16. Juni 2019 / 21:36 Uhr

SG SV Odin/VfR 06 Döhren nach Derbysieg über Victoria Linden erstklassig

SG SV Odin/VfR 06 Döhren nach Derbysieg über Victoria Linden erstklassig

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Trainer Antonio de Carvalho (oben), Lovemore Maphosa (links) und Patrick Krome feiern: Die SG SV Odin/VfR 06 Döhren steigt in die 1. Bundesliga auf.
Trainer Antonio de Carvalho (oben), Lovemore Maphosa (links) und Patrick Krome feiern: Die SG SV Odin/VfR 06 Döhren steigt in die 1. Bundesliga auf. © Debbie Jayne Kinsey
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Die SG SV Odin/VfR 06 Döhren setzte sich im engen Aufstiegsspiel zur 1. Bundesliga gegen Lokalrivalen TSV Victoria Linden mit 22:21 durch. Den Zebras bleibt nach der Niederlage noch eine weitere Chance, die ungeliebte 2. Bundesliga noch zu verlassen. 

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So ganz geheuer war Antonio de Carvalho die Sache mit dem Hochleben-Lassen nicht. Hätten die siegreichen Spieler der SG SV Odin/VfR 06 Döhren genauso energisch und kraftvoll zugepackt wie zuvor gegen den TSV Victoria Linden, wäre de Carvalho gefährlich hoch geworfen worden. Zumal er drahtig ist und nur 60 Kilogramm wiegt, in seiner aktiven Zeit brachte er 85 auf die Waage. „AJ“, wie er nur gerufen wird, landete aber wohlbehalten. Ganz im Gegensatz zu den Zebras. Sie mussten sich im Aufstiegsspiel zur 1. Bundesliga bei Odin mit 21:22 (0:11) geschlagen geben. Es war keine gute Partie vor knapp 1000 Zuschauern, packend war sie jedoch allemal. Lindens Coach Rainer Kumm erklärte sofort nach Abpfiff seinen Rücktritt, Nachfolger wird Jens Himmer.

Was ein Krimi, was eine Leistung! Die SG SV Odin/VfR 06 Döhren steigt mit einem Derby-Sieg über den TSV Victoria Linden in die 1. Liga Nord auf.

Odin/Döhrens Anton Kostrov (rechts) prallt mit Lindens Max Rohwedder zusammen. Zur Galerie
Odin/Döhrens Anton Kostrov (rechts) prallt mit Lindens Max Rohwedder zusammen. ©
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Jubel nach Abpfiff: Die SG SV Odin/VfR 06 Döhren ist in die 1. Bundesliga aufgestiegen.

„Es ist schade, wir haben in der ersten Hälfte so klar dominiert und nicht gepunktet."

Noch rund zehn Minuten waren zu absolvieren, da nahm SG-Spielmacher Sive Dubula seinen Schuh in die Hand und eilte zurück. Er hatte ihn im Tackling verloren, sah aber schon das nächste Unheil kommen gegen die Victoria, die mit aller Macht drückte und die weitaus besseren Chancen besaß. Der starke Südafrikaner kam gerade noch rechtzeitig für einen befreienden Kick. Dubula trat den Ball auch ohne Schuh weit zurück in die Hälfte der Lindener, und die nahmen prompt den nächsten Anlauf. „Es ist schade, wir haben in der ersten Hälfte so klar dominiert und nicht gepunktet. Es lief einfach nicht für uns, da kam eins zum anderen“, stellte Victorias Kapitän René Winkler fest.

Tatsächlich trugen die Gäste den Ball sogar zweifach ins Malfeld der SG, brachten ihn aber nicht kontrolliert zu Boden. Odin/VfR brachte immer einen Körperteil dazwischen. „Es gewinnt der, der besser verteidigt, das habe ich vorher schon gesagt“, stellte de Carvalho zufrieden fest. Seine Mannschaft machte weniger Fehler als die offenbar noch nervöseren Gäste.

Die Spieler der SG SV Odin/VfR 06 Döhren feiern ihren Trainer Antonio de Carvalho.
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Den ersten Versuch legte Victoria in Überzahl, insgesamt kassierte die nicht immer sauber spielende SG vier Strafzeiten á zehn Minuten, war also eine Halbzeit lang dezimiert. Nach dem Wechsel stand Odin/VfR jedoch stabiler, ließ sich im Sturm nicht mehr umherschieben und zeigte sich deutlich cleverer. Bezeichnend waren die finalen Sekunden: Der Schiedsrichter hatte die letzte Aktion angekündigt, die SG musste bei eigenem Gasseneinwurf nur den Ball fangen und ins Aus treten. Das misslang aber gründlich, und so kam Victoria zu einem weiteren Angriff. „Da dachte ich, das darf nicht wahr sein“, gab SG-Stürmer Julian de Riva zu.

Victoria Linden hat weitere Aufstiegschance

Nach dem zweiten knapp verpassten Aufstieg hintereinander wurde Victoria dennoch mit viel Applaus von den Fans bedacht. „Ich ziehe meinen Hut vor euch“, sagte Kumm zu seinen Spielern, die er großenteils schon in der Jugend begleitet hatte. Sie hatten ein Transparent für ihn aufgehängt: „Danke (T)Rainer, für alles.“ Nachfolger Himmer wird das Team in die Relegation am 6. Juli gegen den Hamburger RC führen. Dann haben die Zebras eine weitere Chance, die ungeliebte 2. Bundesliga doch zu verlassen. „Ich hoffe, wir sehen uns in der 1. Liga wieder“, rief SG-Kapitän den Lindenern bei der abschließenden Klatsch-Gasse zu.

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