02. Oktober 2018 / 22:30 Uhr

SHFV-Pokal: Am Tag der Deutschen Einheit werden in Todesfelde und Reinfeld die Finalisten ermittelt

SHFV-Pokal: Am Tag der Deutschen Einheit werden in Todesfelde und Reinfeld die Finalisten ermittelt

Jürgen Rönnau
Um diesen Pokal kämpfen die vier verbleibenden Teams, um ihn am 25. Mai 2019 auf der Lübecker Lohmühle in die Höhe heben zu können.
Um diesen Pokal kämpfen die vier verbleibenden Teams, um ihn am 25. Mai 2019 auf der Lübecker Lohmühle in die Höhe heben zu können. © Christoph Kugel
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Preußen Reinfeld bekommt es mit dem Titelverteidiger zu tun, der VfB Lübeck mit einem starken Oberligisten

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SV Todesfelde – VfB Lübeck, heute, 14 Uhr, Joda-Sportpark, Todesfelde: Rund 1000 Zuschauer sahen das Benefizspiel im Juli gegen Zweitligist Holstein Kiel (0:4). Auf eine ähnliche Kulisse hofft Oberligist SV Todesfelde heute im Halbfinale gegen Regionalligist VfB Lübeck. „Für uns ist es die Woche der Highlights. Ich gehe davon aus, dass sogar mehr Zuschauer als gegen Kiel kommen. Der VfB Lübeck ist keine Gurkentruppe, sondern im Moment richtig gut drauf“, sagt Todesfeldes Vereinsvorsitzender Holger Böhm.

SV Todesfelde-Trainer und Ex-VfB-Spieler Sven Tramm sieht sein Team nicht chancenlos

Wie schon gegen die Kieler „Störche“ putzt sich der Joda-Sportpark an der Dorfstraße heraus. So wird erneut ein großes VIP-Zelt für 120 Personen mit einer dazugehörigen Ehrengasttribüne aufgebaut. Erstmals zum Einsatz kommt eine 3,5 x 2,0 Meter große Videowand. „Wir freuen uns auf ein hoffentlich schönes Spiel. Alle arbeiten daran, dass es ein Fest wird“, sagt Trainer Sven Tramm, der früher selbst als Verteidiger bei den Grün-Weißen (1997 bis 2000) gespielt hat. Das Geburtstagskind (wurde am Dienstag 40 Jahre alt) sieht sein Team, das zum zweiten Mal in Folge im Halbfinale steht und als aktueller Tabellenzweiter (mit der besten Defensive) eine starke Saison spielt, nicht chancenlos. „In einem Spiel ist alles drin“, glaubt er. „Auch weil wir zu Hause spielen. Wir werden auf jeden Fall alles geben und versuchen, dem Favoriten das Leben möglichst schwer zu machen.“

Am Dienstagabend setzte sich der Favorit aus der Regionalliga, der VfB Lübeck, am Ende nur ganz knapp durch den spielentscheidenden Treffer von Ahmet Arslan mit 2:1 durch und spielt nun im Halbfinale des SHFV-Landespokals gegen den SV Todesfelde.

Es war ein harter Kampf für den VfB: Hier steigt Yannick Deichmann im Kopfballduell höher als Eric Owusu. Zur Galerie
Es war ein harter Kampf für den VfB: Hier steigt Yannick Deichmann im Kopfballduell höher als Eric Owusu. ©
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Bilanz zwischen SV Todesfelde und VfB Lübeck einseitig

Dreimal kickte der SVT bisher gegen die „Erste“ des VfB, kassierte dabei drei Niederlagen, schoss kein einziges Tor (Bilanz 0:6). Das letzte Duell fand ebenfalls im Landespokal statt. Vor zwei Jahren war das, Stefan Richter erzielte das Tor des Tages zum 1:0-Sieg für die Gäste.

VfB Lübeck mit vollem Fokus auf die Halbfinalpartie im SHFV-Pokal

Die bereiteten sich auf das Match wie auf ein Punktspiel vor, Trainer Rolf Landerl wird denselben Kader mit in den Joda-Park nehmen, der zuletzt für zwei starke Siege in der Regionalliga verantwortlich war – so dürfte sich auch wenig an der Aufstellung ändern; am System und an der offensiven Ausrichtung sowieso nicht. „Wir wollen im Flow bleiben“, sagt Landerl. „Und natürlich wollen wir das Finale erreichen, das auf unserer Lohmühle stattfinden wird.“ Es wäre der vorletzte Schritt in den angestrebten DFB-Pokal-Wettbewerb 2019/20.

