22. Juni 2020 / 18:54 Uhr

Fusion ist Zukunftsmusik: SG Blaues Wunder zieht zur TuS Kleefeld

Fusion ist Zukunftsmusik: SG Blaues Wunder zieht zur TuS Kleefeld

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ihr neues Zuhause: Die SG Blaues Wunder wird - zunächst für ein Jahr - Untermieter bei der TuS Kleefeld.
Ihr neues Zuhause: Die SG Blaues Wunder wird - zunächst für ein Jahr - Untermieter bei der TuS Kleefeld. © Florian Petrow
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Es gibt offene Fragen, viele Gerüchte, dabei steht lediglich fest, dass die Fußballer des Blauen Wunders eine neue sportliche Heimat gefunden haben. Für eine Saison. Bei der TuS Kleefeld. Was danach passiert, wird die Zukunft zeigen. Dem Kreis fehlen jedenfalls gut 40 Herrenteams, weswegen die Meldefrist nach hinten verschoben worden ist.

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Seit dem 15. Mai, seit dem die Vereine nach der Corona-Pause wieder auf ihren Anlagen trainieren dürfen, ist das Wunder mit 21 Mannschaften Untermieter auf der TuS-Anlage an der Kleestraße. Luftlinie 2,3 Kilometer entfernt.

"Wir haben die gleiche Idee"

„Da haben sich zwei Vorstände gefunden“, sagt Wunder-Vorsitzender Dirk Bornemann. „Wir haben die gleiche Idee, wie Fußball aussehen könnte.“ Ein Satz, den man als Spitze an den Post-SV verstehen kann, auf dessen Anlage das Wunder jahrzehntelang Untermieter war, ehe sich die Parteien verstritten. Muss man aber nicht. „Wir sind ganz froh, dass wir wieder Ruhe haben“, sagt Bornemann.

So sehen die Abschlusstabellen für die Mannschaften aus der Region Hannover nach Anwendung des Quotienten aus

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Über eine Fusion ist zuletzt viel spekuliert worden, doch das ist Zukunftsmusik. „Das wäre eine Option für beide Seiten, definitiv“, sagt Bornemann. „Aber dazu müssen wir erst die Mitglieder fragen, ob sie sich das vorstellen können.“

Eine Fusion sei derzeit kein Thema

Carsten Schumacher gibt sich da noch etwas zurückhaltender. Eine Fusion sei derzeit kein Thema. „Wir wollen gern zusammenarbeiten, auch in Zukunft. Wir verstehen uns gut, haben gute Gespräche geführt und wenn es passt, kann man es weiterführen“, sagt Kleefelds zweiter Vorsitzender, der zusammen mit seiner Schatzmeisterin Juliane Komon die Gespräche geführt hat.

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Offen ist noch, ob das Wunder-Herrenteam in der neuen Saison in der Bezirksliga antritt. Der Verein hat sein Team zwar bis zum Ende der Frist vor zwei Tagen gemeldet, das ist allerdings noch nicht endgültig. Es kann also gut sein, dass das 1:3 am 8. März beim SV Croatia das einzige Pflichtspiel in diesem Jahr und das letzte auf lange Sicht gewesen ist.

Geht das Wunder freiwillig in die Kreisliga?

Wie Trainer Lieven Manuel, der vor rund zwei Monaten den FC Burgwedel übernommen hat, haben rund zehn Kräfte den Verein verlassen. „Es steht noch nicht fest, ob wir weiter dort spielen werden oder freiwillig in die Kreisliga runtergehen“, sagt Bornemann. Bis zum 30. Juni muss er sich festgelegt haben. „Im Moment ist der Verband da sehr gesprächsbereit“, sagt Bornemann.

Croatia Hannover - SG Blaues Wunder

Croatias Azur Maki lässt den Ball zu Michael Wohlatz passieren. Zur Galerie
Croatias Azur Maki lässt den Ball zu Michael Wohlatz passieren. ©

Und das hat einen guten Grund. „Uns fehlen bei den Herren gut 40 Mannschaften“, sagt Thorsten Schuschel, Vorsitzender des Spielausschusses im Kreis und Bezirk, „weswegen wir die Meldefrist bis zum 30. Juni verlängert haben“.

Versehentlich vergessen, finanzielle Gründe, fehlende Mitgliedschaften und die unsichere Zukunft durch die Corona-Krise im Allgemeinen – „ich denke, es ist eine Kombination aus verschiedenen Gründen“, sagt Schuschel. Kein Wunder.