15. Mai 2020 / 20:09 Uhr

SG Dresden-Striesen folgt dem FV Laubegast in die Landesliga

SG Dresden-Striesen folgt dem FV Laubegast in die Landesliga

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Packende Stadtderbys zwischen Striesen und Laubegast wie hier beim 4:0-Heimsieg der Striesener im Hinspiel dieser Saison wird es auch in der kommenden Spielzeit geben.
Packende Stadtderbys zwischen Striesen und Laubegast wie hier beim 4:0-Heimsieg der Striesener im Hinspiel dieser Saison wird es auch in der kommenden Spielzeit geben. © Archiv/Steffen Manig
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Die Mannschaft von Trainer Jens Frenzel profitiert von einem Vergehen von Fortuna Trebendorf und bekommt zwei Punkte zugesprochen.

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Dresden. Sie hatten schon dem Nachbarn aus Laubegast zum Landesliga-Aufstieg gratuliert, nun bekamen die Kicker der SG Striesen den gleichen Text per Mail zurück, denn auch die Jungs von der Bärensteiner Straße dürfen in der nächsten Saison eine Klasse höher spielen. Wie die Striesener in dieser Woche vom Staffelleiter der Landesklasse Ost erfuhren, sind sie jetzt punktgleich mit den Laubegastern Erster und somit aufstiegsberechtigt.

Der Grund dafür ist ein Vergehen der Trebendorfer. „Die hatten drei ihrer Vertragsspieler nicht ordnungsgemäß angemeldet und keine Sozialbeiträge abgeführt. Jetzt haben sie ein Urteil bekommen, wonach alle Spiele, an denen das Trio mitgewirkt hat, als verloren gewertet werden. Wir hatten dort 3:3 gespielt, deswegen haben wir zwei Punkte dazu bekommen“, erklärt Striesens Mannschaftsleiter Uwe Altmann. „Da die Quotientenregel greift, die Tordifferenz nicht zählt, sind wir mit Laubegast auf Platz eins – und die Ersten jeder Staffel dürfen aufsteigen“, so Altmann weiter.

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„Bis auf einen Spieler haben wir alle sicher“

Nach ersten Beratungen sind die Striesener auch gewillt, das unverhoffte Aufstiegsrecht wahrzunehmen – auch wenn die Kosten für den Spielbetrieb in der Landesliga um etwa 10.000 bis 15.000 Euro höher eingeschätzt werden. Bis zum 15. Juni muss die SGS für die Landesliga-Saison 2020/21 melden, für die gegenwärtig 23 Mannschaften in Frage kommen. Unter anderem wird es wohl auch aus der Landesklasse West mit Glauchau und Marienberg zwei Aufsteiger geben, die ebenfalls bis zum Saisonabbruch punktgleich waren.

Zwar gratulierten die Blau-Gelben aus Laubegast den Rot-Schwarzen aus Striesen fair zum Aufstieg, doch nicht jeder bei den Nullsechsern war wohl über das Glück der SGS wirklich froh. So sollen die Laubegaster nach ihrem Staffelsieg Striesener Akteure angesprochen haben, ob sie mit ihnen in die 6. Liga gehen wollen. Jetzt hat man weniger gute Argumente, im Team von Trainer Jens Frenzel zu wildern. „Bis auf einen Spieler haben wir alle sicher“, glaubt Striesens Vereinschef Christian Ballin.