21. September 2017 / 12:10 Uhr

SF Anderten II wieder mal Tabellenletzter – Coach Ultes sieht dennoch "Entwicklung im Team"

SF Anderten II wieder mal Tabellenletzter – Coach Ultes sieht dennoch "Entwicklung im Team"

Alexander Flohr
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Wer bei den SF Anderten II spielt, muss einstecken können.
Wer bei den SF Anderten II spielt, muss einstecken können. © Priesemann (Archiv)
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Das dritte Jahr in Folge spielen die SF Anderten II gegen den Abstieg. Unterkriegen will sich das Team um Trainer Frank Ultes nicht. Für die nähere Zukunft sind allerdings Veränderungen geplant.

Wer in der Reserve der Anderter spielen möchte, braucht ein dickes Fell. In den vergangenen drei Jahren ging es für die Sportfreunde ausschließlich um den Klassenerhalt in der 1. Kreisklasse. Seit Juni 2014 wurden insgesamt gerade einmal 59 Punkte eingefahren. Das sind im Schnitt nur knapp sieben Siege pro Saison. Auch in dieser Spielzeit zeigt die Formkurve mal wieder nach unten. Alle fünf Begegnungen gingen verloren. Der gewohnte letzte Tabellenplatz wurde eingenommen.

Wie geht eine Mannschaft jahrelang damit um, in jedem Spiel der Außenseiter zu sein? „Das ist teilweise schon sehr frustrierend“, gesteht sich Andertens Coach Frank Ultes ein, der selbst erst seit März dieses Jahres die Einheiten des Teams leitet. Nach seinen Aussagen sei vor allem ein großer Umbruch vor zwei Jahren dafür verantwortlich, dass die Mannschaft nicht mehr auf die Beine kommt. „Viele Spieler sind in die 1. Herren oder in die Ü32 gegangenen“, sagt er. „Gerade im vergangenen Jahr war das kaum aufzufangen.“ Zweimal musste man die Partie sogar schon vor dem Anpfiff herschenken, weil keine vollzählige Mannschaft gestellt werden konnte.

"Ich sehe definitiv eine Entwicklung im Team."

Ganz so dramatisch ist die Personallage in dieser Spielzeit nicht. Zehn Neuzugänge empfing Ultes beim Auftakttraining. Mittlerweile könne der Trainer bei den Spielen auf bis zu 17 Akteure zurückgreifen. Die Negativserie konnte dadurch jedoch noch nicht gestoppt werden. Ist die Anderter Reserve also ein hoffnungsloser Fall? „Nein“, sagt Ultes. „Manchmal fehlt es vielleicht noch an Qualität, aber ich sehe definitiv eine Entwicklung im Team. Wir müssen aus den guten Begegnungen eben das Positive mitnehmen.“ Der SF-Coach gibt zu, dass er dabei oft den „Gute-Laune Onkel spielen muss“.

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"Mit vier bis fünf Siegen kann man das Ding bis zum Ende spannend halten."

Ultes vermutet, dass sich wohl auch im vierten Jahr hintereinander nichts daran ändern wird, dass die Anderter gegen den Abstieg spielen werden. Das sei auch gar nicht so schlimm. „Wir sind weiterhin positiv gestimmt“, sagt Ultes. „Die Saison ist lang und man wird keine 30 Punkte für den Klassenerhalt benötigen. Mit vier bis fünf Siegen kann man das Ding bis zum Ende spannend halten.“

Veränderungen schon in der Winterpause geplant

Ist das aber ein Konzept für die Zukunft? Nein. Schon in der Winterpause soll sich im Verein einiges verändern. Noch haben die Anderter in der A-Jugend eine Spielgemeinschaft mit der SG Ahlten. Ab Januar sollen talentierte Jugendliche die Chance bekommen, einmal pro Woche in der Reserve oder aber auch in der 1. Herren zu trainieren. Im Juni soll dann der nächste Schritt folgen. „Wir wollen den Kader verjüngen“, sagt Ultes. „Die A-Junioren sollen bei uns im Team die Chance bekommen, in einer vernünftigen Liga zu spielen und sich für die Erstvertretung zu empfehlen.“ Ab Sommer soll sich das Reserve-Team der Anderter also endlich in einem neuen Glanz präsentieren.

Es bleibt allerdings abzuwarten, in welcher Liga sie sich dann beweisen müssen.


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