26. Mai 2021 / 13:39 Uhr

Von Linum nach Langen: David Braun übernimmt das Traineramt beim LSV

Von Linum nach Langen: David Braun übernimmt das Traineramt beim LSV

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
David Braun ist neuer Trainer beim Langener SV.
David Braun ist neuer Trainer beim Langener SV. © Verein
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Landesklasse West: Der 31-Jährige folgt an der Jahnsportstätte auf Daniel Schrumpf.

Trainerwechsel in der Fußball-Landesklasse West: David Braun wird Nachfolger von Daniel Schrumpf, dessen Lebensmittelpunkt sich Richtung Caputh (Potsdam-Mittelmark) verschoben hat, an der Seitenlinie des Langener SV. „Die Anfrage hat mich sehr geehrt, ich musste nicht lange überlegen und bin überaus dankbar für das Vertrauen“, sagt der 31-Jährige Neu-Coach, der zuletzt zweieinhalb Jahre bei den Kreisliga-Kickern der SG Linum das Sagen hatte. Der Abschied vom Verein aus dem Storchendorf, wo Dreifachpapa Braun mit seiner Ehefrau lebt, fiel dem 31-Jährigen nicht einfach: „Mit Mario Herkner, Vorstandsmitglied in Linum, habe ich ein ehrliches Gespräch geführt. Mir wurden keine Steine in den Weg gelegt, ich soll die Chance wahrnehmen.“

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Die Vorfreude überwiegt ohnehin beim gebürtigen Pritzwalker, der in Wittstock aufwuchs, beim FK Hansa das Fußball-Abc erlernte und später für Union Neuruppin, die SG Linum und den FC Kremmen (Oberhavel) auf dem grünen Rasen stand. Der C-Lizenz-Inhaber hat sich mit dem Doublesieger (Kreismeisterschaft und Kreispokalsieg) von 2019 viel vorgenommen: „Erstmal will ich die Köpfe der Jungs frei bekommen, die letzten zwei Jahre nach dem Aufstieg waren nicht einfach.“ Schon unter Erfolgscoach Silvano Fiore spielte der LSV in der Saison 2019/20 um den Klassenerhalt, in der Spielzeit 2020/21 rettete den Langenern mit Trainer Daniel Schrumpf der erneute Abbruch den Ligaverbleib. „Das ist Vergangenheit, wir gucken nach vorn“, sagt Braun, der auf der Trainerbank von Frank Wagner und Falk Wunderlich unterstützt wird.

In Bildern: Langener SV gewinnt den Cup des Bürgermeisters in Fehrbellin.

Der favorisierte Landesklassen-Vertreter sicherte sich den Titel vor dem SV 90 Fehrbellin und dem TSV Wustrau. Titelverteidiger SG Linum musste sich mit Platz vier begnügen. Erstmals übergab Neu-Bürgermeister Mathias Perschall den Pokal an den Sieger. Zur Galerie
Der favorisierte Landesklassen-Vertreter sicherte sich den Titel vor dem SV 90 Fehrbellin und dem TSV Wustrau. Titelverteidiger SG Linum musste sich mit Platz vier begnügen. Erstmals übergab Neu-Bürgermeister Mathias Perschall den Pokal an den Sieger. © Marius Böttcher

Klar ist, dass man sich an der Jahnsportstätte noch personell verstärken will: „Aus Linum werde ich niemanden abwerben, das habe ich versprochen. Will aber jemand unter meiner Führung spielen, wehre ich mich nicht. Wir sind bemüht, führen viele Gespräche und halten die Augen offen. Es ist auch nicht mein Ziel, alle zwei Wochen nach Potsdam zu fahren, um mir dort eine Packung abzuholen. Der Klassenerhalt hat aber natürlich oberste Priorität.“ Seine neuen Schützlinge hat „Brauni“ bereits kennengelernt, in Langen wird fleißig trainiert: „Eigentlich wollte ich später anfangen, die Jungs hatten aber große Lust.“ Kontakt zu seinem Vorgänger Schrumpf hatte er nicht, dafür gab es Glückwünsche von Silvano Fiore. „Er hat mir alles Gute gewünscht. Eine nette Geste.“

Daniel Schrumpf stellt derweil klar, dass man im Guten auseinandergeht: "Ich habe der Vereinsführung schon frühzeitig signalisiert, dass die Zeichen eher auf Abschied stehen, weil ich mit meiner Freundin in Caputh lebe. So hatte Langen Planungssicherheit." Zwar arbeitet der Lehrer vorerst weiterhin in Neuruppin, schaut sich auf dem Arbeitsmarkt aber auch im Potsdamer Raum um. "Der Zeitaufwand wäre dann zu groß gewesen. Mir hat die Arbeit trotz der sportlich schwierigen Situation Spaß gemacht", betont Schrumpf, der für neue Trainerjobs in seiner neuen Heimat offen ist.