kontrahenten in blendender Verfassung, sondern auch auf eine gewaltige Kulisse. Trainer Ralf Rangnick kämpft gegen eine Erkältung, will sich davon aber nicht bremsen lassen.

Leipzig. Fußballfeste mit vielen Toren, Qualifikationen für die Champions und Europa League: Bei RB Leipzig gab es in der Bundesliga bisher keine schöneren Auswärtsfahrten, als in das Olympiastadion nach Berlin. Diesmal firmiert das Duell am Samstagabend (18.30 Uhr) gegen Hertha BSC sogar unter dem Titel Topspiel und ist auch bei den Fans beliebt: 50.000 Zuschauer kommen, darunter mindestens 4000 aus Leipzig. „Wir wollen versuchen, mit einem Auswärtssieg Hertha auf Distanz zu halten und ganz vorne dabei zu bleiben“, gibt Ralf Rangnick das klare Ziel vor.

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Hertha BSC - RB Leipzig (2:6) ©

6:2 und 4:1 hießen die furiosen Ergebnisse in den vergangenen zwei Jahren. In dieser Saison ist die „Alte Dame“ zu Hause allerdings noch ungeschlagen. „Hertha hat eine ganz andere Mannschaft zur Verfügung als letztes Jahr. Allein der Offensivpart mit Ibisevic oder Selke, dahinter Duda, Dilrosun und Kalou. Die ist sowohl torgefährlich als auch mit dem nötigen Tempo ausgestattet. Ich gehe nicht davon aus, dass wir wieder vier, fünf, sechs Tore schießen. Aber wenn wir weiter so verteidigen wie zuletzt, reichen auch ein, zwei Tore, um zu gewinnen“, meint Rangnick.

Erfolgsserie kontra Achtungssiege

Es ist nicht umsonst das Topspiel an diesem Wochenende, wenn der Bundesligafünfte beim punktgleichen Sechsten der Tabelle antritt. Leipzig, das Team im Fußball-Oberhaus mit der längsten Erfolgsserie, seit acht Partien ungeschlagen. Berlin, die Mannschaft mit den größten Achtungserfolgen, Siege gegen Bayern, Schalke sowie Gladbach. Zuletzt in Dortmund kam Hertha zweimal nach einem Rückstand zurück. Seine Mannschaft wolle das 2:2 beim Spitzenreiter nun „vergolden“, gab Trainer Pal Dardai eine klare Vorgabe für das Aufeinandertreffen mit RB.

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RB Leipzig feiert die Qualifikation zur Champions League (imago) (15) Zur Galerie
RB Leipzig feiert die Qualifikation zur Champions League (imago) (15) © imago

„Es ist sicher eine Mannschaft, die man dieses Jahr im oberen Drittel auf der Liste haben muss“, meint Rangnick über den Kotrahenten. RB-Stürmer Yussuf Poulsen erinnert sich gern an die Maifestspiele der vergangenen zwei Jahre in der Hauptstadt, hat aber viel Respekt: „Normalerweise sind wir in Berlin immer gut. Aber die sind im Moment richtig stark.“ Mit seinem Kumpel Davie Selke hat der Däne lange nicht gesprochen – ein Anruf sei aber vor dem Aufeinandertreffen noch fällig. Ob der Stürmer gegen seinen Ex-Verein von Beginn an ran darf, ließ der Hertha-Coach offen.

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Rangnick angeschlagen

Neben dem mit Leistenproblemen weiter fehlenden Emil Forsberg bangt der RB-Coach um den Einsatz von Stürmer Jean-Kevin Augustin, der das Pokalspiel am Mittwoch gegen Hoffenheim mit Adduktorenproblemen nach einer Halbzeit früh beenden musste. Diego Demme und Kevin Kampl sind nach ihren Prellungen bereits zurück im Training und einsatzbereit, so der 60-Jährige.

Dafür ist der Trainer selbst seit einer Woche erkältet, sprach am Freitag bei der Pressekonferenz mit kratziger und belegter Stimme. Auf der Bank wird er am Samstag trotzdem den Ton angeben. „Mein Einsatz war eher in den letzten zwei Spielen gefährdet. Aber es hat gereicht, um die Besprechungen und Ansagen zu machen. Es ist nicht schlechter geworden, das ist das Wichtigste, wird im Moment aber auch nicht besser. Solange kein Fieber dazu kommt, ist alles gut“, ist Rangnick zuversichtlich, in den kräftezehrenden englischen Wochen nicht selbst auszufallen.

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