12. April 2021 / 08:44 Uhr

SGD unterliegt Unterhaching: Dynamos Sturm weht aktuell als laues Lüftchen

SGD unterliegt Unterhaching: Dynamos Sturm weht aktuell als laues Lüftchen

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Erst Bank, dann Pleite: Dynamos Philipp Hosiner verlässt den Sportpark Unterhaching deprimiert.
Erst Bank, dann Pleite: Dynamos Philipp Hosiner verlässt den Sportpark Unterhaching deprimiert. © Sven Sonntag/Picture Point
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Dynamo Dresden hat seinen komfortablen Vorsprung an der Tabellenspitze der 3. Liga eingebüßt. Jetzt müssen die entsprechenden Gründe gefunden werden: Denn die Schwarz-Gelben treffen nicht und haben auch keine Chancen mehr.

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Unterhaching. Leider aus Dresdner Sicht war der 5:0-Sieg gegen den Regionalligisten aus Jena vor zwei Wochen nur ein Testspiel. Was zählt, sind die Pflichtspiele in Liga drei. Und dort scheint die Offensive von Dynamo Dresden aktuell ein echtes Problem zu haben. Seit Pascal Sohms Goldenem Tor in der 12. Minute zum 1:0-Sieg am 17. März gegen den SV Wehen Wiesbaden gab es für die Schwarz-Gelben keinen Treffer mehr zu bejubeln.

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Die Stürmer blieben blass

Mit Nachspielzeit mehr als 350 torlose Minuten in Folge hat Cheftrainer Markus Kauczinski nun gesehen. Schon bei 1860 München (0:1) und gegen Hansa Rostock (0:0) lief vorn wenig zusammen. Beim Tabellenletzten in Unterhaching, der schon 46 Gegentreffer auf dem Konto hat, rechnete sich die Sportgemeinschaft sicher mehr aus. Doch die Stürmer blieben blass, erspielten sich am Münchner Stadtrand nicht mal zwingende Torchancen.

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Von Markus Kauczinski bekamen sie dennoch Lob, einzig mit Christoph Daferner schien er nicht zufrieden zu sein: „Er wirkte nicht so frisch. Man merkt ihm an, dass er vorher Sprunggelenksprobleme hatte“, meinte der 51-Jährige. Daferners Sturmpartner Agyemang Diawusie attestierte der Coach, im Training gut abgeliefert zu haben. „Er hat auch heute die ersten Minuten gut gespielt“, erklärte Kauczinski. Das war aber zu wenig, denn zur Pause musste der Ex-Ingolstädter raus.

„In der zweiten Halbzeit hat Luka Stor ein gutes Spiel gemacht mit sehr guten Aktionen“, so der Trainer weiter. Welche er genau meinte, ließ er offen. Er habe ihm und Pascal Sohm mit der Einwechslung zur Pause den Vorzug vor Philipp Hosiner gegeben, weil die erwarteten Räume im Spiel ihnen mehr liegen würden als dem Österreicher, der erst für die letzten fünf, sechs Spielminuten in die bereits so gut wie entschiedene Partie kam.

„Wir haben als Mannschaft nicht funktioniert“

Eins ist allen Angreifern der Dresdner aktuell gemeinsam: Sie haben Ladehemmung. „Wir haben schon andere Saiten aufgezogen, packen uns nicht in Watte“, erklärte Kauczinski seine Strategie im Training. Gefährliche Abschlüsse sind das Eine – überhaupt in gefährliche Positionen zu kommen, daran müssen die Schwarz-Gelben nun wohl auch vermehrt arbeiten.

Kauczinski legt dennoch Wert darauf, dass alle Mannschaftsteile im Spiel nach vorn besser zusammen harmonieren müssen. „Über unsere eigene Leistung bin ich enttäuscht, die Jungs auch. Jetzt ist umso wichtiger, zusammenzustehen und nicht aufeinander zu zeigen. Wir haben als Mannschaft nicht funktioniert. Es wird stürmischer für uns, das wissen wir.“