01. Dezember 2021 / 20:13 Uhr

"Sicher nicht alles richtig gemacht": Bayern-Bosse gehen nach Katar-Fiasko bei JHV auf Fans zu

"Sicher nicht alles richtig gemacht": Bayern-Bosse gehen nach Katar-Fiasko bei JHV auf Fans zu

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer versucht die Wogen nach der hitzigen Jahreshauptversammlung zu glätten.
FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer versucht die Wogen nach der hitzigen Jahreshauptversammlung zu glätten. © REUTERS
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Die Katar-Debatte beim FC Bayern München nach der missglückten Jahreshauptversammlung hält weiter an. In den Tagen vor dem Topspiel gegen Borussia Dortmund versucht der FCB nun offenbar, die Wogen zu glätten. In einer Mail gehen die Bosse um Präsident Herbert Hainer auf die Mitglieder zu. 

Es war eine Jahreshauptversammlung für die Geschichtsbücher. Die Führung des FC Bayern München brachte die eigenen Fans am vergangenen Donnerstag gegen sich auf. Vor allem der Umgang mit dem umstrittenen Katar-Sponsoring beim Rekordmeister stieß den Mitgliedern sauer auf. Nun ist die FCB-Führung auf Versöhnungs-Kurs. In einer Mail an alle Mitglieder haben die Bayern-Bosse um Präsident Herbert Hainer, der das Schreiben mit unterzeichnete, nun Fehler zugegeben. "Ohne Frage ist diese Jahreshauptversammlung leider nicht so abgelaufen, wie wir es von unserem FC Bayern gewohnt sind", reagierte der FCB in der Mail nun auf die Kritik an der JHV. Dem Verein sei "bewusst" gewesen, "dass sich beim Thema Katar einiges aufgestaut hatte".

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Hainer war insbesondere wegen der Auseinandersetzung um das Streitthema Katar-Sponsoring am Donnerstagabend mit Buhrufen und "Hainer raus"-Rufen etlicher Mitglieder konfrontiert worden. Völlig aus dem Ruder lief die Stimmung, als Hainer die Versammlung beendete, obwohl noch Mitglieder auf der Liste der Wortbeiträgen standen. Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte das Treffen im Audi Dome als „die schlimmste Veranstaltung, die ich je beim FC Bayern erlebt habe“, bezeichnet. Auslöser für den Unmut war der Umgang des Klubs mit dem Antrag von Mitglied Michael Ott. Er wollte, dass der Verein auf ein Ende der Sponsorenbeziehung mit der Fluglinie Qatar Airways hinwirkt. Der Antrag war schließlich nicht zugelassen worden.

"Wir bitten allerdings nochmals um Verständnis, dass wir an diesem Abend nicht über einen Antrag abstimmen konnten, der am Vormittag vom Landgericht aus juristischen Gründen als unzulässig erklärt worden ist" heißt es in der Mitglieder-Mail. Die Bosse versprachen in dieser zudem, den Dialog mit den Fans stärken zu wollen, "Wir haben Kontakt mit denen aufgenommen, deren Wortmeldungen nicht mehr berücksichtigt wurden, erste Treffen fanden seitdem bereits statt, und weitere wurden für die nächste Zeit vereinbart."

Auch eigene Fehler gaben die Klub-Verantwortlichen zu: "Bei all den Turbulenzen - und wir haben bei diesem Thema sicher nicht alles richtig gemacht -, steht unser Klub trotz allem auch in dieser Pandemie insgesamt vorbildlich da: sportlich, wirtschaftlich wie gesellschaftlich. Darauf können wir, könnt Ihr alle, sehr stolz sein." Der Verein sei aber bisher aus jeder Kontroverse gestärkt hervorgegangen, so die Bayern-Bosse um Hainer weiter, die auch das Katar-Thema klar ansprachen: "Beim Thema Katar wollen wir miteinander einen Weg finden. Ganz so, wie es sich beim FC Bayern gehört."

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