14. September 2020 / 10:18 Uhr

Trotz desaströser erster Hälfte: Koldinger SV holt dank Reiche einen Punkt beim Blauen Wunder

Trotz desaströser erster Hälfte: Koldinger SV holt dank Reiche einen Punkt beim Blauen Wunder

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Er bewahrte sein Team vor einem Rückstand zur Pause: Koldingens Keeper Raoul Reiche.
Er bewahrte sein Team vor einem Rückstand zur Pause: Koldingens Keeper Raoul Reiche. © Dennis Michelmann
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„Das war desaströs, spielerisch und von der Einstellung“, zählte Michael Jarzombek seine erste Elf an. „Ich hätte schon früher wechseln können.“ Damit ist über die erste Hälfte des Koldinger SV beim 0:0 bei der SG Blaues Wunder wohl alles gesagt.

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Drei Wechsel zur Pause lassen im Fußball selten Gutes vermuten. So war es auch beim torlosen Unentschieden des Koldinger SV bei der SG Blaues Wunder am Sonntag. Nach 45 schwachen Minuten seiner Mannschaft wurde es Spielertrainer Michael Jarzombek zu bunt und er tauschte dreifach, unter anderem streifte er sich selbst das Trikot über.

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„Das war desaströs, spielerisch und von der Einstellung“, zählte er seine erste Elf an. „Ich hätte schon früher wechseln können.“ Das Spiel sei über weite Strecken ausgeglichen gewesen, meinte Wunder-Trainer Leon Erler: „Mit etwas Glück können wir hier heute gewinnen."

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Die Gastgeber hätten zur Pause führen müssen, KSV-Keeper Raoul Reiche parierte dreimal überragend. Kurz nach Wiederbeginn hatte das Wunder die nächste dicke Chance, ein Kopfball flog aus wenigen Metern aber am Tor vorbei.

"Sie hatten den Sieg eindeutig mehr verdient"

Erst im Anschluss schüttelten sich die Koldinger und kamen etwas besser in die Partie. Hassan Jaber und Rouven Bräunig hatten gute Gelegenheiten, es blieb letztlich aber beim torlosen Remis. Und damit waren die Gäste auch gut bedient, wie Jarzombek zugab: „Der Gegner hatte den Sieg heute eindeutig mehr verdient.“

Etwas Positives konnte er dem Spiel also doch abgewinnen. „Früher hätten wir so eine Partie auch verloren. Dass es nach der langen Vorbereitung auch mal nicht so läuft, ist außerdem ein Stück weit normal.“

„Passte irgendwie zum Spiel“

Ärgerlich ist, dass Rouven Bräunig im nächsten Spiel gegen den SV Croatia fehlen wird, der eingewechselte Stürmer sah in der 81. Minute die gelb-rote Karte. „Er wollte noch zum Schuss kommen und kam da einen Moment zu spät.“ beschrieb Jarzombek die Szene. „Das passte irgendwie zum Spiel.“