01. Januar 2019 / 12:38 Uhr

Christian Kolter reihenweise entsetzt: Der Motor der SG Letter 05 springt nicht mehr an!

Christian Kolter reihenweise entsetzt: Der Motor der SG Letter 05 springt nicht mehr an!

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Letters Trainer Christian Kolter rauft sich die Haare.
Letters Trainer Christian Kolter rauft sich die Haare. © Christian Hanke
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Anfänglich lief es für die SG Letter 05 in der Bezirksliga 2 gar nicht so schlecht, doch mittlerweile geht gar nichts mehr. Die Mannschaft von Christian Kolter ist abgeschlagenes Schlusslicht. Elf Spiele sind nur noch zu absolvieren. „So lange rechnerisch noch etwas möglich ist ...“

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Es ist den Verantwortlichen der SG Letter 05 bereits vor der Saison bewusst gewesen, dass dem Team in der Bezirksliga 2 eine schwierige Saison bevorsteht. Trainer Christian Kolter sprach deshalb lediglich davon, die Klasse halten zu wollen. Die Lage scheint nun nahezu aussichtslos zu sein angesichts des Absturzes auf den letzten Tabellenplatz mit nur zehn Punkten auf dem Konto. Der Rückstand auf den rettenden Platz zwölf, auf dem sich der TuS Harenberg befindet, beträgt bereits 14 Zähler.

Anfänglich läuft es wunderbar

Dabei hatten zu Saisonbeginn viele Letteraner das Gefühl, sie hätten mit dem ausgegebenen Saisonziel extrem tief gestapelt. Denn es lief anfänglich wunderbar. Zum Auftakt gab es einen 4:2-Erfolg beim Nachbarn aus Harenberg. Es folgten zwar Niederlagen gegen den FC Stern Misburg (0:3) und beim MTV Ilten (1:2).

Das sind die Wechsel in der Wechselperiode II in der Region Hannover:

In Hannovers Amateurfußball hat sich im Winter so einiges getan: Hier seht Ihr alle Wechsel dieser Transferperiode von der Regionalliga bis zur Bezirksliga.  Zur Galerie
In Hannovers Amateurfußball hat sich im Winter so einiges getan: Hier seht Ihr alle Wechsel dieser Transferperiode von der Regionalliga bis zur Bezirksliga.  ©
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Doch danach sammelte die SG sieben weitere Punkte. Auf das torlose Remis gegen den SV Croatia folgten Siege gegen den TuS Garbsen (2:1) und über den MTV Engelbostel-Schulenburg (1:0). Die Letteraner befanden sich nach dem sechsten Spieltag auf Tabellenplatz sieben.

Kolter ist reihenweise entsetzt

Allerdings war es danach mit der Herrlichkeit vorüber. Der bis dahin gut laufende 05–Motor geriet nicht nur ins Stocken. Nach dem ersten Abwürgen beim 0:4 beim TSV Stelingen sprang er gar nicht mehr an. Kolter war reihenweise entsetzt, wie einfach seine Mannschaft es den Rivalen machte. An Weihnachten war noch lange nicht zu denken, da verteilten die Letteraner in ihren Spielen bereits eifrig Geschenke.

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In Ansätzen war das Kolter-Team sogar konkurrenzfähig, doch Zählbares kaum aufgrund von schwerwiegenden Patzern in der Defensive und mangelndem Durchsetzungsvermögen in der Offensive nicht dabei herum. Besonders erzürnt war der Coach nach dem desaströsen 1:8 bei der Reserve des SV Ramlingen/Ehlershausen.

Acht Gegentreffer in 63 Minuten

„So eine Leistung will ich nicht noch einmal erleben“, sagte er damals. Nach 63 Minuten hatten die Letteraner schon acht Gegentreffer hinnehmen müssen, spielten nicht ansatzweise auf Bezirksliganiveau. Auch die intakte Moral - Marc Lorente gelang zumindest der Ehrentreffer – war ein schwacher Trost.

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7 Tore ©

Die Ergebnisse in den folgenden zwei Begegnungen waren zwar nur unwesentlich besser, doch Kolter sah zumindest eine Leistungssteigerung bei den beiden 1:6-Niederlagen gegen den FC Lehrte und beim TuS Davenstedt. Entsprechend gab es auch keine Gründe dafür, über einen Trainerwechsel nachzudenken.

Lehrte und Davenstedt sind mit Letter nicht unbedingt auf Augenhöhe. Allerdings hätte die SG im weiteren Verlauf des Halbjahres gegen andere Gegner noch dringend Punkte sammeln müssen, um weiter auf den Klassenerhalt hoffen zu können. Als richtungsweisend deklarierte Kolter das Rückspiel gegen die Misburger, die sich zu diesem Zeitpunkt noch auf dem letzten Tabellenplatz befanden.

"So lange rechnerisch noch etwas möglich ist"

Der Trainer war vor dem Spiel kämpferisch, doch hinterher ernüchtert. Denn es folgte der nächste Nackenschlag in Form eines 0:4. Letter war nun Letzter und es sind lediglich noch Durchhalteparolen („So lange rechnerisch noch etwas möglich ist ...“) zu hören. Auch die inzwischen traditionell guten Leistungen nach der Winterpause sorgen nicht für Euphorie. Schließlich stehen nur noch elf Partien aus.

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