Kann Landesligist Preußen Reinfeld Regionalligisten SC Weiche Flensburg 08 ärgern?

Preußen Reinfeld – SC Weiche Flensburg, heute, 14 Uhr, Bischofsteicher Weg, Reinfeld: Können die Preußen nach dem knapp verpassten Landespokal-Finale in der letzten Saison dieses Mal tatsächlich auch den letzten Schritt in Richtung Finale machen? Das große Ziel heißt Endspiel auf der Lohmühle, der 25. Mai 2019 ist vorgemerkt – gern würde der Landesligist dann zum ultimativen Showdown gegen Lokalmatador und Topfavorit VfB Lübeck antreten. Allerdings heißt der Gegner SC Weiche Flensburg, ist Titelverteidiger, steht im DFB-Pokal in der zweiten Runde (am 31.10. auf der Lohmühle gegen Werder Bremen) und nimmt in der Regionalligagerade Fahrt auf.

Michael Clausen: "Wir wollen nicht nur Geleitschutz geben"

Bang ist den Preußen trotzdem nicht. „Wir wollen den Flensburgern nicht nur Geleitschutz geben, wir wollen selbst ins Endspiel“, gab SVP-Trainer Michael Clausen nach dem jüngsten 5:0-Sieg gegen Grün-Weiß Siebenbäumen.

Flensburger Highlight in vier Wochen im DFB-Pokal gegen Weder Bremen - ein Vorteil für Reinfeld?

Vielleicht ist es ein Vorteil für den Gastgeber, dass die Flensburger noch auf drei Hochzeiten tanzen und in den Hinterköpfen bereits das Highlight in vier Wochen gegen Werder Bremen herumspukt. Jeddenfalls beschäftigen sich sowhl die SC-Homepage als auch der Facebook-Auftritt des Klubs fast ausschließlich mit Werder – kein Hinweis findet sich auf das heutige Landespokalspiel.

Schon im letzten Jahr im SHFV-Pokalhalbfinale gescheitert, damals am Husumer SV

Die Reinfelder kennen diese Situation gut. In der vergangenen Saison hatten sie es ebenfalls sensationell ins SHFV-Pokalhalbfinale geschafft, waren dort unglücklich spät (89.) mit 0:1 gescheitert. In den Wochen vor dem Match, auf dem der ganze Fokus lag, lieferte man in der Landesliga höchst unterschiedliche Spiele ab, verlor oft und unnötig. Keine Frage: der Hype um den Pokal hatte den Preußen geschadet. Man hat daraus gelernt. Hoch konzentriert und in der Defensive deutlich stabilisiert (erst sechs Gegentore in zehn Spielen), dominieren sie in dieser Saison ihre Liga, sind Tabellenführer. Und den besten Sturm haben sie auch (36 Tore). Und so marschierten die Preußen bisher locker durch den Pokal: 3:0 gegen PSV Neumünster, 5:1 gegen TuS Jevenstedt. Eine breite Unterstützung ist den Reinfeldern sicher. Denn das Match ist Endstation eines Demonstrationszuges zum Erhalt und Ausbau der Sportanlage am Bischofsteicher Weg.

Im Achtelfinale des SHFV-Pokals ging es auf heimischer Lohmühle (man tauschte das Heimrecht mit dem Oberligisten) gegen den TSV Bordesholm. Der VfB Lübeck gewann das Spiel am Ende zwar souverän mit 3:0, doch aufgrund der harten Gangart des klassentieferen Gegners verletzten sich einige Lübecker, unter anderem auch Stürmer Fabio Parduhn. Zur Galerie
Im Achtelfinale des SHFV-Pokals ging es auf heimischer Lohmühle (man tauschte das Heimrecht mit dem Oberligisten) gegen den TSV Bordesholm. Der VfB Lübeck gewann das Spiel am Ende zwar souverän mit 3:0, doch aufgrund der harten Gangart des klassentieferen Gegners verletzten sich einige Lübecker, unter anderem auch Stürmer Fabio Parduhn. ©

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