15. Oktober 2016 / 11:20 Uhr

Shisha-Skandal beim DFB

Shisha-Skandal beim DFB

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Vitaly Janelt (links) und Idrissa Toure (rechts) wurden vom DFB suspendiert.
Vitaly Janelt (links) und Idrissa Toure (rechts) wurden vom DFB suspendiert. © dpa
Anzeige

Sie wollten eigentlich nur gemütlich eine Pfeife rauchen. Jetzt wurden die beiden U19 Talente Vitaly Janelt (18) und Idrissa Touré (18) vom DFB ausgeschlossen und auch ihr Klub RB-Leipzig suspendierte sie nach Informationen der LVZ vom Training.

Die beiden Spieler waren im Rahmen der U-19 Nationalmannschaft (EM-Qualifikation) in Albanien mit ihrem Team in einem Hotel untergebracht. Während die beiden Jungstars auf dem Trainingsplatz schwitzten, bemerkte eine aufmerksame Hotelangestellte einen Brand im Zimmer der Talente. Offenbar ausgelöst durch eine Wasserpfeife, auch "Shisha" genannt.

Anzeige

DFB-Karriere beendet

Der DFB regierte umgehend und schickte die beiden Spieler nach Hause. „Leider gab es vor Ort einen Vorfall, bei dem sich nicht an gängige professionelle Regeln gehalten wurde. Die Faktenlage war eindeutig. Deshalb hatten wir keine andere Möglichkeit, als zwei Spieler in Absprache mit dem Verein aus gravierenden disziplinarischen Gründen nach Hause zu schicken", sagte Trainer Frank Kramer (44) gegenüber der Bild-Zeitung.

Die Karriere der Akteure in DFB-Nachwuchsteams ist beendet. Zu den von RB getroffenen Maßnahmen gehört die höchstmögliche Geldstrafe im fünfstelligen Bereich – die Summe werde an soziale Projekte gespendet. Zudem werden beide ab Montag stundenweise in einer Kita arbeiten.

* Wiederholungstäter*

Beide Spieler gelten aufgrund vorangegangener Disziplinprobleme als Wiederholungstäter. Sie besitzen bei RB Profiverträge bis 2021. Der aus Berlin stammende Touré hatte im Frühjahr einen Kurzeinsatz in der 2. Liga, in dieser Saison spielte er in der U19-Bundesliga. Janelt stammt aus Hamburg, er war im August und September Stammspieler im Regionalliga-Team von RB. Beide gehören bis auf weiteres nicht mehr zu ihren Mannschaften und werden ab Montag ein separates Training durchführen.

Sportdirektor Ralf Rangnick hielt am Freitag in der RB-Akademie vor allen Spielern eine Ansprache über die Vorbildfunktion von Leistungssportlern.