01. November 2020 / 17:26 Uhr

Trotz Auf­hol­jagd: SG Phönix Wildau verliert in Senftenberg

Trotz Auf­hol­jagd: SG Phönix Wildau verliert in Senftenberg

Heiko Hoppenheit
Märkische Allgemeine Zeitung
Phillip Damm wechselt nach Wildau.
Phillip Damm erzielte das zwischenzeitliche 2:3 für die SG Phönix Wildau. © Oliver Schwandt
Anzeige

Landesliga Süd: FSV „Glückauf“ Brieske/Senftenberg setzt sich mit 4:2 gegen die Dahmeländer durch.

Anzeige

Am 9. Spieltag der Landesliga Süd gewann der FSV „Glückauf“ Brieske/Senftenberg sein Heimspiel gegen die SG Phönix Wildau 95 mit 4:2 und ist nun nach zuletzt drei gewonnenen Meisterschaftspartien Tabellenzweiter. Mit der Auswärtsniederlage rutschen die Wildauer auf den siebten Tabellenrang ab.

Anzeige

Das Spiel benötigte keine Aufwärmphase, von Anfang an ging es auf wasserdurchtränktem Geläuf um gewonnene Zweikämpfe und um Raummeter. Bereits nach zwei Minuten prüfte der Briesker Tobias Schuhmann mit einem 25 Meter Schuss den Wildauer Torwart. Die Hausherren waren da etwas agiler und sorgten mit ihren schnellen Vorstößen immer wieder für Gefahr. Aber auch die Wildauer hielten dagegen und versteckten sich nicht in ihrer eigenen Hälfte. Überraschend dann der Elfmeterpfiff des Schiedsrichters Stephan Zimmer nach einer Viertelstunde. Der Briesker Spieler David Schmidt war auf Verteidiger Björn Müller im Strafraum aufgelaufen, der eher am Ball war und diesem abzuschirmen versuchte. Beide fielen bei dieser Aktion und die Entscheidung war zumindest fragwürdig. Den Elfmeter verwandelte Michael John sicher zum 1:0. Wohl noch hadernd über die Heimführung, war die Wildauer Abwehr nur drei Minuten später zu unkonzentriert, um den zweiten Treffer der Briesker zu verhindern.

Mehr Fußball aus der Region

Nach schöner Eingabe von Schmidt von der rechten Sturmseite vollendete John freistehend im Zentrum des Strafraumes zum 2:0. Wenig später hätte Philipp Jautze sogar noch erhöhen können, doch sein Abschluss nach einem Alleingang aufs Wildauer Tor ging knapp am linken Pfosten vorbei. Die Gäste rappelten sich und blieben im Spiel. Auf dem tiefen Boden war es allerdings für beide Teams schwer, ihren besten Fußball zu zeigen. In der 26. Minute dann die nächste strittige Situation im Wildauer Strafraum. Wieder war ein Briesker Angreifer auf den stehenden Wildauer Verteidiger David Goltz aufgelaufen, der den Ball wegzuspitzeln versuchte und wieder ertönte der Elfmeterpfiff. Auch dieses Mal verwandelte John vom Punkt zum 3:0. Die Folgen waren Diskussionen und Gelbe Karten. Es war beiden Mannschaften zu verdanken, dass sich das Spiel wieder beruhigte und in geordneten Bahnen weiterging. Und die Wildauer gaben sich nicht auf, schafften in der 39. Minute durch ein Kopfballtor vonGoltz den 3:1-Anschluss.

Wildau kommt bis auf 2:3 heran

Mit dem Wiederbeginn nach der Pause wurde das Spiel wieder offener, denn über die halblinke Spielhälfte wurde der Wildauer Phillip Damm in den Lauf geschickt, der in den Strafraum eindrang und gefühlvoll den Ball an Torwart Paul Ehrlich zum 3:2 vorbei schlenzte. Wildau kämpfte nun noch mehr und die Hausherren warteten auf sich aufmachende Freiräume. Zwei Szenen die auch typisch waren für dieses Spiel. Zum einen wurde der Wildauer Damm im Briesker Strafraum griechisch-römisch zu Fall gebracht und zum anderen der Briesker Schmidt im Wildauer Strafraum von den Beinen geholt, beide mal ertönte kein Pfiff des unglücklich agierenden Schiedsrichters.

Die Entscheidung des Spiels in der 72. Minute, als Schmidt den Ball von der halblinken Strafraumgrenze ins rechte Toreck schlenzte. Danach waren es eher die Hausherren, die das Ergebnis noch höher ausfallen hätten lassen können, doch vergaben sie ihre guten Chancen. Da es im Fußball kein „Wenn“ gibt, also wenn die Elfmeter in der ersten Hälfte vielleicht nicht gegeben worden wären, muss man den Brieskern den Sieg auch verdient zurechnen. Sie hatten ihre Möglichkeiten besser genutzt, hatten sich auch mehr Chancen herausgespielt.