07. Juni 2021 / 13:12 Uhr

Shpilevski wird Veilchen-Coach - Erzgebirge Aue findet neuen Trainer in Kasachstan

Shpilevski wird Veilchen-Coach - Erzgebirge Aue findet neuen Trainer in Kasachstan

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Aue-Boss Helge Leonhardt (Mitte) freut sich über die Zusage von Aliaksei Shpileuski.
Aue-Boss Helge Leonhardt (Mitte) freut sich über die Zusage von Aliaksei Shpileuski. © IMAGO/Eibner/Twitter @FCErzgebirgeAue
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Der Nachfolger von Dirk Schuster auf der Trainerbank des FC Erzgebirge ist ein Neuling im deutschen Profifußball. Aliaksei Shpilevski kommt vom kasachischen Spitzenclub Kairat Almaty. Präsident Helge Leonhardt lobte in einer ersten Mitteilung die Identifikation des 33-Jährigen mit den Werten des Vereins.

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Aue. Der FC Erzgebirge Aue ist auf der Suche nach einem Nachfolger von Coach Dirk Schuster fündig geworden, und zwar in Kasachstan. Wie der Zweitligist am Montag mitteilte, wird Aliaksei Shpilevski den Platz auf der Trainerbank der Veilchen einnehmen. Demnach erhält der 33-Jährige einen Vertrag bis 2024, der sowohl für die erste als auch für die zweite Bundesliga gilt.

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Im deutschen Profibereich ist Shpilevski noch weitgehend unbekannt. Fußstapfen hat er in Deutschland dennoch bereits hinterlassen, auch in Sachsen. Von 2013 bis 2018 arbeitete er im Nachwuchs von RB Leipzig, bevor es ihn zu seiner ersten Station bei den Herren zog. Nach wenigen Monaten bei Dynamo Brest (Weißrussland) wechselte der Coach zu Kairat Almaty. Mit dem Club holte Spilevski zunächst die Vizemeisterschaft und schließlich den kasachischen Titel. Es war der erste für Kairat nach 16 Jahren.

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"Nach mehreren intensiven Gesprächen konnten wir feststellen, dass er sich mit den Werten unseres Vereins voll und ganz identifiziert", so FCE-Präsident Helge Leonhardt. "Wir erzielten dabei ebenfalls Übereinstimmung bezüglich der Vorgehensweise hinsichtlich der strategischen Weiterentwicklung unseres Profiteams. "Ich freue mich, dass wir ihn zur Bewältigung der vor uns stehenden anspruchsvollen Aufgaben für unseren Club gewinnen konnten."



„Zunächst bin ich beiden Vereinen überaus dankbar, dass der Wechsel vonstatten ging. In fünf Wochen steht mit Kairat Almaty die historische Champions-League-Quali an, daher war es nicht einfach, dem Präsidenten die Entscheidung oder den Wunsch, nach Aue zu wechseln, zu verkünden“, erklärte der Coach in einer Vereinsmitteilung. „Umso mehr freue ich mich über die Freigabe und die Chance, mit Aue in der 2. Bundesliga meine nächsten großen Entwicklungsschritt zu gehen.“

Shpilevski wird am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt.

(mit dpa)