12. September 2020 / 21:51 Uhr

SHFV-Pokal: VfB Lübeck im Achtelfinale beim SV Eichede auf der Hut

SHFV-Pokal: VfB Lübeck im Achtelfinale beim SV Eichede auf der Hut

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Nicolas Hebisch (r.) im Luftduell mit Eichedes Gerrit Schubring.
Nicolas Hebisch (r.) im Luftduell mit Eichedes Gerrit Schubring. © Agentur 54° / Garve
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Neidisch schaute man am Samstag beim VfB zum Joda-Sportpark, wo der SV Todesfelde Zweitligist VfL Osnabrück in der ersten Runde des DFB-Pokals empfing.

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Um im kommenden Jahr selbst wieder im lukrativen Wettbewerb vertreten zu sein, müssten die Grün-Weißen entweder unter die ersten vier Mannschaften der 3. Liga kommen oder den Landespokal 2021 gewinnen. Auf dem Weg dorthin gastieren Kapitän Tommy Grupe & Co. am Sonntag im Achtelfinale bei Oberligist SV Eichede (Ernst-Wagener-Stadion, 14 Uhr).

Mentalitätsspieler zurück in der Startelf

„Das Spiel ist sehr wichtig. Wir wollen weiterkommen“, gibt VfB-Trainer Rolf Landerl aus und fordert „einen besseren Auftritt“ als vor drei Wochen beim bitteren 2:3 im Landespokal-Endspiel gegen Außenseiter „Tofe.“ Der Österreicher rechnet mit einem motivierten Gegner und kündigt personelle Veränderungen an. So wird Abwehrrecke Ryan Malone in die Startformation zurückkehren. „Er ist eine wichtige Spielfigur und ein Mentalitätsspieler“, betont Landerl. Gegen Todesfelde fehlte der US-Amerikaner vorsichtshalber wegen einer Roten Karte aus der vergangenen Regionalliga-Saison und wurde gerade bei den drei Gegentreffern durch Standards schmerzlich vermisst. Das Urteil der Sperre (drei Spiele) wurde jetzt laut Pressesprecher Christian Jessen „vom NFV-Verband sinngemäß angepasst, so dass Ryan im Pokal spielberechtigt ist.“

Mit einem deutlichen 5:1-Sieg gegen Preußen Reinfeld zieht SV Eichede in den Landespokal 2020/2021 ein.

SV Eichede jubelt über den Einzug in den Landespokal. Zur Galerie
SV Eichede jubelt über den Einzug in den Landespokal. ©

Dass der Neu-Drittligist den Gegner ernst nimmt, zeigt sich darin, dass Scout Axel Giere die Stormarner im Kreispokal-Finale gegen Preußen Reinfeld (5:1) beobachtet hat. „Sie haben eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern wie Hendrik Ostermann und Mats Facklam“, weiß Landerl. Seiner Mannschaft bescheinigt er eine gute und konzentrierte Trainingswoche. „Wir sind gut vorbereitet.“ Während die verletzten Florian Riedel, Tim Kircher und Dren Feka weiter nicht zur Verfügung stehen, lässt der Coach offen, ob er die jüngsten Neuzugänge, Martin Röser, Moody Chana und Sebastian Hertner, ran lässt. „Sie sind eine Option, haben aber noch Trainingsrückstand. Es muss stimmig sein“, meint er. Nicht dabei sind Neuzugang Michael Luyambala und Sören Lippert, die am Samstag mit der U23 das Testspiel gegen den HSV III bestritten - und 0:3 verloren.

"Cello"-Comeback gegen Ex-Klub

Beide Teams absolvierten Samstag ihr Abschlusstraining: Der VfB um 10 Uhr, der SVE um 14 Uhr. Die Gastgeber können bis auf Niko Hasselbusch (Bänderriss) und Jonathan Stöver (Aufbautraining, soll für den Ligastart am 20. September geschont werden) fast aus dem Vollen schöpfen. Erstmals im Kader steht der per sofort spielberechtigte Marcello Meyer, der gegen seinen Ex-Klub besonders motiviert sein dürfte. „Mit Cello haben wir eine gute Option dazugekommen. Er hebt die Qualität und wird uns gut tun“, sagt Trainer Denny Skwierczynski, der wie auch sein Co-Trainer Stefan „Hosch“ Richter ebenfalls einst an der Lohmühle tätig war.

Todesfelde hat gezeigt, wie es gehen kann

„Die Favoritenrolle ist klar beim VfB“, glaubt der 46-Jährige, der aber auch weiß: „Das ist ein Pokalspiel. Es geht nur um Sieg oder Niederlage. Wir werden im Vorwege nichts abschenken. Auch wenn der VfB eine gute Mannschaft hat, wollen wir Paroli bieten und werden uns nicht verstecken.“ Wie es geht, hat der Underdog aus Todesfelde vorgemacht. „Natürlich haben wir dieses Spiel analysiert“, so Skwierczynski, der den Ex-VfBer Sascha Steinfeldt im Amt als Kapitän bestätigt hat. „Wir sehen keinen Grund, etwas zu verändern. Sascha identifiziert sich mit der Aufgabe, hat eine gute Ansprache und geht auf dem Platz vorweg.“

Im SVE-Tor geht der letztjährige Stammtorwart Marcel Gevert als Nummer eins in die neue Saison. Alle 500 Tickets wurden im Vorwege verkauft, so dass die Stadionkassen geschlossen bleiben werden. Die Stadiontore öffnen um 13 Uhr – Einlass ist eine Stunde vor Anpfiff. Der Dorfklub freut sich auf ein Fußballfest „mit einer tollen Kulisse.“