03. Januar 2021 / 14:32 Uhr

SG Großziethen verstärkt sich mit Mahmoud Zamel und Bennet Wengler

SG Großziethen verstärkt sich mit Mahmoud Zamel und Bennet Wengler

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
Mahmoud Zamel (l.) im Trikot des MSV Zossen bei einem Torschuss im Testspiel beim SV Frankonia Wernsdorf vor der Saison. 
Mahmoud Zamel (l.) im Trikot des MSV Zossen bei einem Torschuss im Testspiel beim SV Frankonia Wernsdorf vor der Saison. © Oliver Schwandt
Anzeige

Landesliga Süd: Das Team von Coach Martin Klink kann sich über zwei neue Angreifer vom MSV Zossen und vom SV Frankonia Wernsdorf freuen.

Anzeige

Aktuell ruht, wie in vielen anderen Sportarten auch, der Spielbetrieb im Fußballkreis Dahme/Fläming. Trotzdem sind viele Vereine fleißig dabei, sich für den hoffentlich baldigen Re-Start personell zu verstärken. So vermeldet Fußball-Landesligist SG Großziethen zum Jahresbeginn zwei interessante Neuzugänge, die beide im Angriff aktiv sind. Vom Brandenburgligisten SV Frankonia Wernsdorf schloss sich Bennet Wengler dem Team von Trainer Martin Klink an. Zweiter Neuer bei der SGG ist Mahmoud Zamel, der vom MSV Zossen aus der Landesklasse Ost nach Großziethen gewechselt ist.

Anzeige

Der 22-jährige Syrier kehrt nach nur einem halben Jahr dem MSV wieder den Rücken, da er sich mit seiner Reservistenrolle in Zossen nicht wirklich anfreunden konnte. „Ich habe für den MSV in der Landesklasse meiner Meinung nach sechs gute Spiele und in diesen auch sechs Buden gemacht. Meine Qualitäten wurden jedoch nicht wirklich wahrgenommen, da ich hauptsächlich nur als Einwechsler ins Spiel kam“, sagt Zamel, der in Berlin-Rudow zuhause ist. „Ich habe kaum eine Trainingseinheit verpasst, deshalb war ich schon sehr enttäuscht, dass man mir nicht mehr Vertrauen geschenkt hat.“

In Bildern: Das sind die wichtigsten Winter-Transfers Brandenburgs 2020/21.

Die Sportbuzzer-Wechselbörse Zur Galerie
Die Sportbuzzer-Wechselbörse ©

So sieht es Zossen-Trainer Sven Schröder aus seiner Sicht nicht: „Ich habe erst nach dem fünften Spieltag das MSV-Team übernommen. Zu diesem Zeitpunkt war Mahmoud verletzt, da er im Training umgeknickt ist. Nachdem er im Spiel gegen Jüterbog als Einwechsler drei Tore schoss, musste ich ihn im nächsten Match beim FSV Luckenwalde II aus taktischen Gründen erst auf die Bank setzen. Im letzten Match vor dem coronabedingten Abbruch gegen Wiesenau sollte er von Anfang an spielen, kam aber leider zu spät zum Spiel“, sagt Schröder. „Ich hätte sehr gerne mit ihm weitergemacht, weil ich von seinen Qualitäten überzeugt bin, deshalb finde ich es auch sehr schade, dass er uns verlassen hat.“

Vor seiner Zeit beim MSV kickte Zamel in der Spielzeit 2019/2020 beim Kreisoberligisten SV Waßmannsdorf, für den er in fünf Spielen neun Treffer markierte. „Mahmoud hätte ich sehr gerne auch in meiner neuen Mannschaft gesehen, da er ein echt liebenswerter Kerl ist, der genau weiß, wo die Kiste steht“, lobt sein ehemaliger SVW-Trainer Christian Schneemann, der seit November für die SG Schulzendorf verantwortlich ist, die Stärken des bulligen und laufstarken Angreifers.

Bennet Wengler hatte einen schweren Stand gegenüber Gordan Griebsch und Roland Richter

Über den Weggang von Wengler war Frankonia-Coach Norbert Welzel schon etwas traurig. „Bennet ist ein ganz feiner Kerl, der jedoch mit Roland Richter und Gordan Griebsch auf seiner Position zwei erstklassige Offensivspieler vor sich hatte, gegen die er sehr schwer bestehen konnte. Aber ich werde ihm immer die Hand geben, wenn wir uns auf dem Sportplatz einmal wiedersehen sollten, da ich sehr viel von seiner offenen und freundlichen Art halte“, sagt der Frankonia-Trainer über seinen ehemaligen Akteur.

Frankonia-Coach Norbert Welzel (l.) brachte Bennet Wengler (r.) meistens nur in den Schlussphasen der Brandenburgliga-Partien ins Spiel. 
Frankonia-Coach Norbert Welzel (l.) brachte Bennet Wengler (r.) meistens nur in den Schlussphasen der Brandenburgligapartien ins Spiel. © Oliver Schwandt

Auch Wengler ist voll des Lobes für Welzel. „Norbert war einer der wenigen Trainer, die noch an mich geglaubt haben. Ich konnte sehr viel im Training unter ihm lernen, das mir jetzt in Großziethen durchaus von Nutzen sein kann“, sagt der 28-jährige Berliner, der auch ein Angebot der SG Schulzendorf, seines ehemaligen Vereins, auf dem Tisch zu liegen hatte. „Ich habe mich mit beiden Vereinen unterhalten. Ausschlaggebend, dass ich mich für Großziethen entschieden habe, war der kürzere Weg zum Training. Ich lebe in Berlin-Buckow und fahre von dort mit dem Rad nur eine Viertelstunde bis zum Sportplatz der SGG“, sagt Wengler, der hofft, dass es mit dem Fußball bald weitergehen wird. „Corona hat mir schon in Wernsdorf einen großen Strich durch die Rechnung gemacht, da ich aufgrund des vorzeitigen Abbruchs der vergangenen Saison und der derzeitigen Spielpause in dieser nur insgesamt elf Pflichtspiele für Frankonia bestreiten konnte. Hoffentlich geht es bald weiter, denn ich möchte bei der SGG zeigen, was ich wirklich drauf habe.“

Zamel und Wengler sind die Neuzugänge zehn und elf, die sich in dieser bisher sehr kurzen Spielzeit der SGG angeschlossen haben. Bereits im Sommer wechselten Luca Ehrich (SV Adler Berlin II), Kennan Kaplan, Christopher Müller (beide TSV Mariendorf 1897), Nikolas Mahn (Al-Dersim), Jeremy Beier (Blau-Weiß Dahlewitz), Alphonse Metchomnou (MTV Wünsdorf), Tim Kleinke (Schmöckwitz), Lars Schöffel (Schmöckwitz-Eichwalde) und Kevin Reuschel (MSV Zossen) zum derzeitigen Tabellenachten der Landesliga Süd. In neun bisher ausgetragenen Partien konnte die SGG 13 Punkte einfahren.